11.02.2012 21:29 | Meine Presse Merkliste0

Internet-Nutzung in Österreich so hoch wie in den USA

11.05.2009 | 12:57 |   (DiePresse.com)

Österreich ist eine wahre Surfer-Nation. Bei der Internet-Nutzung lässt das Alpenland Nachbarn wie Deutschland und Italien blass aussehen. Nur im Norden Europas wird noch fleißiger geklickt. Frauen und Senioren holen auf.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das Internet wird hierzulande bereits von 5 Millionen Menschen genutzt. Das sind 71 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Damit ist die Internetnutzung in Österreich genauso hoch wie in den USA. Die Zuwächse in den letzten Jahren kamen vor allem aus der privaten Nutzung, geht aus dem Online-Monitor für das erste Quartal 2009 des Marktforschungsinstituts GfK Austria hervor. Im Internet tummeln sich auch immer mehr Frauen und Senioren.

Zugang zum Internet hatte vor zehn Jahren gerade einmal gut ein Drittel, heute sind es drei Viertel: 1999 gaben 34 Prozent an, Zugang zum Internet zu haben. Im ersten Quartal 2009 waren es 75 Prozent. Für den Nutzer sei das Internet fixer Bestandteil des Lebens geworden, so Maria Kostner, Online-Expertin bei GfK, in einer Pressemitteilung. Vor allem bei Onlinebanking, Behördenwegen, der gezielten Informationssuche und der Pflege sozialer Kontakte sei das Internet unverzichtbar geworden.

Wenig Italiener im Netz

Im internationalen Vergleich macht Österreich eine gute Figur. Spitzenreiter ist Island mit 90 Prozent Internet-Nutzern, gefolgt von Dänemark mit 83 Prozent und den Niederlanden mit 82 Prozent. Österreich liegt gemeinsam mit den USA mit 71 Prozent Internetnutzern im oberen Drittel. Niedrigere Raten gibt es beispielsweise in Deutschland (66 Prozent), Frankreich (60 Prozent), Italien (41 Prozent) und Großbritannien (69 Prozent).

Einzug gehalten hat das Internet in den vergangenen zehn Jahren in die eigenen vier Wände: Nutzten vor 10 Jahren erst 13 Prozent das Internet zu Hause, so sind es derzeit bereits 67 Prozent. Weitgehend stabil ist hingegen das Wachstum der Internetnutzung im Büro (13 Prozent im Jahr 1999, derzeit 29 Prozent) und Schule/ Uni (9 Prozent 1999, derzeit 10 Prozent).

71 Prozent der 50- bis 59-Jährigen surfen

In der Bevölkerungsgruppe der 14 bis 65-Jährigen sei das Internet mit 80 Prozent Nutzern als Massenmedium zu bezeichnen, so die GfK-Meinungsforscher. Kein anderes Medium habe eine derart dynamische Entwicklung erfahren. Einem extremen Zuwachs Anfang des Jahrtausends folgte ein etwas geringerer aber kontinuierlicher Anstieg.

Bei den 14- bis 19-Jährigen nutzen 97 Prozent das Internet, bei den 20- bis 29-Jährigen sind es ebenso wie bei den 30- bis 39-Jährigen 89 Prozent und bei den 40- bis 49-Jährigen 82 Prozent. Genau im Österreich-Schnitt liegen die 50- bis 59-Jährigen mit 71 Prozent. Bei den 60- bis 69-Jährigen nutzen 43 Prozent mittlerweile das Internet, im Jahr 2000 waren es 4 Prozent. Und bei den über 70-Jährigen sind es 15 Prozent (nach 1 Prozent). Immerhin 18 Prozent der über 60-Jährigen nutzt heutzutage das Internet täglich bzw. fast täglich.

Spitzenreiter Vorarlberg

Männer nutzen das Internet zwar noch immer stärker, die Frauen haben aber deutlich aufgeholt. Mittlerweile beläuft sich der Anteil der Internet-Nutzer bei den Frauen auf 65 Prozent, verglichen mit 31 Prozent 2000. Bei den Männern sind es 77 Prozent, verglichen mit 50 Prozent im Jahr 2000.

Nach Bundesländern betrachtet gibt es die eifrigsten Nutzer in Vorarlberg (77 Prozent). Dahinter folgen Tirol (75 Prozent), Wien (73 Prozent), Niederösterreich (72 Prozent), Oberösterreich (71 Prozent), Salzburg (70 Prozent), Burgenland (68 Prozent) und Steiermark (68 Prozent). Schlusslicht ist Kärnten mit 65 Prozent.

 

(Ag. )

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen