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Deutschland blockiert Web-Kinderpornos mit Stoppschildern

19.06.2009 | 08:19 |   (DiePresse.com)

Der Deutsche Bundestag hat Internet-Sperren für Kinderpornoseiten beschlossen. Das "Um-Surfen" der Stoppschilder ist strafbar. Umgesetzt werden muss die Sperre von den Internet-Anbietern.

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In Deutschland wird der Zugriff auf Internetseiten mit Kinderpornografie massiv erschwert. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das alle großen Internetanbieter in Deutschland verpflichtet, bedenkliche Seiten durch ein Stopp-Schild zu blockieren. Das Bundeskriminalamt (BKA) soll den Unternehmen dazu stets eine aktuelle Liste mit Adressen zur Verfügung stellen.

Auf dem Stopp-Schild soll der Internetnutzer über den Grund der Sperrung informiert und auf die schwerwiegenden Folgen von Kinderpornografie für die missbrauchten Mädchen und Buben hingewiesen werden. Der Nutzer wird zugleich darauf hingewiesen, dass ein Umgehen der Sperre strafbar ist. Das Gesetz soll noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten. Geldstrafen bei Verstößen der Internetanbieter werden aber erst nach einer Übergangsphase von sechs Monaten erhoben.

Regierung haftet bei Irrtümern

Familienministerin Ursula von der Leyen sagte, mit dem Gesetz werde deutlich gemacht, dass die Würde eines Kindes auch im Netz gelte. "Wir wollen in Deutschland nicht länger dulden, dass die Vergewaltigung von Kindern frei über das World Wide Web abrufbar ist", sagte die CDU-Politikerin. Für den ganz normalen Internet-Surfer seien die Sperren keineswegs einfach zu umgehen. Die Blockierungen hätten vor allem vorbeugenden Charakter.

Das Gesetz sieht zudem die Einrichtung eines unabhängigen Kontrollgremiums beim BKA vor. Dieses soll sicherstellen, dass wirklich nur Seiten mit kinderpornografischen Inhalten gesperrt werden. Bei Irrtümern haftet die Bundesregierung.

Stoppschild anschauen unverdächtig

Grundsätzlich gilt für die deutsche Regierung das Motto "Löschen vor Sperren": Durch eine verstärkte internationale Zusammenarbeit soll erreicht werden, dass die Urheber der meist aus dem Ausland gespeisten Seiten aufgespürt und die Inhalte aus dem Netz verbannt werden. Anders als zunächst vorgesehen, werden die Daten eines Users beim Klick auf ein Stopp-Schild nicht zur Strafverfolgung genutzt werden. Zufällig dorthin geratene User sollen somit nicht unter Generalverdacht gestellt werden.

Von der Leyen hatte mit den Internetanbietern Deutsche Telekom, Vodafone Deutschland und Arcor AG, Telefonica, Kabel Deutschland und Hansenet/Alice bereits im April freiwillige Maßnahmen gegen Kinderpornografie vereinbart.

 

(Ag. )

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13 Kommentare
Gast: Nurixs
09.06.2010 17:36
0 0

RetteDeineFreiheit.de

Ich möchte allen die das Thema noch interessieren sollte diesen Linktipp geben:

RetteDeineFreiheit.de

dort gibt es viele Informationen über die Internetsperre und deren Unnutz

Justin
19.06.2009 13:07
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Auf dem Stopp-Schild soll der Internetnutzer über den Grund der Sperrung informiert und auf die schwerwiegenden Folgen von Kinderpornografie für die missbrauchten Mädchen und Buben hingewiesen werden.

Werden demnächst auch alle Seiten, die Gewaltvideos beinhalten, zb. Kampfsport, Kriegsfilme, Kriegsdokumentationen, zensiert?

Denn schließlich leiden Opfer des Krieges unter schwerwiegenden Folgen, auch Menschen, die in Fussballstadien von Hooligans verprügelt werden leiden oft ein Leben lang!

Warum wird das alles nicht zensiert? Was geschieht in Europa?

Gast: warjaklar
19.06.2009 13:02
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WELCOME TO CHINA

Wann haben die Piefkes das letzte mal behauptet sie seinen NICHT KOMMUNISTISCH???

Gast: Gast
19.06.2009 12:21
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Die

Chinesen lachen schon.

Wer glaubt, dass es wirklich um den Schutz der Kinder geht, sollte sich folgende Analogie vor Augen führen:

http://tinyurl.com/ntr4bc


lionsj
19.06.2009 11:40
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PROBLEM

ist es ja zu beurteilen was KP ist, was durch Zufall gefunden und angeklickt werden kann ist nicht wirklich gefährlich, da wird meist Link Hopping zu Bezahlseiten praktiziert wo die Lolitas keine mehr sind !
KP gab es schon lange vor dem Internet und sonstiger Massenmedien, das Prolem ist im Kopf der KP Konsumenten !
Aber diese Zensurpraxis ist debenklich, da kann ja alles unerwünschte kritische unterdrückt werden !!!

LUPO
19.06.2009 11:33
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Halt Stasi

Zum Glück ist das Lesen von Viagra mails nicht strafbar, sonst würde die Ursula von der Leyen täglich 5 mal Selbstanzeige machen. Etwas naiv wie die Deutschen gegen Kriminalität vorgehen und annehmen, dass die Verbrecher am selben naiven Niveau wie ihre Minister sind. In Deutschland wird man sich bald wieder die Frage stellen, wer einem vor dem Staat schützt.

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Und das Beste ist

die Liste gesperrter Sites ist GEHEIM !!!

Das sind ja Möglichkeiten von denen Gestapo und Stasi nichtmal träumen konnten.

In Australien gibts das schon, dort wurden bereits politisch kritische Webseiten gesperrt, wetten in einem Jahr haben die deutschen einige Webseiten gesperrt auf denen es politische/wirtschaftliche Informationen gibt.

Nachtrag:
Die skandinavische Sperrliste ist ins Netz gestellt worden. Habe mir die Mühe gemacht da ein paar Seiten durchzuklicken.
Himmel - die Seiten haben mit Kipo gar nicht zu tun. Da gibts bestenfalls eine 25jährige mit Zöpfen und Schultasche zu sehen;-)
Dort wo "Lolita" draufsteht ist sicher nix verbotenes drin.

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Und das Beste ist

die Liste gesperrter Sites ist GEHEIM !!!

Das sind ja Möglichkeiten von denen Gestapo und Stasi nichtmal träumen konnten.

In Australien gibts das schon, dort wurden bereits politisch kritische Webseiten gesperrt, wetten in einem Jahr haben die deutschen einige Webseiten gesperrt auf denen es politische/wirtschaftliche Informationen gibt.

Nachtrag:
Die skandinavische Sperrliste ist ins Netz gestellt worden. Habe mir die Mühe gemacht da ein paar Seiten durchzuklicken.
Himmel - die Seiten haben mit Kipo gar nicht zu tun. Da gibts bestenfalls eine 25jährige mit Zöpfen und Schultasche zu sehen;-)
Dort wo "Lolita" draufsteht ist sicher nix verbotenes drin.

Gast: Hans Glück
19.06.2009 10:22
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Keineswegs nur Kinderporno gesperrt

Es ist leider nicht so, daß nur diese kranken Kinderpornos gesperrt sind. Es hat auch schon einige politische Seiten getroffen. Insbesondere rechte Seiten. Dies ist dann allerdings politische Zensur. Nicht anders, als in China. Das hat nichts mehr mit einem Schutz zu Tun.

Gast: Binc
19.06.2009 10:18
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na gute nacht

jetzt legt also schon die polizei fest was legal und was illegal ist, aber hey wozu braucht man schon gerichte. die nerven doch eh nur

phuter
19.06.2009 10:14
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Na wie lange wird es dauern...

Bis diese Schildchen samt IP Gestapo vor der einen oder anderen politisch oder ökonomisch nicht genehmen Website stehen? Eine Woche, ein Monat, ein Jahr?
Wir fassen zusammen: Verbrechen ist nicht mehr, was man tut, sondern was man sieht. Verbrechen ist jetzt, Information zu konsumieren. Wonach riecht das? Richtig. Und genau dorthin führen uns diese Leute.

Gast: gute idee
19.06.2009 10:02
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verbesserbar

ob schwaechen oder nicht, ich finde die idee gut, sollte eu-weit auf jeden fall bedacht werden...wenn wir schon eine union der regeln sind! da wuerde es mal sinn machen. schwaechen kann man beheben.
und ich glaube, dass dieses stopp-schild alleine schon viele user abschreckt. die chronischen kinderpornokonsumenten werden so oder so einen weg finden... das ist klar aber vielleicht werden sie dadurch leichter und besser verfolgbar.
ich bin kein freund vom ueberwachungsstaat aber hier soll bitte die EU ein zeichen setzen und TATEN folgen lassen... mit dem Stopp Schild hat keiner mehr eine Ausrede "versehentlich" auf diese Seiten gekommen zu sein, etc.
Der Schutz des Kindes muss auch hier endlich voran getrieben werden

Gast: mi fhèin
19.06.2009 09:40
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Massiv erschwert?

Da wird nichts massiv erschwert. Genau das ist ja einer der Kritikpunkte. Man braucht nur einen DNS-Server aus dem Ausland verwenden, der keiner Zensur unterworfen ist, oder die IP-Adresse und nicht die Domäne im Browser eintragen.

Im letzten Chip ist zu diesem Thema ein guter Artikel erschienen, dessen Titel es auf den Punkt bringt: "Auftritt der Ahnungslosen".