Nach langem Rechtsstreit mit der EU hat Microsoft einen Auswahlbildschirm für die Installation alternativer Webbrowser in Windows 7 eingebaut. Jetzt kritisiert Jenny Boriss, Entwicklerin für den Mozilla-Browser Firefox, die Art und Weise wie dieser aufgebaut ist. Microsoft hat die Browser alphabetisch nach Herstellern angeordnet, was ihrer Meinung nach Apples Safari einen unfairen Vorteil verschaffen würde.
Benutzer entscheiden sich für erste Möglichkeit
Ein weiterer Kritikpunkt lautet, dass Benutzer "aufgrund eines Logos und ein paar Sätzen darunter" keine ausreichend informierte Wahl treffen können, schreibt Boriss in ihrem persönlichen Blog. Ihrer Ansicht nach würden Benutzer aufgrund des Auswahlbildschirms sich entweder für den Internet Explorer entscheiden oder für Safari, weil er an erster Stelle steht. Sie begründet ihre Aussagen mit Untersuchungen anlässlich einer Wahl in Kalifornien, wo sich zeigte, dass die oberste Position einen großen Vorteil für den jeweiligen Kandidaten ergibt.
Zufällig oder nach Marktanteilen
Als Alternative schlägt Boriss vor, die Browser in ihrer Reihenfolge zufällig erscheinen zu lassen, jedes Mal wenn ein Benutzer den Auswahlbildschirm aufruft. Alternativ könnten die Browser anhand ihres Marktanteils gelistet werden, solang der Internet Explorer in dieser Aufzählung fehlt. Zwar formuliert Boriss zu Beginn ihres recht langen Eintrags, dass sie nur ihre persönliche Meinung zum Ausdruck bringt. Die Positionsnahme für Firefox macht aber klar, dass sie als Entwicklerin eine klare Präferenz hat.
(db)

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