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Windows 7: Firefox-Entwicklerin kritisiert Browserauswahl

19.10.2009 | 12:31 |   (DiePresse.com)

Aufgrund der alphabetischen Reihenfolge würden Benutzer eher zu Apples Safari tendieren als zu anderen Browsern, lautet die Kritik. Alternativ sollten die Programme zufällig oder nach Marktanteil präsentiert werden.

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Nach langem Rechtsstreit mit der EU hat Microsoft einen Auswahlbildschirm für die Installation alternativer Webbrowser in Windows 7 eingebaut. Jetzt kritisiert Jenny Boriss, Entwicklerin für den Mozilla-Browser Firefox, die Art und Weise wie dieser aufgebaut ist. Microsoft hat die Browser alphabetisch nach Herstellern angeordnet, was ihrer Meinung nach Apples Safari einen unfairen Vorteil verschaffen würde.

Benutzer entscheiden sich für erste Möglichkeit

Ein weiterer Kritikpunkt lautet, dass Benutzer "aufgrund eines Logos und ein paar Sätzen darunter" keine ausreichend informierte Wahl treffen können, schreibt Boriss in ihrem persönlichen Blog. Ihrer Ansicht nach würden Benutzer aufgrund des Auswahlbildschirms sich entweder für den Internet Explorer entscheiden oder für Safari, weil er an erster Stelle steht. Sie begründet ihre Aussagen mit Untersuchungen anlässlich einer Wahl in Kalifornien, wo sich zeigte, dass die oberste Position einen großen Vorteil für den jeweiligen Kandidaten ergibt.

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Zufällig oder nach Marktanteilen

Als Alternative schlägt Boriss vor, die Browser in ihrer Reihenfolge zufällig erscheinen zu lassen, jedes Mal wenn ein Benutzer den Auswahlbildschirm aufruft.  Alternativ könnten die Browser anhand ihres Marktanteils gelistet werden, solang der Internet Explorer in dieser Aufzählung fehlt. Zwar formuliert Boriss zu Beginn ihres recht langen Eintrags, dass sie nur ihre persönliche Meinung zum Ausdruck bringt. Die Positionsnahme für Firefox macht aber klar, dass sie als Entwicklerin eine klare Präferenz hat.

(db)

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4 Kommentare
chinnichap
19.10.2009 14:59
1 0

So etwas nennt man...

... Brotneid! Demnächst mäkeln dann irgendwelche Firmen, dass MSPaint auch nicht mehr im OS integriert sein darf und dann ist das MediaCenter an der Reihe und Taschenrechner gibts ja auch von anderen Herstellern und Media-Player sowieso und außerdem und überhaupt darf Microsoft sein Windows überhaupt gar nicht mehr verkaufen, weil es so dominant (erfolgreich) ist...

Microsoft sollte auf die ganzen EU-Vorgaben scheiBen. Allerdings besteht dann natürlich die große Gefahr, dass die EU-Wettbewerbshüter vielleicht gar in Amerika einmaschieren!?

Das ist alles so dermaßen lächerlich und erbärmlich!

0 1

Re: So etwas nennt man...

genau deswegen einmal!

gehen sie davon aus, das der normal user (90% der leute die ein kastl kaufen) außer dem fix installierten browser noch nie einen alternativen gesehen haben.
gehen sie weiter davon aus, dass die alle 3 jahre oder so ein kasterl kaufen und dann kommt so ein auswahlfenster. und dann was wählen die die genau nicht wissen was sie da sehen,.....da liegt die vermutung schon sehr nahe, dass das erste angeclickt wird.....ohne präferenz....

und dann wenns was ist, was der user noch nie vorher gesehen hat, ist das chaos groß.....wenn die gewohnte OS umgebung eine andere wurde und dann der browser statt ie was ganz anderes ist....

also ich kann das gut nachvollziehen.....
es hat sehr wohl einen einfluß, was ausgewählt wird, je nach anordnung, nicht wirklich nach wahl.....

noch dazu wo der user dann den standardbrowser nicht so einfach wechseln kann ....

sie vergessen auch eines.....auch wenn browser für den enduser kostenlos ist, es ist trotzdem ein beinhartes geschäft.
also nicht immer nur den eigenen horizont sehen, sondern auch mal in die anderen hineinversetzen

cuniculus
19.10.2009 13:01
1 0

Also jetzt wird's lächerlich

Microsoft macht einen Vorschlag, der den Browserherstellern (und Benutzern) entgegen kommt (einfach wäre es gewesen, wie ursprünglich angedacht, Windows ohne Browser auszuliefern und Hersteller dazu zubringen Systeme vor Auslieferung mit dem IE nachzurüsten). Und jetzt raunzt die komische Tante, weil Firefox nicht an erster Stelle steht? Eine Reihung nach Marktanteilen wäre ok, aber nur, wenn der IE nicht geführt wird (der wäre ja vor Firefox)?
Und "zufällig anzeigen" ist auch geil. Wie oft sieht sich ein Benutzer den Auswahlscreen an, bevor er im Web Surfen will? Einmal, nehme ich an.

Mir ist immer noch nicht klar, wieso Apple den Safari weiterhin mit seinem Betriebssystem ausliefern darf und Microsoft Windows nicht mit dem IE?

0 1

Re: Also jetzt wird's lächerlich

eben!
schon mal was von spezialauflagen des marktführers gehört?