Trump nur Zweiter auf Facebook

Der indische Premierminister hat mehr Follower auf Facebook als der US-Präsident Donald Trump. Der nicht mehr aktive Barack Obama, hat aber nach wie vor mehr Likes.

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(c) Screenshot Facebook

Trotz seiner Vorliebe für Soziale Medien hat US-Präsident Donald Trump auf Facebook noch das Nachsehen. Mit rund 20 Millionen Anhängern verzeichnete er 2016 um die Hälfte weniger "Gefällt-mir"-Angaben unter Politikern als der indische Premier Narendra Modi und rangierte damit auf dem zweiten Platz, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der PR-Agentur Burson-Marsteller hervorgeht. Auf Twitter, der Plattform auf der er deutlich präsenter ist, hat der US-Präsident 25,3 Millionen Follower.

Narendra Modi, auf dessen persönlichen Facebook-Auftritt auch mit Abstand die meisten Interaktionen stattgefunden haben, hat 40 Millionen Follower. Gleich auf dem dritten Platz rangiert mit 13 Millionen Anhängern die institutionelle Seite des indischen Premiers. Auf den vierten Rang schaffte es Königin Rania von Jordanien mit 10 Millionen "Gefällt-mir"-Angaben, gefolgt vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit knapp 9 Millionen.

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(c) APA

Zu den ersten zehn zählen weiters: Das Weiße Haus (8 Mio.), der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi (6,9 Mio.), der kambodschanische Regierungschef Hun Sen (6,8 Mio.), der indonesischer Staatschef Joko Widodo (6,5) sowie sein mexikanischer Amstkollege Enrique Pena Nieto (5,2).

Die österreichischen Politiker hinken hinterher

Zum Vergleich: Bundespräsident Alexander van der Bellen kommt mit heutigem Stand auf 280.860 Anhänger, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) auf 142.801 und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) auf 457.589. HC Strache (FPÖ) hat mehr als 540.697 Likes. Österreich hat aber auch deutlich weniger Einwohner und weniger internationale Bedeutung als zum Beispiel Trump.

Modi profitierte vor allem vom Abgang des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Als amtierendes Staatsoberhaupt hatte Obama die Rangliste mit 52 Millionen bis vor kurzem angeführt. Auch Trump hat noch Luft nach oben - das zeigt die rasante Zunahme seiner Anhängerschaft. Trump konnte bis zu seiner Amtseinführung Mitte Jänner die "Gefällt-mir"-Angaben allein im vergangenen Jahr vervierfachen.

Allerdings finden sich unter der Facebook-Anhängerschaft von Trumps institutionellem Profil kaum offizielle Regierungsseiten. Laut der Studie folgen dem "POTUS" (President of the United States) einzig der britische Außenminister Boris Johnson und das britische Außenministerium. Das stößt nicht auf Gegenliebe. Trump "gefällt" auch nur eine offizielle Regierungsseite auf Facebook, und zwar die des russischen Außenministers Sergej Lawrow.

Die aktivsten Facebook-Politiker kommen aus Äthiopien und Botswana

"Aktiv" auf Facebook sind hingegen andere: Mit einem Durchschnitt von 29 Posts pro Tag und insgesamt mehr als 10.000 Posts im vergangenem Jahr führt die Regierung auf Äthiopien die Kategorie an. Dicht gefolgt von der botsuanischen Regierung mit einem Durchschnitt von 28 Posts pro Tag und der Regierung von Honduras mit 23 Posts pro Tag.

Die Studie Burson-Marsteller untersuchte die Aktivität der 590 Facebook-Accounts von Staats- und Regierungschefs sowie Außenministern im vergangenen Jahr. Demnach haben 87 Staatsoberhäupter, 70 Regierungschefs und 55 Außenminister einen persönlichen Account im weltweit größten sozialen Netzwerk.

(APA/DPA/Red. )

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