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Wikipedia sammelt Spenden - Benutzer äußern Unmut

13.11.2009 | 12:23 |   (DiePresse.com)

Die Enzyklopädie will 5 Millionen Euro sammeln. Einige Spender kommentieren dabei den "Löschterror" in der deutschsprachigen Version. Wikimedia Deutschland hat einige dieser Kommentare wieder gelöscht.

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Um die Online-Enzyklopädie Wikipedia am Leben zu erhalten will die Wikimedia Foundation bis Jänner 2010 5 Millionen Euro an Spenden sammeln. Benutzer können über eine eigens eingerichtete Website einen Betrag ihrer Wahl an das Projekt überweisen. Allerdings nutzen einige Kritiker die Kommentarzeile auch dafür, ihrem Ärger über die Art und Weise, wie die Seite verwaltet wird, Luft zu machen. Besonders deutsche Benutzer beschweren sich über restriktive Administratoren.

"Zensur" und "Löschterror"

So schreibt zum Beispiel der Benutzer Florian Voigts: "Freiheit des Wissens statt Zensur! Gegen den Löschterror!", ein anonymer Spender schlägt in dieselbe Kerbe: "Schmeißt bitte die ganzen Deutschlehrer-Löschadmins raus!" Etwas moderater formuliert es Spender Stefan Schmidt. Er schreibt: "Ich plädiere für eine weniger restriktive Löschpolitik!" Der deutsche Ableger Wikimedia Deutschland e.V. hat begonnen, einzelne Spendenkommentare zu löschen. Laut einem Blogeintrag sollen damit gefälschte Bankdaten aussortiert werden, um Kosten für Rücküberweisungen zu vermeiden.

Streit um Relevanz der Artikel

Derzeit tobt in der deutschsprachigen Wikipedia-Gemeinde eine Relevanzdebatte. Es soll geklärt werden, welche Themen wichtig genug sind, um in die Enzyklopädie aufgenommen zu werden. Während einige Autoren möglichst viele Artikel in die Wikipedia aufnehmen wollen, stemmen sich andere dagegen und pochen darauf, nur inhaltlich wichtige Themen zu inkludieren.

(db)

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10 Kommentare

mit wikipedia

wird das selbe passieren wie mit allen blogs
es wird sterben

warum ? weil
1) kein geld da ist
2) die erfinder und freiberuflichen admins endlich andere jobs bekommen und keine zeit mehr dafür haben
3) eiferer und wichtigtuer die überhand gewinnen

1 und 2 war noch bei fast jeder freeware so - schaut mal auf sourcforge wiviele leichen dort liegen.

und bei den sozialen netzen wird es genauso sein.

es werden nur die übrig bleiben, die geld haben
- microsoft
- google

der rest ist kurz (3-5 jahre) da, und dann wieder weg


Gast: Kritiker
14.11.2009 21:53
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Wissen sie, was Zensur ist?

Im konrkreten ist Zensur das flächenmäßige Unterdrücken bestimmter Informationen, Meinungen und Gruppierungen. Wikipedia als Zensor zu bezeichnen verharmlost im Kontext den Iran oder die VR China.

Gast: Oesterreicher
14.11.2009 17:18
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unwichtige Artikel

Ich habe mich auch schon über die Löschfreudigkeit der deutschen Wikipedia. Schon klar, nicht alles ist wirklich super wichtig, aber es ist schon ein Form der Zensur.

Pro & Contra

Pro: man findet zumindest auf En.Wiki Informationen, die früher zu recherchieren nahezu unmöglich waren. In meinem Fall v.a. Filme aus meiner Jugendzeit, die heute schon längst vergessen sind (es gibt da sogar einen Artikel über "The First Nudie Musical").
Daher halte ich diese Relevanzdebatte etwas für "Deppate"

Contra: bei Artikeln über weltanschaulich polit. Gruppierungen (Sekten, radikale Linke etc.) ist es nahezu unmöglich auch nur den Hauch von Kritik anzubringen. Da nistet sich überall ein Cerberus aus betroffener Gruppierung ein und beißt alle, die kontroverse Ansichten vertreten hinaus. Es gibt auf Wiki keine Unvereinbarkeitsklausel.

Gast: Valorian
13.11.2009 17:13
1 2

Gut

Ich wage zu behaupten, dass die deutsche Wikipedia (noch) die zweitbeste nach der englischen ist, und das weltweit. Es gibt die zweitmeisten Artikel und die Qualität ist meistens auch sehr gut!

Allerdings finde ich diese Diskussion auch recht sinnlos. Ich verstehe nicht ganz, wieso man so restriktiv gegen tendenziell unwichtigere Artikel vorgeht. Die Wenigen, die diese Artikel schreiben bzw lesen halten sie eben für wichtig genug und alle anderen bemerken sie ja nicht einmal! Im Gegensatz zu einem echten (Buch-) Lexikon entstehen durch mehr Beiträge ja keinerlei Nachteile für den Durchschnittsbenutzer. Ein echtes Lexikon würde dicker und unübersichtlicher werden, bei Wikipedia ändert sich diesbezüglich eh nichts.

Lg

Gast: Kritiker
13.11.2009 16:21
1 1

Fefe ist ein eher mittelmäßiger Blogger,

Fefe ist ein eher mittelmäßiger Blogger, der sich darauf Beschränkt, Mitarbeiter von Wikipedia als Nazis zu bezeichnen.

Übrigens sind die einzigen, die sich über die Löschungen von Artikel mit Inhalten wie "Musik in Schottland ist schön" beschweren dem Chaos-Computer-Club nahestehende Blogger.

Antworten Gast: suit
15.11.2009 17:46
1 0

Re: Fefe ist ein eher mittelmäßiger Blogger,

Das ist Unsinn - fefe ist ein qualifizierter IT-Fachmann der manche Wikipedia-Mitarbeiter als Blockwarte bezeichnet. Im Sinne von Kontrollfreaks: http://blog.fefe.de/?ts=b400c54c

Gast: STFU
13.11.2009 15:08
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In diesem Blog

verfolgt der Autor die Sache sehr gut.

http://blog.fefe.de/

Die deutsche Wikipedia...

...kann man schlicht und einfach vergessen, die Qualität der englischen ist um ein vielfaches höher.

Antworten Gast: Blitzky
13.11.2009 17:42
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Re: Die deutsche Wikipedia...

Natürlich ist die englische Wikipedia die größte. Aber dass man die deutsche deshalb "einfach vergessen könnte", halte ich für eine ziemlich lächerliche Aussage. Zeigen Sie mir eine deutschsprachiges Alternativlexikon, das "besser" als die Wikipedia ist. Bitte gleich mit Begründung, warum es besser ist.