Facebook ist bei jungen Nutzern unten durch

Facebook ist tot, lang lebe Facebook. Die jungen Nutzer zwischen 12 und 17 Jahren kehren Facebook den Rücken zu und wandern zu Instagram ab. Ein Unternehmen, das Facebook bereits vor 5 Jahren gekauft hat.

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APA/AFP/JOHANNES EISELE

Als Facebook 2004 gegründet wurde, war es eine Plattform für Jugendliche. Ein digitales Jahrbuch, das sich über die Ivy-League-Universitäten verbreitete, um nur kurz darauf weltweit durchzustarten. Mittlerweile zählt Facebook mehr als zwei Milliarden aktive Nutzer. Doch ein altbekanntes Problem trifft das Unternehmen. Die jungen User brechen weg und weichen auf Instagram und Snapchat aus, sagt eine Studie von eMarket.

Um 3,4 Prozent sollen die Nutzerzahlen bei den 12- bis 17-Jährigen einbrechen, wobei eMarket keine Ausgangszahlen liefert. Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen soll hingegen ein Wachstum verzeichnen, aber deutlich geringer als erwartet.

Derartige Einbrüche gab es erstmals 2014. Für Facebook ist das auch kein unbekanntes Szenario. Und dieses Mal scheint das Unternehmen vorbereitet zu sein. Die jungen User verliert Facebook nämlich nur indirekt. Zwar sind sie nicht mehr auf der eigentlichen Plattform zuhause, sondern auf Instagram und das ist seit 2012 im Besitz von Facebook.

Snapchat profitiert ebenfalls

Vom Abwandern der Jugendlichen profitiert aber auch Snapchat. Bis zu 19,2 Prozent soll die Plattform 2017 bei den 18- bis 24-Jährigen wachsen. Instagram legt laut eMarket vor allem bei den 18- bis 24-Jährigen zu. Ein Plus von bis zu 8,8 Prozent sei zu erwarten.

Facebook kämpft nicht zum ersten Mal mit einem Rückgang bei den jungen Nutzern und konnte den bisher gut abfangen. Nichtsdestotrotz hat sich Facebook allmählich darauf vorzubereiten, die jetzige und die nachkommende Generation zu verlieren. Eine nicht unbeachtete Zielgruppe für Werbeunternehmen. Und an denen verdient Facebook.

(bagre)

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