China zieht die digitalen Daumenschrauben weiter an

Im Internet anonym surfen und Kommentare posten, ist in China bald nicht mehr möglich. Internetdienste müssen die Nutzer vorher durch eine Identifizierung schicken, bevor das Posting veröffentlicht wird. Das hat die Staatsführung beschlossen.

Schließen
APA/AFP/JOHANNES EISELE

In China herrschen bereits strenge Bestimmungen im Zugang zu Internetseiten. Nicht alle Webseiten sind verfügbar und teilweise nur mit Aufwand. Besonders westliche Medien sind in China nicht gerne gesehen, weswegen auch die Zugänge zum Teil gesperrt sind.

Damit nun auch systemkritische Meldungen und Meinungen gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen, wird das Internet nun noch besser kontrolliert. Internetdienste müssen ab Oktober Daten und Informationen zu allen Nutzern bereithalten, die Kommentare oder Beiträge veröffentlichen. Bei Nichtbefolgung drohen empfindliche Strafen.

Bislang konnten Chinesen die bereits vorherrschenden Regeln zur Identifizierung bei SIM-Karten umgehen und sie zum Teil am Schwarzmarkt erstehen. Die damit einhergehende Registrierung konnte damit umgangen werden. Nun setzt China aber direkt beim Internetverkehr an und will dort die Daten abgreifen.

 

(bagre)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    China zieht die digitalen Daumenschrauben weiter an

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.