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Facebook: Weitergabe von Benutzerdaten unter Beschuss

28.04.2010 | 09:30 |   (DiePresse.com)

Die neuen Nutzungsbedingungen für Facebook schlagen Wellen. Vier US-Senatoren fordern eine Änderung. Benutzer sollen erst zustimmen müssen, bevor ihre Daten geteilt werden, nicht umgekehrt.

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Vier Mitglieder des US-Senats richten sich gegen Facebooks neue Richtlinien, die es erlauben würden, Benutzerdaten mit "ausgesuchten Websites Dritter" zu teilen. Der Vorschlag für diese Bestimmung bei Facebook wurde schon Ende März veröffentlicht. Nach Angaben der LA Times wollen die Senatoren eine komplette Änderung der Datenschutzfunktionen. "Social Networks sind zum Wilden Westen des Internet geworden", wetterte der demokratische Senator Charles E. Schumer. Anstatt erst im Nachhinein Funktionen zu deaktivieren (Opt out) sollen Benutzer im Vorhinein zustimmen müssen (Opt in), bevor diese Funktionen aktiviert werden. Kritik an Facebooks vorgehen kommt auch von Deutschlands Verbraucherschutzministerin.

Mehr Datenschutz für 400 Millionen Benutzer

In einem Brief an Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg fordern die vier Senatoren das Portal auf, seinen Benutzern mehr Kontrolle über die Datenschutzfunktionen zu geben. Außerdem sollten sie voll darüber aufgeklärt werden, zu welchem Zweck ihre Daten verwendet werden. Eine Facebook-Sprecherin erklärte als Reaktion auf den Brief, das Unternehmen nehme Datenschutzbedenken sehr ernst und würde deshalb auch Daten nur sehr begrenzt an andere Websites weitergeben. Man wolle das Vertrauen der mehr als 400 Millionen Benutzer nicht verspielen.

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Kritiker: Facebook hofft auf weniger Kontrolle

Bisher teilt Facebook in einem Pilotprojekt Daten mit drei anderen Portalen: Der Testbericht-Seite Yelp, Microsofts Docs.com und dem Webradio Pandora, welches aufgrund fehlender Lizenzen nicht mehr in Österreich verfügbar ist. Ziel sei es, besser personalisierte Nutzungserlebnisse zu ermöglichen. Kritiker sagen, dass Facebook "auf eine Zukunft zusteuert, in der sie hoffen, dass Menschen weniger Kontrolle über ihre Privatsphäre haben wollen". Vielen Benutzern ist auch nicht bewusst, wieviele Daten sie wirklich mit der gesamten Web-Öffentlichkeit teilen. Ein genauer Blick in die Datenschutz-Einstellungen empfiehlt sich.

(db)

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