Das Online-Sozialnetzwerk Facebook bekommt Konkurrenz von der Initiative „Diaspora": Vier New Yorker Studenten haben - ebenfalls im Web, über die Crowd-Funding-Site Kickstarter - Geld gesammelt, um Usern mit Diaspora eine Alternative zu Facebook zu bieten. Über 5000 Personen haben bis Dienstagnachmittag ihre Unterstützung erklärt.
"Wir sind überwältigt von dem Enthusiasmus, der Diaspora entgegengebracht wird und wollten ein paar Tage warten, bis sich der Wahnsinn gelegt hat", meldete sich das Gründer-Quartett, 19 bis 22 Jahre alt, am Montag auf seiner Homepage zu Wort. Auch Programmierer, Designer und Rechtsanwälte, die mithelfen wollen, die Plattform zu entwickeln, hätten sich zuhauf gemeldet. Laut "Süddeutscher Zeitung" soll der Diaspora-Dienst im Sommer entwickelt werden und ab Herbst zugänglich sein.
Die "vier talentierten, jungen Nerds", wie sich das Diaspora-Team in einem Interview mit der "New York Times" selbst beschreibt, gingen Ende April online, um 10.000 Dollar zu sammeln. So das Ziel - vorerst. Denn mehr als das Doppelte kam zusammen. Dezentralisierung der Information und eine Infrastruktur, die von den Usern selbst weiterentwickelt werden kann, sind die wichtigsten Anliegen von Diaspora.
Das Netzwerk-Modell soll den Usern die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben, die sie zwar mit Internet-Freunden, nicht aber mit ihrem Netzwerkbetreiber teilen möchten. Platzhirsch Facebook wird für seinen undurchschaubaren Umgang mit persönlichen Daten (z. B. bezüglich deren Verkauf zu Marketingzwecken) immer wieder kritisiert. Dort gibt es bereits eine Gruppe, die zum Wechsel aufruft.
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