Das amerikanische Unternehmen comScore veröffentlichte eine globale Studie über Internet-Nutzungsgewohnheiten. Im Zentrum standen Social Networks und wie diese von Männern und insbesondere Frauen genutzt werden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen Soziale Netzwerke deutlich mehr nutzen als Männer.
In Zahlen heißt das:
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75,8 Prozent aller Frauen, die im Mai 2010 im Internet waren, besuchten ein Soziales Netzwerk. Bei Männern liegt dieser Wert bei 69,7 Prozent. Somit erreichen soziale Netzwerke insgesamt 72,5 Prozent der Internetbenutzer.
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56,6 Prozent der Zeit, die Menschen insgesamt in Sozialen Netzwerken verbringen, wird von Frauen verbracht, daher 43,4 Prozent von Männern.
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Durchschnittlich verbrachten weibliche Besucher fünf Stunden und 30 Minuten im Monat auf Facebook, Twitter & Co.. Männliche Besucher dieser Seiten hingegen opferten ihnen nur 3 Stunden und 54 Minuten ihrer Zeit.
Die Studie beschäftigte sich auch mit der Reichweite der Netzwerke in den verschiedenen Regionen der Erde. Die größte Reichweite haben soziale Netzwerke in Lateinamerika, dort erreichen sie nämlich 94,1 Prozent der weiblichen und 91,9 Prozent der männlichen User, also 93 Prozent der Gesamtnutzer. Es folgen Nordamerika mit 91 Prozent der Frauen und 87,5 Prozent der Männer, also 89,8 Prozent gesamt, Europa mit 85,6 Prozent der Frauen, 80,6 Prozent der Männer, ( gesamt 83,1 Prozent) und der asiatisch-pazifische Raum mit 54,9 Prozent der Frauen und 50,7 Prozent der Männer, also 52, 8 Prozent gesamt.
Frauendomänen Gesundheit & Shopping
Des weiteren kam die Studie zu dem Schluss, dass der Großteil der Internetbenutzer zwar Männer sind, jedoch Frauen im Schnitt acht Prozent mehr Zeit im Internet verbringen, nämlich 25 Stunden pro Monat gesamt.Wobei Frauen deutlich mehr Zeit für Shopping und Gesundheitsthemen investieren, während sich Männer mehr Videos online ansehen.
Frauen sind kommunikativer
Die naheliegendste Erklärung liefert der Social-Media-Consulter Günter Jaritz:"Es reicht dafür schon die Beobachtung der Freunde und Bekannten, die gerade auf sozialen Netzwerken online sind. Der Großteil davon ist in der Regel weiblich." Frauen sind für ihn das kommunikativere und sprachgewandtere Geschlecht, was sich auch im Online-Verhalten niederschlägt.
Männer und Frauen befüllen ihre Netzwerke auch unterschiedlich. Zum Beispiel bei Twitter: Männer posten lieber eigene Kurznachrichten, sogenannte „Tweets“, suchen nach Neuigkeiten und Produktbewertungen oder folgen ihrer Lieblingsmannschaft im Sport. Frauen hingegen unterhalten sich lieber, suchen nach Sonderangeboten und folgen Prominenten.
(Red.)
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