Facebook Gadgets: 'Dislike'-Stempel und andere Spielereien

FarmVille ist wohl eins der polarisierendsten Dinge auf Facebook. Milliarden spielen die Bauernhof-Simulation und mindestens ebensoviele regen sich über die Flut an FarmVille-Meldungen auf ihrer Startseite auf. Für zweitere Gruppe gibt es ein T-Shirt, das den Unmut auf den Punkt bringt: "No-one cares about your stupid farm" (keinen interessiert deine blöde Farm).

Für den Insider-Schmäh auf diesem Shirt braucht es hingegen schon eher FarmVille-Liebhaber. "Won't you take me home" spielt auf die Benachrichtigung an, die erscheint, wenn Spieler auf ihrer virtuellen Farm ein entlaufenes Tier finden: "xy found a lost cow on their farm. Oh no!".

In Zeiten von Facebook vergisst man nicht einmal die Geburtstage jener Menschen, die man eigentlich kaum kennt. Umgekehrt darf man sich am eigenen Jahrestag über Glückwünsche von flüchtigen Bekannten oder gar losen Geschäftskontakten freuen. Mit einer gewissen Portion Selbstironie könnte man für solche Fälle auch auf diese Geburtstagskarte zurück greifen, die unmissverständlich klar macht, dass dieser Glückwunsch Facebook zu verdanken ist.

Facebook-Gruppen, die einen Dislike-Button fordern haben Hunderttausende Anhänger und die Sehnsucht nach dem Pessimisten-Daumen haben sich sogar schon Cyber-Gauner zunutze gemacht, um Viren und andere Schädlinge zu verbreiten. Facebook will dem Wunsch nach wie vor nicht nachkommen. "Urban Outfitters" schon - allerdings nur für den Offline-Gebrauch.

Um nicht in den Ruf eines chronischen Miesepeters zu gelangen, bietet "Urban Outfitters" natürlich auch das optimistische Pendant zum Dislike-Stempel: Der analoge "Like"-Button für klassische Korrespondenz.

Frischgebackene Eltern können den Stolz auf ihren Spross auf Facebook in der Regel kaum verbergen. Meist wird das Profilbild sofort gegen ein aktuelles Fotos des Nachwuchses ausgetauscht und auch Statusmeldungen scheinen sich ausschließlich mit Baby-Befindlichkeiten zu befassen - in einigen Fällen ist sogar ein gelegentliches Verfallen in Babysprache zu beobachten. Ein Strampler mit der Statusmeldung "I just wet myself" (Ich habe mich gerade angemacht), ist da wohl eine logische Konsequenz.

Ein Häferl für wahre Fans oder ratlose Geschenke-Suchende. Unverfänglich auch die aufgedruckte Statusmeldung "Ich brauche mehr Kaffee" - Tee- und Kakao-Trinker müssen ihre Liebe zu dem Social Network eben anders zum Ausdruck bringen.

Es soll sich ja schon so manche Beziehung über Facebook angebahnt haben - mit diesem T-Shirt lässt die Zuneigung zu Facebook-Bekanntschaften auch offline zur Schau stellen.

"Bist du auf Facebook?" ist in der Disco längst zum neuen "gib mir mal deine Telefonnummer" geworden. Da könnte man doch auch gleich die gute alte Visitenkarte anpassen, dachten sich findige Grafiker.

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