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Illegale Downloads: Filmindustrie verklagt Provider UPC

02.11.2010 | 16:57 |   (DiePresse.com)

Der "Verein Anti Piraterie" fordert die Sperre von Websites, über die Filme ohne Lizenz und Gegenleistung heruntergeladen werden können. Eine entsprechende Aufforderung hatten heimische Provider bereits abgelehnt.

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Es sei ein Akt der "Notwehr". Zumindest behauptet das der "Verein Anit Piraterie" (VAP), der soeben eine Unterlassungsklage gegen UPC Telekabel Wien, einen der größten Breitband-Internetanbieter Österreichs eingelegt hat. Konkret geht es um das von Russland aus betriebene Portal kino.to, das Filme zum Download oder Streaming anbietet. UPC soll den Zugang zu dieser Website für österreichische Benutzer sperren. 40.000 Mal wurde Michael Hanekes "Das weiße Band" auf kino.to bereits angesehen, bei Hollywoodfilmen bewegen sich die Zahlen in Millionenhöhe.

"Das, was hier passiert, ist offensichtlich illegal", meint VAP-Rechtsanwalt Andreas Manak. "Da die Seitenbetreiber nicht festgestellt werden können, nehmen wir die Internet Service Provider in die Pflicht." Gemeinsam mit den Produktionsfirmen Wega Film, Constantin Film und Satel Film reicht der VAP daher die Klage ein.

Prozess ist "natürlicher Schritt"

Mitte Oktober sorgten außergerichtliche Aufforderungsschreiben an zahlreiche heimische Internet Service Provider für Aufsehen. Die ISPA, die Dachorganisation der heimischen Internetwirtschaft, warf der Urheberrechtsindustrie Wegelagerer-Praktiken vor. Alle angeschriebenen Provider lehnten eine Zusammenarbeit ab. "Für uns ist es ein natürlicher Schritt, das nun prozessual zu klären", so Müller. "Es geht uns mit der Domain-Blockierung nicht um Zensur, sondern um regulatorische Maßnahmen. Bei kino.to handelt es sich um hundertprozentige illegale Verbreitung, das muss unterbunden werden." Illegal ist aber nur die Verbreitung. Wer sich Filme von derartigen Portalen herunterlädt, wird nicht zur Verantwortung gezogen. Lediglich der Upload wird in Österreich bestraft.

Provider: Filterung nicht rechtmäßig

"Der Prozess wird zu einer Grundsatzentscheidung für die gesamte Branche führen", sagt Andreas Wildberger, Generalsekretär der ISPA, Österreichs Provider-Verband, im Gespräch mit DiePresse.com. Er erwartet, dass das Verfahren bis vor den Obersten Gerichtshof gehen wird. Gleichzeitig fehlt seiner Meinung nach aber die rechtliche Grundlage für eine Websperre egal welcher Inhalte. Die Provider seien "weder ermächtigt, noch gesetzlich verpflichtet", die über ihre Leitungen transportierten Daten zu kontrollieren und zu filtern. Sollten die Gerichte das anders sehen, wäre das das erste Mal überhaupt in Österreich, dass eine Website durch einen Provider gefiltert werden müsste.

UPC selbst reagierte nur mit einer knappen Stellungnahme. Man habe noch keine Klage erhalten, würde aber illegale Aktivitäten nicht unterstützen. Weiters schrieb das Unternehmen: "UPC ermöglicht seinen Kunden den Zugang zum Internet, hat allerdings keine Verpflichtung und kein Recht auf Selektion oder Prüfung der darin angebotenen Inhalte."

Was darf und muss ein Vermittler?

Laut VAP-Anwalt Manak würde aber sehr wohl ein Rechtsanspruch auf Unterlassung der Weiterleitung der Daten bestehen. Neben dem "unmittelbaren Täter", also den Website-Betreibern, sei auch der Vermittler, also der Provider, dafür verantwortlich, dass illegal Filme angeboten werden. Wildberger stößt sich naturgemäß an dieser "Interpretation des Begriffs des Vermittlers". Manak würde sich auf ein EuGH-Urteil (C-557/07) zum Verfahren LSG gegen Tele2 aus dem Jahr 2009 beziehen. Damals sei es aber um die Herausgabe von Benutzerdaten auf Basis von IP-Adressen seitens eines Providers gegangen. Die Analogie für den aktuellen Fall sei in Frage zu stellen, sagt der ISPA-Chef.

Independent-Filme betroffen

Zu den Mitgliedern des 2003 gegründeten VAP zählen neben zahlreichen Produktionsfirmen auch Fernsehanstalten, Verlage und Filmverleihe. Winfred Kunze, Geschäftsführer des DVD- und Videovertrieb-Unternehmens Wintrade, sitzt im Vorstand des VAP und sieht viele Teile der Verwertungskette eines Films von dem illegalen Angebot von Filmen im Internet gefährdet. "Da hängt nicht nur viel Geld, sondern auch die Sicherung von Arbeitsplätzen dran." Vor allem Independent-Produktionen seien von Piraterie betroffen. "Von Filmen wie der Doku 'Plastic Planet' verkaufen wir in Österreich nicht einmal 10.000 Stück, wenn da allein 10 bis 20 Prozent durch die illegale Internetpräsenz wegfallen, ist das ein beträchtlicher Verlust", so Kunze.

"Arbeitsplatzkeule" statt Strukturreform

Wildberger ärgert sich, dass die Industrie "wieder einmal die Arbeitsplatzkeule schwingt". Besonders erbost es ihn, dass man über die Situation in der eigenen Branche klagt, aber dann "panikartig" auf andere Wirtschaftszweige losgehe. Seiner Ansicht nach hat die Filmbranche die Entwicklung verschlafen und hätte vor 15 Jahren bereits die Weichen für eine Strukturänderung stellen müssen. "Es gibt zu wenig Bereitschaft für Veränderung", ärgert sich Wildberger. Anstatt etwas zu ändern, würden Rechteverwerter lieber ihre Zeit damit verbringen, sich zu beschweren, wie schlecht es ihnen geht. "Da werden Download-Kurven gezeigt, die ständig nach oben gehen, dabei gehen sie schon wieder nach unten", sagt Wildberger.

Verluste angeblich in Milliardenhöhe

VAP-Mann Kunze verwies dementsprechend auf eine vom Beratungsunternehmen TERA durchgeführte EU-Studie zu den wirtschaftlichen Folgen von Raubkopien in der europäischen Kreativwirtschaft. Österreich selbst werde in der Studie zwar nicht spezifisch beleuchtet, "man kann aber von zehn Prozent vom deutschen Markt ausgehen", so Kunze. Demnach seien in Deutschland im Filmsegment im Laufe der nächsten fünf Jahre mindestens 40.000 Arbeitskräfte gefährdet, "in Österreich sind also bis zu 4000 Arbeitsplätze betroffen". Für alle 27 EU-Staaten errechnete die Studie, dass die Verluste bis 2015 ohne konkrete Gegenmaßnahmen 56 Milliarden Euro und rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze ausmachen werden.

Urheberrecht zu zerfasert und veraltet

Wildberger wiederum fordert ein "internetfittes" Urheberrecht. Er verstehe nicht, warum es eine dermaßen starke Lobby hier nicht aktiver wird. Als positives Beispiel nennt er den US-Markt. Dort können Nutzer TV-Serien und Filme legal im Internet beziehen. Mit Netflix gibt es ein erfolgreiches Portal für Filme und Serien. In Europa sei das durch die "terretoriale Zerfransung" des Urheberrechts derzeit nur schwer möglich. Die Lizenzen müssen immerhin für alle 27 Länder der EU einzeln ausverhandelt werden - ein großes Hindernis für alle Anbieter. In Österreich bietet etwa nur Microsoft mit seinem Zune Marktplatz eine Provider-unabhängige Video-on-Demand-Plattform an. Solche Ansätze sieht Wildberger als "begrüßenswert" an. Die geklagte UPC selbst bietet aber auch legal Filme an, ebenso der Mobilfunker 3. Beide Unternehmen ermöglichen das aber nur ihren jeweiligen Kunden.

Wirtschaftskammer versteht Klage nicht

Mit Unverständnis reagierte auch Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er kritisiert jedoch nicht den Klagbestand an sich, sondern den Zeitpunkt. "Die Contentindustrie weiß ganz genau, dass derzeit ein Vorabentscheidungsverfahren beim EuGH anhängig ist, in dem die Frage der Zulässigkeit und Verhältnismäßigkeit von Filtermaßnahmen auf dem Prüfstand steht", so Pollirer in einer Presseaussendung der WKÖ. Warum der VAP "gerade jetzt" prozessieren wolle, "leuchtet absolut nicht ein."

(APA/db)

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47 Kommentare
 
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starfury
10.11.2010 09:19
0 0

Liebe VAP,

dieser Artikel hat mich erstmals dazu gebracht, besagter Seite einen Besuch abzustatten und mir dort einen Film anzuschauen.
Vielen Dank für den eindringlichen Hinweis.
mfg,
*

Gast: El Duderino
04.11.2010 18:57
0 0

Zensur

Will die Filmindustrie wirklich das Internet Zensieren
Mein Gott, die sind ja ärger als die Chinesen...

Nun ja da lob ich mir Russland und China, die auf die Kerle furtzen......


Gast: LM
04.11.2010 11:59
0 0

Super Werbung

Durchkommen werdens damit nicht, und für Kino.to ist das eine super Werbung.

Gast: 4711
03.11.2010 22:31
2 0

Juristische Frage:

Da bei jedem Speichermedium bzw. Gerät, das zur Vervielfältigung von Daten geeignet ist, Zwangs-GEMA-Gebühren eingehoben werden (auch von jenen, die nie eine CD, DVD kopieren), hat man sich doch mit dieser Gebühr von weiteren Zahlungen gewissermaßen entpflichtet bzw. bei „Raubkopien“ von einer Verletzung des Urheberrechtes freigekauft. Wenn dem nicht so ist, dann frage ich mich, wo bleibt die Gegenleistung der GEMA-Gebühren. Oder hat es sich da wieder einmal eine gewisse Lobby gerichtet, ohne erbrachter Leistung fett abzuräumen.

Gast: e
03.11.2010 12:57
0 0

Erklärung notwendig

Wenn laut Anwalt soviele Verluste gemacht werden, Kosten entstehen und all das unrentabel ist, warum machen die Leute dann Filme? Und wer finanziert die Anwälte????

Gast: jowmos
03.11.2010 11:36
0 0

Das Recht des Publikums

..zu oft gelacht beim Dreh..weiterkassiert,zu oft Schmäh geführt..abkassiert,zu oft abgefeiert nach dem täglichen workout..abkassiert usw. statt leistungsgerecht bezahlt zu werden,in derselben zeit 4 Filme zu machen,inklusive verschiedenen Fortführungen der Geschichten

-um nicht dem Pubilkum einen Geschichtsverlauf aufzutischen und nachher zu meinen wie künstlerisch hochwertig und genial doch genau diese Struktur sei...all das sind gute Gründe sich dem Diebstahl geistiger Freiheit oder auch noch für des "Schmarotzertums Rotz" zahlen zu sollen zu entziehen.

Ein stiller Protest,da jegliches Argument unwirksam bleibt,-sonst würden wir ja bemerken,dass alles bisher ein fester Schmäh auf unsere Kosten war..

Es ist an der Zeit,die Rechnungen offenzulegen,die Einnahmen und Ausgaben,die Löhne und Einkünfte um zu einem Ergebnis zu kommen und ein vernünftiges Geld dafür fordern zu können.

Ausserdem ist es schon eigenartig,wenn Österreich in vieler Hinsicht keine Vorreiterrolle spielen möchte,hier jedoch trotz dem mächtigen jedoch äusserst stillen Hollywood,Disneyland,Warner und Universal oder der US Politik für den Verdienst weniger,immerhin ist Österreich eine Sozialdemokratie-grosse Worte klopft.

Die bisherige Überzeugung war doch meist,sich an die UN(O) Regeln zu halten..

Gast: jowmos
03.11.2010 11:14
0 0

Maximallohn,Minimalleistung,Minimal-und Maximaleffekt

Es wird vermutlich jedoch nicht gelingen das Filtervorhaben effektiv umzusetzen,da in kurzer Zeit Anleitungen aufscheinen würden,welche aufzeigen,wie diese umgangen werden-ob mittls 3.server,welche zudem auch noch die daten verschlüsseln..oder,weil kino.to(eine "Link"sammlung) nicht das einzige jener Art ist,und solche Seiten sich stündlich vervielfachen können uvm.

Möglich jedoch ein gewisses Mass an Reduktion zu erbringen um den 40000 oder 4000 Schwerenötern der Filmindustrie nicht auch ihr letztes Brötchen zu nehmen..waren schon karg die vergangenen paar jahre ha?Kurz vorm "shutdown" oder einer "Krise" müssen eben Schritte ergriffen werden.Recht so.Sie haben es sich verdient.Jahrelange gute Arbeit in der Filmbranche,ganz ohne nutzzuniessen,ganz ohne mehr zu verdienen als andere mit ihrem Kollektivvertrag und 8 Stunden jeden Tag.Es ist Zeit,die Verluste wieder gutzumachen.

Hätten Sie weniger verlangt für ihre Filme,weniger Lohn kassiert,keine pompösen Luxusparties gefeiert,usw. dann hätten vermutlich sehr viele statt einem Download,den Gang ins Kino gemacht..wieso auch langwierig downloaden,wenn man für 3 euro einen Film im Kino ansehen kann?

Die Strafe kommt,als ob vom lieben Gott-all die jahre das niederere Volk mit niedrigen Schmähs und Society Leben,mit Filmen und Serien"statt tollen,aufwendigen,komplexen und hochwertigen Geschichten auf Filmmaterial gebannt,gelangweilt,ihnen Normen vorgegaukelt-ihnen Werte vorgespielt,welche sie nie erlangen können oder sollen..

Gast: ritchie
03.11.2010 10:31
1 0

Ansetzen

Ich persönlich lade mir keine Filme oder sonstiges illegal runter und hab das auch nicht unbedingt nötig.
Nur meiner Meinung ist es total Falsch UPC zu verklagen. Die Filmfirmen setzen auch falsch an. Das Problem ist nicht der Provider und liegt auch nicht dort. Sondern bei den Mitarbeitern der Studios egal ob Musik,Film oder Games die darin verwickelt sind um an mehr Geld zu kommen. Noch dazu müßte man jeden und zwar wirklich jeden Internetanbieter verklagen.
Genauso könnte man auch die Post verklagen samt Briefträger weil die unwissentlich CD; DVD und Blue Ray - Raubkopien in einem Paket oder Kuvert am Schalter entgegen nehmen bzw. Ausliefern.

Selbst wenn UPC, kino.to sperrt, was bringt das ? Dann tritt halt ein anderer Raubkopienverbreiter an dessen Stelle.

4 0

Mein Mitleid

für die Filmfirmen hält sich - auch bei angeblichen Verlusten in Milliardenhöhe - in Grenzen. Solange man Schauspielergagen in astronomischen Höhen bezahlen kann, kann so schlimm es nicht sein!

Gast: gast
03.11.2010 06:54
7 1

viel zu mühsam....

ich geh kaum noch ins Kino, hab daheim einige gekaufte (!) DVDs die ich noch nie angesehen habe und irgendwas runterladen was ich mir dann eh auch nicht anschau? ah geh...

Je älter ich werde, umso mehr ist mir meine Zeit zu schade für letztlich immer gleiche G´schichtln weil Hollywood nix mehr einfällt und ich den US-Einheitsbrei eh schon nicht mehr sehen kann...


JosefGott
02.11.2010 22:06
7 0

Wegelagerer!

Und lassen sie auch Autobahnen sperren, weil illegale DVD-Kopien über diese transportiert werden? Nehmen sie Asfinag in die Pflicht? Lassen sie die Briefe und Pakete von der Post abfangen?

Gast: dr.no
02.11.2010 20:02
3 0

nur nebenbei

erwaehnt: eben ging MGM, das grosse Hollywood
Studio in Konkurs , Chapter 11, (vergleichbar einem
Ausgleichverfahren), weil hoch ueberschuldet.
Mit anderen Worten: die haben die laengste Zeit
Filme produziert, die zuwenige ueberhaupt sehen
wollten, etwa die vielen action Filme.
Entgegne den Behauptungen ist das Krach und Bumm
Programm gar nicht lukrativ.
Und aus diesem Grund werden wohl auch Suendenboecke
gesucht.
Der Witz an diesem Konkurs besteht vielleicht darin
dass er praktisch gar nicht wahrgenommen wird,
voellig egal ist. Niemand macht Selbstmord deswegen.
http://www.reuters.com/article/idUSN2018307120100121

0 0

Re: nur nebenbei

Vor einigen Jahren haben Finanzinvestoren MGM gekauft und sich den Kaufpreis aus dem Unternehmen wieder herausgeholt, das deswegen hohe Schulden aufgebürdet bekam. Mit dem wenig kreativen Geschäftsmodell der Firma hat die aktuelle Situation daher nur bedingt etwas zu tun.

Scion
02.11.2010 19:17
2 0

Sollen sie es doch sperren

gibt Hunderte andere Seiten die sowas anbieten was für nen Sinn soll ne Sperre haben?

Antworten Gast: Streamingfan
03.11.2010 10:31
0 0

Re: Sollen sie es doch sperren

Ja, vor allem, weil die Filme sowieso nicht direkt auf kino.to gehostet sind. So blöd sind die nicht.
Man findet dort lediglich eine Linksammlung, die auf kostenlose Filehoster verweist.
Und wenn die Domain gesperrt wird, dann sammelt halt irgendjemand anders die Links und stellt sie unter einer Gratisdomain zur Verfügung.

Was solls...

Ich schau mir an, dass von jetzt an alle Provider zusätzliches Personal einstellen müssen, die das gesamte www nach solchen Linksammlungen durchforsten. Kann mir nicht vorstellen, dass das für ein Unternehmen zumutbar ist.

Antworten Antworten Scion
03.11.2010 13:04
0 0

Re: Re: Sollen sie es doch sperren

absolut richtig. Ich denke nicht, dass dann die User bereit sind 10€ aufwärts mehr für ihren Internet Dienst zu zahlen damit zusätzliche Mitarbeiter bezahlt werden können die das www nach solchen Sachen durchforsten und sperren ;)

5 0

Aufwachen!

So weit hat sich die Konzernmacht bereits über die Staatsmacht erhoben, dass auf Betreiben von Lobbyisten Zensur ähnlich wie in China geübt werden soll!


Gast: gast
02.11.2010 18:20
4 0

die contentidustrie würde am liebsten einen wächterrat á la iran

der die internetnutzer von den sünden des file-sharings befreit

Trog
02.11.2010 17:45
2 1

Als nächsten Schritt

richten wir ein Ministerium für Anstand und Ordnung ein. Die Provider haben dann nur die ORF-Teletext-Seiten und ein paar Seiten mit lieben Tieren und schönen Blumen im Programm. Das schützt uns vor der täglichen Informationsflut, unsere Augen werden wieder besser und wir haben weniger Kopfschmerzen.
Als Gegenleistung für diese Wohltat wird uns vom Pröll Pepi pro Mausklick 1 Cent abgebucht.

Gast: moloko
02.11.2010 17:44
6 0

und was passiert wenn...

... nach langjährigem Rechtsstreit UPC gezwungen wird kino.to zu sperren und diese alten togo füchse nen tag später den selben inhalt auf superkino.to online stellen? wie geht der spruch mit den windmühlen nochmal?

Antworten Gast: Gast
02.11.2010 18:47
7 0

Wenn das passieren würde,...

...würden wir endgültig wissen, dass Österreich kein Rechtsstaat ist.
"Da die Autodiebe aus dem Ausland agieren und daher nicht leicht festgenommen werden können, nehmen wir die Autobahnbetreiber in die Pflicht."

Angenommen ein österreichischer Provider würde tatsächlich dazu verpflichtet werden Netzinhalte zu zensurieren, dann würden weitere betroffene Seiten ruckzuck folgen.
Dann kommen noch ein paar regierungs- oder firmenkritische Seiten auf die Sperrliste, merkt ja niemand...

Ergo: Wehret den Anfängen!

Gast: jajajajajaja
02.11.2010 17:27
6 0

wer verklagt die post oder die asfinag

deren infrastruktur kann auch fuer illegales verwendet werden. wieso gerade ein isp?

nur weil die vap(ler) zu daemlich sind, den betreiber von kino.to zu finden, soll jemand anders dafeur buessen?

ausserdem wieso zahle ich eigentlich urheberrechtsabgabe auf festplatten, mp3 player, ...?

4 0

HDTV

Pfui, die quali auf kino.to ist ja nicht wirklich berauschend, ich wart bis der HD rip heraussen ist und lad den mir dann... :)

die VAP ein unnötiger verein, genauso wie die GIS.


Gast: Desinfoterminator
02.11.2010 17:04
2 0

Download ist immer legal - ausgenommen Kinderpornos!

Mal abgesehen davon, dass die Musik- und Filmmafia auf Festplatten eine saftige mutmasslich - so muss man es trotz offensichtlicher Rechtswidrigkeit schreiben - illegale Gebühr von 30 Euro und mehr einhebt, was eine krasse Benachteiligung von Providern gegenüber ihren weltweiten Konkurrenten in Österreich darstellt, da diese neben Servern auch Festplatten benötigen, fragt man sich als Konsument, dem diese mutmasslich illegalen Gebühren - das Wesen einer Gebühr ist, laut Gesetzgeber, dass es im Gegensatz zu einer Steuer (es handelt sich nicht um eine Festplattensteuer!) eine GEGENLEISTUNG für die Gebühr geben muss - abgeknöpft werden, wozu denn die Gebühr genommen wird, wenn dann erst wieder nicht urheberrechtlich in Österreich geschützes Material darauf abgelagert werden dürfte.

Der ORF muss z. B. für die Fernsehgebühr senden, ist er nicht zu empfangen, so urteilte der OGH muss auch keine Gebühr bezahlt werden. Der Empfang ausländischer Sender ist Österreichern (noch) erlaubt, wobei z. B. ebenfalls empfangbare arabische Sender keinerlei Urheberrechte abgelten, da arabische Länder gar keine Urheberrechte im österreichischen Sinn kennen. Kurzum, wären die Downloads illegal, wären die Festplattengebühren automatisch illegal, da die Film- und Musikmafia keine Gegenleistung anbietet.

Abgesehen davon sind Downloads immer legal (bis auf Kinderpornos), genau wie der Empfang von TV-Programmen aus Ländern wo es kein Urheberrecht gibt.

Antworten Gast: Jaja
03.11.2010 09:21
0 0

Re: Download ist immer legal - ausgenommen Kinderpornos!

Dass Sie sich da nur nicht irren. Auch wenn die GIS nicht fällig wird, wenn Sie den ORF nicht empfangen können, bei Besitz eines Fernsehers wird zumindest die Rundfunkgebühr von soweit ich mich erinner etwa 5 Euro fällig. Außerdem, wenn Sie andere Sender empfangen können, wird es schwer sein, den ORF NICHT zu empfangen, egal ob SAT-Receiver oder Kabel. Auch wenn Sie den SAT-Spiegel auf einen Sateliten gerichtet haben, der den ORF nicht ausstrahlt, halten Sie ein Gerät betriebsbereit und wupps schon ist die GIS fällig!
Und Downloads sind NICHT legal, sondern, wie Gast "nicht ganz" schrieb, nur straffrei! Ein kleiner, aber feiner Unterschied!
Aber ich bin Ihrer Meinung, wenn schon überall saftige Urheberrechtsabgaben drauf geschlagen werden, dann MUSS auch eine Gegenleistung stattfinden und darunter verstehe ich auch nicht, dass ich die DVD im Geschäft zu völlig überteuerten Preisen KAUFEN darf.....

Antworten Gast: nicht ganz
02.11.2010 23:19
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Re: Download ist immer legal - ausgenommen Kinderpornos!

Der Download ist nicht legal - nur straffrei. Die Rechte hat noch immer der Urheber, er kann in Österreich halt nur Löschung verlangen.
Für wen auch immer das einen Unterschied macht...

 
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