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PayPal gibt Wikileaks-Spenden frei und politische Intervention zu

09.12.2010 | 21:02 |   (DiePresse.com)

Eingegangene Spenden werden von PayPal jetzt doch an Wikileaks weitergeleitet. Die Hacker wollen ihre Racheattacken fortsetzen. Neben PayPal stehen auch Kreditkartenfirmen auf der Abschussliste.

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Der Online-Bezahldienst PayPal hat nach massiven Protesten der Wikileaks-Anhänger beschlossen, eingefrorene Spenden an die Enthüllungsplattform auszuzahlen. Künftig eingehende Zahlungen will das Unternehmen aber nicht mehr annehmen. Die Hacker wollen ihren "Datenkrieg" aber fortsetzen. Es werde wahrscheinlich weitere Angriffe als Vergeltung für das Vorgehen gegen Wikileaks geben, sagte ein Vertreter der Gruppe "Anonymous" im BBC-Hörfunk. "Immer mehr Leute helfen uns", sagte der Sprecher, der sich lediglich unter dem Pseudonym "Coldblood"  zu erkennen gab und nach eigenem Bekunden Software-Ingenieur ist.

In Zusammenhang mit den Hacker-Angriffen von Wikileaks-Unterstützern hat die niederländische Polizei in Den Haag einen 16-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Jugendliche stehe im Verdacht, sich an Angriffen auf mehrere Websites unter anderem von Mastercard und PayPal beteiligt zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Unterstützer der Enthüllungsplattform haben nun Amazon ins Visier genommen. "Anonymous" rief dazu auf, den Online-Händler Amazon.com massenhaft zu attackieren. Auch die Homepage der konservativen US-Politikerin Sarah Palin blieb nicht unverschont. Wer die Adresse im Browser aufrief, bekam nur eine Fehlermeldung zu sehen. Nach Angaben eines Technikers wurde der Angriff von Angehörigen der "Anonymous"-Bewegung ausgeführt.

PayPal gibt politischen Einfluss zu

PayPal-Manager John Muller erklärte im Firmenblog: "Die Entscheidung von PayPal ist zum Gegenstand einer größeren Geschichte geworden, bei der es rund um die Aktivitäten von Wikileaks auch um politische und juristische Debatten und um die Meinungsfreiheit geht." Das Spendenkonto sei allein wegen der Verletzung der Geschäftsbedingungen gesperrt worden. Grundlage sei ein Brief des US-Außenministeriums an Wikileaks, wonach das Internet-Projekt im Besitz von Dokumenten sein könnte, die unter Verletzung von US-Gesetzen beschafft worden seien. Die zu den wichtigsten Spendensammlern von Wikileaks zählende Wau-Holland-Stiftung will nach eigenen Angaben rechtlich gegen die unangekündigte Sperrung ihres Kontos bei PayPal vorgehen. Die Stiftung bezifferte die Höhe der zeitweise eingefrorenen Spenden auf rund 10.000 Euro.

Visa und Mastercard unter Dauerbeschuss

Auch die beiden Kreditkarten-Firmen Mastercard und Visa hatten angekündigt, keine Zahlungen an die Enthüllungsplattform mehr zuzulassen. Am Mittwoch wurde dann die Website von Mastercard angegriffen und in der Nacht auf Donnerstag legten Hacker die Visa-Homepage lahm. Das gleiche widerfuhr Anfang der Woche dem Internetportal von Postfinance, nachdem der Schweizer Finanzdienstleister ein Wikileaks-Spendenkonto gesperrt hatte -  wegen angeblich falscher Adressangaben. Das isländische Unternehmen DataCell, das für Wikileaks Serverplatz bereitstellt, hat mit Klagen gegen Visa und Mastercard gedroht. Die Firmen sollten sich nicht in Politik einmischen, sondern "einfach ihren Job machen", beschwert sich der IT-Dienstleister.

Schwedischer Zahlungsanbieter standhaft

Der in Schweden ansässige Online-Zahlungsdienst Flattr teilte am Donnerstag mit, dass er weiter Spenden an Wikileaks überweisen werde. Solange es kein Gericht gebe, das die Aktivitäten von Wikileaks für illegal erkläre, werde man die Spenden der Flattr-Nutzer weiterreichen, sagte Vorstandschef Linus Olsson der Zeitung "Sydsvenskan". Mit Flattr können Internet-Nutzer auch kleine Beträge an Web-Projekte spenden.

Assange: Kein Befehl für Hacker-Attacken

Wikileaks-Chef Assange, steht nach eigener Aussage nicht hinter den weltweiten Hacker-Angriffen auf Unternehmensserver. Sein Mandant habe keine Anweisungen zu Attacken gegeben, sagte der Londoner Anwalt des Australiers. Assange sitzt derzeit in London in Haft und kämpft gegen seine Auslieferung. Ihm werden in Schweden Sexualdelikte vorgeworfen. Wikileaks hatte Ende November begonnen, Hunderttausende teils geheime Dokumente des US-Außenministeriums zu veröffentlichen, in denen US-Diplomaten aus ihren Einsatzländern berichten und Einschätzungen abgeben.

(Ag./Red.)

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318 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6 7

Ich kann nicht wissen ob die Vorwürfe haltlos sind

was dazu, an anderer stelle zu lesen war:

2 frauen beschuldigen assange, gegen ihren willen mit ihnen ungeschützten sex gehabt zu haben.

seltsam daran ist, dass die eine bei einer party an einem der folgetage vom tollen liebhaber assange geschwärmt hat.

und dass die beiden frauen erst anzeige erstattet haben, als sie erfuhren, dass a. auch mit der jeweils anderen im bett gewesen war...

vergewaltigungen schauen irgendwie anders aus!

Antworten Antworten Antworten Gast: emantsaG
08.12.2010 23:43
1 0

Re: Ich kann nicht wissen ob die Vorwürfe haltlos sind

Super Übersicht auf ORF.at:
http://www.orf.at/stories/2029808/2029812/

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
08.12.2010 20:49
3 0

Re: Ich kann nicht wissen ob die Vorwürfe haltlos sind


daß ich mit dem galli einer meinung sein muß, wurmt mich.

Low Orbit Ion Canon

wird bereits für Mastercard aufgewärmt.
We are Annonymous!

Antworten Gast: Leakts mich doch am Assange
08.12.2010 00:27
1 4

Re: Low Orbit Ion Canon

Was Sie da schreiben qualifiziert als Aufforderung zu einer Straftat (§ 126a StGB).

Re: Re: Low Orbit Ion Canon

also wenns tatsächlich eine LOIC gäbe, dann wärs wenn schon der § 126b StGB, aber DAVOR ist Mastercard, Visa und PayPal zur Verantwortung zu ziehen.

DIeses Rechtssystem

Hat ohnehin fertig.

Re: Re: Low Orbit Ion Canon

Ähhm, um zu einer Straftat aufzufordern muss es möglich sein, diese Straftat auch zu begehen.

Man könnte einen Querschnittsgelähmten auffordern Schaufenster einzutreten -.-
Ist das Aufforderung zum Vandalsimus?

Antworten Antworten Gast: Gottselbst
08.12.2010 18:51
0 1

Re: Re: Low Orbit Ion Canon

Waßt wos du uns kannst?
Jo genau....

Re: Re: Low Orbit Ion Canon

Wollen sie auch Blofeld beim Staatsanwalt anzeigen?

Als Nächstes kommt

die Veröffentlichung aller österreichischen Einkommenssteuererklärungen und Bankkonten. Darauf (November 2011) die Veröffentlichung von 2,7 Mio Bewegungsdaten vornehmlich österreichischer Staatsbürger sowie (falls WikiLeaks zu allen Daten kommt, im Februar 2012) von Krankenakten und genetischen Profilen von Patienten von 2-3 großen Sozialversicherungsträgern in Österreich. (Wahrscheinlich NÖGKK, BVA und WGKK)

Weiter so WikiLeaks!!

Antworten Gast: gast
09.12.2010 09:35
1 0

Re: Als Nächstes kommt

sie verwechseln das mit der transparenzdatenbank!

Antworten Gast: Alter Schwede
08.12.2010 14:01
4 2

Re: Als Nächstes kommt

In Schweden ist es sogar gesetzlich garantiert, dass jeder Bürger Einsicht in die Steuererklärung aller nehmen kann. Also Dotore Zakel - net so weinerlich. Oder haben Sie etwas zu verbergen und zu vertuschen, gar ein schlechtes Gewissen oder, wie ein von der Sonne verbrannter Sonnengott aus Kärnten meinte, gar "Dreck am Stecken"?

Antworten Antworten Gast: schweizergast
09.12.2010 09:22
0 1

Re: Re: Als Nächstes kommt

Ich denke es geht nicht darum ob ich was zu verbergen habe. Aber mein Privatleben, mein Einkommen usw. geht niemanden etwas an. Und wenn ich etwas zu verbergen hätte, dann ginge Sie es auch nichts an. Ich steh nämlich wirklich irrsinnig auf Privatsphäre. Mit "die Gedanken sind frei" will ich mich nicht begnügen.
Übrigens: Schon mal das CV von Assange durchgesehen? Er soll euer neuer Leader sein. Ein kleiner Taugenichts der es auf Kosten anderer endlich ins Rampenlicht geschafft hat!

Antworten Antworten Antworten Gast: Fass
09.12.2010 13:10
0 0

Re: Re: Re: Als Nächstes kommt

Bitte schicken Sie uns ihren CV. Dann werden wir auch Sie beurteilen. Sind Sie anders?

Es gibt immer Beamte die Ihre Daten zu genau kennen, wie wollen sie sich davor schützen ? Zudem ist ein Vergleich vollkommen falsch, wenn jemand von Steuergeld lebt, und zwar so gut wie die Politiker etc und auch über soviel Macht verfügt, und diese Macht zum persönlichen Vorteil oder zur pers. Befriedigung benutzen kann, dann sollte man schon auch mehr über die wahren "Gedanken" dieses Schmarotzergesindels erfahren können und dürfen.


Antworten Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
09.12.2010 10:16
0 1

Re: Re: Re: Als Nächstes kommt

Nein, nach dem Ziel der vollkommenen sozialen Gerechtigkeit, das sich die Sozi Gutmenschen gesetzt haben, haben sie kein Recht auf Privatsphäre! Denn alle müssen gleich sein! Also keierlei persönlicher Vorteil von wegen Stand, Ausbildung, Intelligenz, Wissen und Kompetenz wird mehr geduldet: alles muss offengelegt werden! Und wer drüber raus ragt: Wegnehmen und neu Verteilen. Oder glauben sie der Druck zu einer Umverteilungsgesellschaft hat keinen ideologischen Hintergrund? Lesen sie mal, was Rudasch& GrünCo von sich geben. Neue Welt! Aufgebaut nicht nur auf Neidkomplex, sondern auf politischen Neidreflex! Damit geht Europa voll in den Untergang....

Re: Als Nächstes kommt

hätten die amis nicht nonstop-shyce gebaut, dann bräcuhten sie sich vor veröffentlichung nicht fürchten.

und hätten SIE in der steuererklärung die korrekten zahlen eingetragen, dann wäre auch ihre furcht unbegründet!

Antworten Gast: Youngster
08.12.2010 08:30
5 0

Re: Als Nächstes kommt

Na hoffentlich!
Wenns mein Konto veröffentlichen bekomme ich auch endlich Spenden!
:)

Re: Als Nächstes kommt

Ein Mattersburger im Fieberwahn.

Re: Als Nächstes kommt

Wikileaks verkauft Propaganda zwischen Offensichtlichem und keiner weiss wer dahinter steckt.

Antworten Gast: gast
07.12.2010 17:50
1 7

Re: Als Nächstes kommt

der albtraum eines rechten das trifft dich was

Antworten Antworten Gast: Youngster
08.12.2010 08:32
6 1

Re: Re: Als Nächstes kommt

Irrtum das die Linken fürchten Wikileaks nicht die Rechten - die Rechten kennen das Problem eines korrupten 68er Staates schon lange...

Antworten Gast: berni1
07.12.2010 17:45
1 8

Re: Als Nächstes kommt

wovor fürchtest du dich dass jemand dahinterkommt was du für einer bist

Antworten Gast: gast
07.12.2010 17:44
1 8

Re: Als Nächstes kommt

tja davor fürchtet sich der mann mit dem säbel das ist dein albtraum transparenz

Re: Re: Als Nächstes kommt

unnötige Transparenz.

Angriff der Amerikaner auf einen Reuters-Journalisten im Irak? Toll Wikileaks, richtig so.

Die Amis benutzen Spitznamen wie Teflonmerkel und glauben, der Faymann wär ein unfähiger Idiot?
Wen interessierts? Absolut unnötig.

Re: Als Nächstes kommt

Wikileaks veröffentlicht nur Dokumente an denen die Öffentlichkeit Interesse hat. Die interessieren sich nicht für ihren Keller. Also kein Grund derartige Sachen zu veröffentlichen.
Viva la Wikileaks!

Re: Re: Als Nächstes kommt

Also hat WikiLeaks doch eine politische Agenda? Für wen arbeite sie dann?

Antworten Antworten Antworten Gast: pferdekopf
07.12.2010 23:34
2 0

sinn von wickileaks

wenn man in wickipedia nachliest,stößt man auf folgendes;
wickileaks ist eine Internet-Plattform, auf der anonym Dokumente veröffentlicht werden können, bei denen ein öffentliches Interesse angenommen wird. Das Projekt will „denen zur Seite stehen, die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen.
kann das schlecht sein?

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
07.12.2010 18:14
1 1

Re: Re: Re: Als Nächstes kommt

vor nichts fürchten sich militärs mehr als vor transparenz und wenn er dann noch ein brauner ist dann umso mehr

Gast: xom
07.12.2010 15:38
5 2

ich habe ...

...vor einer Stunde direkt an Sunshine Press Productions gespendet! was hier vor sich geht ist schon mehr als starker tobak!!!

Gast: Aufstand!
07.12.2010 11:56
16 4

Aufstand!

Es wird Zeit der Politik und Wirtschaft den Krieg anzusagen. Völker der Erde steht auf und kämpft für eure Freiheit!

Gast: xTridence
07.12.2010 11:40
13 2

Wikileaks.ch

Ab sofort gehts dort weiter!

Antworten Gast: Zak McKracken and the Alien Mindbenders
07.12.2010 13:05
3 1


19 3

weiter so....

...stellt euch hinter das Demokratische Prinzip der Meinungsfreiheit ! Lasst es euch nicht nehmen!

Re: weiter so....

Meinungsfreiheit ist nicht das gleiche wie Geheimnisverrat. Oder würden Sie es auch als Meinungsfreiheit ansehen, wenn ich mir illegalen Zugang zu Informationen verschaffe und dann etwa veröffentliche wo Sie wohnen, in welche Steuerklasse Sie fahren, wann Sie sich einen neuen Fernseher gekauft haben und wann Sie auf Urlaub sind?

Klar, Entscheidungen des Staates sollen möglichst transparent ablaufen, weil sonst eine demokratische Kontrolle nicht möglich ist. Aber es gibt zweifellos Informationen, die aus unterschiedlichen Gründen geheim gehalten werden müssen.
Wenn also jemand veröffentlicht, dass ein Staat illegaler Weise etwas geheim gehalten hat, dann ist das eine Sache. Wenn jemand Informationen veröffentlicht, die gemäß Gesetz nicht nur geheim gehalten werden dürfen, sondern sogar müssen, dann ist das was völlig anderes. Wenn sich Einzelpersonen so etwas herausnehmen schützen sie das demokratische System nicht, sondern untergraben es.

Re: Re: weiter so....

doch .. es dieses portal hilft es den menschen aufzuwachen und ausnahmsweise mal in ner positiven art und weise in die meinungsbildung einzugreifen.. das ist für mich teil der meinungsfreiheit und hilft endlich mal den anstand bei vielen zu bilden dieses verkackte system in seinen grundfesten zu erschüttern !

Re: Re: weiter so....

Die Regierung darf alles über mich wissen, aber ich nichts über die Regierung?
AUFWACHEN!!!

Re: Re: Re: weiter so....

Wer sagt denn sowas? Die Regierung darf keineswegs alle über Sie wissen, und Sie dürfen eine Menge über die Regierung wissen. Zumindest wenn es nach den Gesetzen geht. Dass sich nicht alle an die halten ist leider richtig. Es kommt des öfteren vor, dass ein Beamter die Meinung vertritt die Regierung sollte mehr über Sie wissen und sich deswegen die entsprechenden Informationen besorgt, obwohl er es nicht darf. Dass ist aber 1:1 das Selbe was Assange & Co machen. Die eigene Meinung, was wer wissen soll oder nicht, über die gesetzliche Regelung stellen.

Gast: smilefile
07.12.2010 10:59
6 0

hm...



.-..sieht alles sehr westlich,- und vorallem sehr sehr demokratisch aus....


Antworten Gast: kili
07.12.2010 17:40
1 1

Re: hm...

Was man so Demokratie nennt...ueber eine Milliarde Menschen haben nicht genug zu essen...Banker terrorisieren die Weltbevoelkerung...Armeen marschieren...etc

Re: Re: hm...

Die Banker sind am Zusammenbruch von Simbabwe nicht schuld.

Die einstige Kornkammer Afrikas hat sich selbst vernichtet. Die Bürger hungern nicht wegen des gierigen Westens, das hat einer der ihren verbockt. Und das ist nur EIN Beispiel.

Nicht alles Leid der Welt wird vom "bösen Westen und dessen Bankern" gemacht, manchmal sind die Leute und Völker auch schlicht selbst schuld.

Antworten Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
09.12.2010 10:19
0 0

Re: Re: Re: hm...

Selbst den "besten Gutmenschen" ins Stammbuch geschrieben: "manchmal sind die Leute und Völker auch schlicht selbst schuld. ..." ist leider allzu wahr!

 
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