26.05.2012 15:40 | Meine Presse Merkliste 0

Spotify startet in Österreich: 15 Millionen Songs gratis

15.11.2011 | 08:14 |   (DiePresse.com)

Der aus Schweden kommende Dienst öffnet sein Angebot am Dienstag für heimische Musikfans. Die Anmeldung erfordert ein Facebook-Konto. Lizenzverträge für Österreich wurden erst vor kurzem abgeschlossen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Gratis-Musik aus dem Internet? Dabei denkt man vornehmlich an dubiose Tauschbörsen, Download-Plattformen und BitTorrent-Netzwerke. Legale Angebote lassen sich bisher an einer Hand abzählen. Ab Dienstag, dem 15. November startet in Österreich Spotify, ein Dienst, der bereits in Schweden und den USA für Aufsehen gesorgt hat. Das Basisangebot des Unternehmens ist nämlich gratis. Findet ein Nutzer einen Song oder ein Album, das ihn interessiert, kann er diese sofort per Streaming anhören.

Österreichische Musik mit dabei

Der Umstand, dass Spotify seine Inhalte gratis anbietet, hat zu Beginn für Unverständnis in der Branche gesorgt, wie Europamanager Jonathan Forster im Gespräch mit DiePresse.com erklärt. Seit dem Erfolg der Plattform im Schweden und den USA seien die Gespräche in Österreich aber rasch und positiv verlaufen. Etliche heimische Künstler sind beim Start, etwa Austropop-Klassiker wie Wolfang Ambros oder neuere Künstler wie die Rockgruppe Kontrust, auch verfügbar. Eine hunderprozentige Musikabdeckung gibt es aber nicht. So fehlen etwa die Beatles im Angebot von Spotify.

Zum Interview: "Nicht hören, was MTV vorschreibt" >>>

Werbefrei nur gegen Bezahlung

Auf den Servern des Betreibers lagern 15 Millionen Songs, 20.000 sollen täglich neu dazukommen. Gehört wird über eine Desktop-Anwendung, die optisch an iTunes erinnert. Eine Design-Klage von Apple habe es aber "zum Glück" noch nicht gegeben, sagt Forster. Der Gratisdienst wird über Werbung finanziert. Wer diese nicht will, muss für das Modell "Unlimited" 4,99 Euro pro Monat zahlen. Wer sich für die noch "Premium"-Variante für 9,99 Euro monatlich entscheidet, darf die Musik auch über spezielle Apps auf seinem Smartphone anhören.

Facebook brachte vier Millionen Nutzer

Der Dienst setzt inzwischen ein Facebook-Konto zwingend voraus, was bei einigen Nutzern für Unmut gesorgt hat. Wer ein älteres Konto besitzt, wird nicht zum Umstieg gezwungen. Spotifys Begründung lautet, dass der Großteil der User ohnehin auf Facebook sei. Für den Anbieter könnte sich die Entscheidung bereits ausgezahlt haben. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ließ letztens die Information fallen, dass Spotify seit der Integration in das Social Network innerhalb von sechs Wochen vier Millionen neue Nutzer akquirieren konnte.

Musik mit Freunden teilen

Startet man die Anwendung, ist sie noch recht leer. Man muss sich auf die Suche begeben, um seine Playlists mit Musik zu füllen. Inhalte, die auf der lokalen Festplatte liegen, werden ebenfalls importiert. Wenn man diese in eine Playlist einfügt und selbige mit Freunden teilt, ersetzt Spotify die lokalen Dateien mit Varianten auf den Servern des Anbieters - sofern sie vorhanden sind. Über die Playlists kann mit seinen Freunden regelmäßig mitteilen, welche neuen Alben oder Künstler man gerade hört. Hat man die Facebook-Funktion aktiviert, scheinen die Tracks auch im Nachrichtenstrom auf.

Verträge erst vor kurzem unterzeichnet

Möglich wird der Dienst nur durch Verträge mit den Plattenlabels und den Rechteverwertern. In Österreich hat Spotify deshalb mit AKM und austro mechana umfassende Lizenzverträge abgeschlossen. Der Dienst könne nur funktionieren, wenn für beide Seiten etwas dabei herausschaue, sagt auch Forster. Die Lizenzen gelten aber immer nur für ein Land. Nutzer aus Österreich konnten daher vor den Vereinbarungen nicht auf Spotify zugreifen.

(db)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

14 Kommentare
Gast: gast1234123123
16.11.2011 11:49
0 0

spotify funktionen

nachzulesen für diejenigen die spotify mit youtube vergleichen....
http://www.spotify.com/at/about/features/

es fängt an bei der qualität der lieder, der verfügbarkeit usw... man kann es stark vereinfacht so ausdrücken: spotify ist wie itunes nur hat man praktisch 15 millionen titel in der bibliothek, alles in bester qualität und keine fakes oder sonstigen sachen... dazu kommen noch eine vielzahl an sozialen möglichkeiten, wie playlisten mit freunden gleichzeitig bearbeiten usw... radio und ähnliches ist auch dabei.
alles in allem ist es eine sehr bequeme lösung und die 10 euro bin ich gerne bereit dafür zu zahlen...

0 2

p2p ist auch gratis

witzlos, die patente auf immaterielles


Gast: Leser
14.11.2011 22:06
0 1

Millionen von Songs gratis zum runterladen...überall im Netz..

Schon mal davongehört?

Gast: xhcgh
14.11.2011 19:09
7 0

Jetzt hab ich mich so lange auf Spotify gefreut und kann es wegen der Facebookverseuchung nicht nutzen.

Muss halt bei Simfy bleiben.

0 0

Re: Jetzt hab ich mich so lange auf Spotify gefreut und kann es wegen der Facebookverseuchung nicht nutzen.

Simfy ist auch ganz gut.

Gast: dasE0
14.11.2011 18:27
8 0

Warum nur Facebook?

Da es ein Facebook Konto voraussetzt werde ich es nicht nutzen!

Antworten Gast: löschpapier
14.11.2011 18:39
4 0

Re: Warum nur Facebook?

einfache Lösung:
fake account
prüft keiner

Gast: hanswurscht
14.11.2011 18:22
2 6

nur anhören?

wen interessiert dass denn, dafür gibt es Youtube

Antworten Gast: eieieiei
14.11.2011 18:39
1 0

Re: nur anhören?

Sie haben den Sinn davon nicht wirklich verstanden.

Antworten Antworten Abaddon
15.11.2011 10:50
0 0

Re: Re: nur anhören?

Dann erklären Sie es mir bitte auch. Bis jetzt lese ich nur, dass es ein Streaming Dienst ist. Musik kann ich aber genau so gut über YouTube hören, ohne, dass ich erst mal etwas installieren muss.

Wo liegt also der Mehrwert? Auf FB mitteilen, was man hört? Interessiert mich nicht. Also?

Antworten Antworten Gast: b p
14.11.2011 20:58
1 0

Re: Re: nur anhören?

den habe ich auch nicht verstanden, bitte um erläuterung. (ernst gemeint)

4 0

youtube hat kein(e)

Playlist
Genre Radio
etc.

Antworten Antworten Sargnagel
14.11.2011 23:09
1 1

Re: youtube hat kein(e)

Also so wie lastfm mal war? Wenn ja ist es nicht wirklich eine eigenständige Idee...

Antworten Antworten SeloX
14.11.2011 18:41
1 0

Re: youtube hat kein(e)

Seit wann hat youtube keine Playlists? Habe selbst ein paar erstellt.