Wo man im Internet legal gratis Musik hören kann

Dienste wie Spotify, Simfy oder Grooveshark bieten kostenlos Zugriff auf Millionen von Musikstücken. Oft muss man aber mit Einschränkungen leben. Viele Dienste sind auf bestimmte Länder beschränkt.

Schummeln, Uni, Universit�t, Schule, Schummelzettel, Pr�fungFoto: Clemens Fabry
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Schummeln, Uni, Universit�t, Schule, Schummelzettel, Pr�fungFoto: Clemens Fabry
(c) Die Presse (Fabry Clemens)

Mit Spotify ist ein wichtiger Vertreter der Online-Streamingmusik in Österreich gestartet. Es handelt sich aber nicht um die einzige Möglichkeit, im Internet gratis an Musik heran zu kommen - legal, wohlgemerkt. Die Variante, sich über BitTorrent- oder andere dubiose Methoden Musik zu verschaffen, soll hier ausgeklammert werden. DiePresse.com bietet einen Überblick über in Österreich verfügbare Anbieter und einen Ausblick auf Dienste in anderen Ländern, die es vielleicht eines Tages auch zu uns schaffen.

Vorteile und Probleme

Streamingdienste bieten Nutzern die Möglichkeit, Musik rasch und einfach kennenzulernen. Durch den großen Fundus an Tracks bei den meisten Plattformen sind oft auch recht obskure Werke auffindbar. Viele Dienste sind entweder nur über den Browser oder als PC-Software verfügbar. Für die mobile Nutzung am Handy muss gezahlt werden. Letztere bietet aber Nachteile. Gibt es keine Offline-Funktion, ist man der Netzabdeckung der Mobilfunker ausgeliefert. Außerdem fällt pro Song Datenvolumen an, das verbraucht wird. Je nach Tarif werden die Pakete damit recht schnell erschöpft.

Spotify

Mitte November 2011 gestartet, bietet der aus Schweden kommende Dienst eine Auswahl von 15 Millionen Songs. Je nach Land gibt es auch lokale Besonderheiten.  Der Basisdienst ist kostenlos, Nutzer müssen aber mit Werbeunterbrechungen rechnen. Wer diese nicht mag, muss 4,99 Euro pro Monat zahlen. 9,99 Euro sind fällig, wenn man Spotify auch als Smartphone-App nutzen will. Ein Facebook-Konto ist Pflicht für die Nutzung.

http://spotify.at/

Simfy

Der aus Köln stammende Dienst hat 13 Millionen Lieder in seiner Bibliothek. Gehört werden darf aber nur 20 Stunden im Monat, inklusive Werbeunterbrechungen. Ein Premium-Angebot für 9,99 Euro im Monat hebt diese Einschränkungen auf. Auch die Nutzung am Handy ist erst gegen Bezahlung möglich. Studenten erhalten einen ermäßigten Zugang.

http://simfy.at/

Grooveshark

Das US-basierte Angebot ist in mehr als zwanzig Sprachen verfügbar. Ähnlich einer Suchmaschine können die inzwischen mehr als 35 Millionen Nutzer nach Liedern oder Bands suchen. Derzeit gibt es einige Probleme mit den Plattenlabels. Das liegt unter anderem daran, weil Nutzer Musik selbst ohne Lizenzen hochladen können, um sie dem Streamingdienst zur Verfügung zu stellen. Die Handy-Apps für iPhone und Android wurden auf Intervention der Musikindustrie aus den App Stores entfernt.

http://grooveshark.com/

YouTube

Der von Google betriebene Videodienst ist eine Grauzone. Zahlreiche Lieder und Musikvideos sind dort erhältlich. Allerdings werden sie oft nach Intervention der Rechteinhaber wieder gelöscht. Playlists lassen sich erstellen, die Handhabung ist aber etwas mühsamer als bei den dedizierten Musik-Streamingdiensten. Anbieter wie Vevo bieten offizielle, legale Musikvideos bekannter Künstler an. Die Ladezeiten sind aber generell aufgrund der zusätzlichen Videodaten höher als bei Musikdiensten.

http://youtube.com/

Last.fm

Das Internetradio bietet sieben Millionen Titel per Streaming an. Über eine "Scrobbling" genannte Funktion können Nutzer Musikstücke, die sie über iTunes oder andere Programme abspielen, auf Last.fm übertragen. Seit April 2009 kostet die Radiofunktion außerhalb der USA, Deutschlands und Großbritanniens drei Euro pro Monat.

http://last.fm/

we7

In Großbritannien und Irland gibt es mit we7 einen eigenen Musikdienst, der knapp sieben Millionen Songs bietet. Inzwischen sollen sich drei Millionen Nutzer bei dem Dienst angemeldet haben, der vom britischen Sänger Peter Gabriel gestartet wurde. Inzwischen wurde we7 auf einen DJ-Dienst umgestellt. Nutzer können sich bis zu 50 Lieder wünschen, die dann in die Playlist des Anbieters aufgenommen werden. Sich Musik direkt anhören geht nur noch gegen Bezahlung.

http://we7.com/

Pandora

In den USA ist das Online-Radio Pandora inzwischen fast zu einer Haushaltsmarke entwickelt. Leider aber nur dort. Wegen fehlender Lizenzen wurde der Dienst lediglich auf die Vereinigten Staaten begrenzt. Nutzer können mehrere Bands oder Songs eingeben, Pandora findet dann automatisch Stücke mit einem ähnlichen Stil. Nutzer können bewerten, ob ihnen die Songs gefallen oder nicht. Dementsprechend ändert Pandora dann auch sein Angebot.

http://pandora.com/

(db)

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