Nach Megaupload: Filesharing-Dienste geben auf

23.01.2012 | 09:59 |   (DiePresse.com)

Der beliebte Tausch-Dienst Filesonic erlaubt nur noch den Download von persönlich hochgeladenen Dateien. Bisher war der Dienst ähnlich wie Megaupload aufgestellt. Auch andere kürzen ihr Angebot.

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Nach der weltweiten Groß-Razzia gegen die Dateitausch-Plattform Megaupload sitzt vergleichbaren Anbietern die Angst im Nacken. Filesonic, einer der beliebtesten Filesharing-Dienste, hat sein Angebot drastisch reduziert. Ab sofort können Nutzer nur noch auf Dateien zugreifen, die sie selbst hochgeladen haben. Eine offizielle Erklärung für die Änderung gibt es nicht. Der Zusammenhang mit der vom FBI koordinierten Aktion gegen Megaupload liegt aber auf der Hand. Bisher konnte jeder eine Datei von Filesonic herunterladen, solange der Link bekannt war.

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Dateien und Konten gelöscht

Auf Reddit wird berichtet, dass Filesonic bereits beginnt, Dateien und auch Benutzerkonten zu löschen beginnt. Auch weitere Dienste wie Wupload, Fileserve und Uploaded.to haben Konsequenzen gezogen. Letztere haben ihr Angebot für US-Nutzer gesperrt. Fileserver hat das Partnerprogramm eingestellt. Dieses hat Uploader für ihre Dienste entlohnt. Genau solche Anreizprogramme waren auch immer einer der größten Kritikpunkte an Megaupload.

Megaupload-Betreiber plädiert nicht schuldig

Im Zusammenhang mit Megaupload wurden vier Betreiber verhaftet, unter anderem der berüchtigte Deutsche Kim Schmitz, der sich inzwischen Kim Dotcom nennt. Er steht in Neuseeland wegen Urheberrechtsverletzungen, Geldwäsche und organisiertem Verbrenchen vor Gericht. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft. Schmitz beteuert seine Unschuld.

(db)

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