20.06.2013 03:06 Merkliste 0

Megaupload: Private Dateien der Nutzer werden gelöscht

30.01.2012 | 11:02 |   (DiePresse.com)

Das FBI hat den Filesharing-Dienst abgedreht und die Betreiber verhaftet. 50 Millionen Nutzern droht nun die Löschung ihrer Dateien.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nachdem das FBI die Filesharing-Plattform Megaupload abgedreht hat, droht den Nutzern die Löschung aller ihrer privaten Dateien. Schon am Donnerstag, 2. Februar, könnte es so weit sein, teilte die Staatsanwaltschaft in Neuseeland mit. Davon wären rund 50 Millionen Nutzer betroffen, berichtet die Presseagentur AP. 

Megaupload kann nicht bezahlen

Da das FBI die Webseite abgedreht hat, haben die Nutzer keinen direkten Zugriff auf ihre Dateien. Megaupload hat die Firmen Carpathia Hosting und Cogent Communications Group damit beauftragt, die Dateien der Nutzer zu sichern, kann nun aber nicht bezahlen, da die Konten der Megaupload-Betreiber eingefroren wurden. Die beiden Firmen haben daher bekannt gegeben, dass die Dateien gelöscht werden. Die Behörden selbst hätten kein Recht mehr auf die Dateien zuzugreifen, da der Durchsuchungsbefehl abgelaufen ist, erklären die Firmen in einem Brief an die Staatsanwaltschaft.

Megaupload
Der Online-Dienst bietet die Möglichkeit, jegliche Datei hochzuladen und per Link jedem als Download zur Verfügung zu stellen. Es wird kritisiert, dass dadurch zum Großteil urheberrechtlich geschütztes Material vertrieben wird. Eine Suchmaschine wird aber nicht geboten. Nutzer müssen den Link kennen. 20.405 Gigabyte an Bandbreite verbrauchte Megaupload von April bis November 2011 nach Angaben von Palo Alto Networks.

Bis zu 20 Jahre Haft

Der Megaupload-Anwalt versucht nun, die Dateien zu retten, da sie im Verfahren auch als wichtige Beweismittel dienen sollen. Megaupload-Chef Kim Schmitz alias Kim Dotcom wurde mit drei weiteren Managern in Auckland verhaftet. Zwei Manager sind mittlerweile auf Kaution freigelassen worden. Die Behörde wirft ihnen unter anderem Verstöße gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vor. Die Strafen darauf sind hart: Allein auf letzteres stehen 20 Jahre Haft.

Megaupload-Alternativen: Fünf Dienste für den Dateien-Tausch

Alle 6 Bilder der Galerie »

 

(Red. )

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

5 Kommentare
Gast: GIftspritzer
30.01.2012 12:14
6 1

Nur Leute ohne Hausverstand..

.. speichern ihre Daten auf einen fremden PC (Server)! Wer würde schon seinen Nachbarn bezahlen um auf desen PC Daten speichern zu dürfen?!

Das Problem der menschlichen Art ist das es keine natürliche Selektion mehr gibt und Dummheit nicht ausstirbt ;)

Antworten Gast: Giftspritzer
30.01.2012 13:33
1 1

Re: Nur Leute ohne Hausverstand..

Ein "s" wurde verschluckt!

Ja, das ist dann ein dezenter Hinweis darauf

das das dezentrale speichern von Daten - ach wie hoch gepriesen - dann einzig allein für Millionen an einem einzigen amerikanischen Bezirksrichter liegen kann.

Der zuerst die Bibel, und dann das Gesetz konsultiert.

Viel Spaß mit der Cloud in Zukunft!

Antworten Gast: Tisi
30.01.2012 14:41
5 0

Re: Ja, das ist dann ein dezenter Hinweis darauf

hehe und wenn ACTA durch ist braucht man nichtz mal mehr sowas wie FBI und GErichte damit zu belästigen dann macht sowas MGM oder Warner Bros. das aus Ihrer Poststelle heraus ;)

7 0

Re: Ja, das ist dann ein dezenter Hinweis darauf

... das cloud-Computing wird sogar in techn. Bereichen angeboten. man kann sich die Vorwände leicht ausdenken, um "rechtmäßig" an die Daten zu kommen.

JobNavi3 Jobs auf

» Mehr Tech-Jobs auf Karriere.DiePresse.com