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Risikofaktoren: Wovor Facebook Angst hat

02.02.2012 | 12:09 |   (DiePresse.com)

In den Unterlagen für den Börsengang muss Facebook angeben, welche Faktoren sich wesentlich nachteilig auf das Geschäft auswirken könnten.

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Für den Börsengang musste das Social Network Facebook seine Unterlagen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde einreichen. Und darin muss unter anderem angegeben werden, welche Risikofaktoren das Geschäft wesentlich nachteilig beeinflussen könnten. Mit anderen Worten: Die größten Konkurrenten und Sorgen des Führungs-Teams. 35 solche Punkte hat Facebook in den Unterlagen angeführt. Das mag viel klingen, bei anderen Internetunternehmen waren es aber mehr. Das Business-Netzwerk LinkedIn führte zum Beispiel 42 Risikofaktoren an, bei Groupon waren es 55. 

Apps bringen kein Geld

Unter den 35 Punkten finden sich einige offensichtliche Faktoren, wie ein Rückgang der Nutzerzahlen oder Werbekunden, staatliche Zensur, Patent-Streitigkeiten, Hacker oder einfach steigende Kosten. Einige der angeführten Faktoren klingen hingegen ernster. So macht Facebook zum Beispiel mit seinen beliebten mobilen Produkten (Apps, mobile Webseite) kein Geld, da dort keine Anzeigen verkauft werden. Wird dieser Bereich noch wichtiger, als er ohnehin schon ist, könnte das zu Problemen führen.

Börsengang
Mit dem Sprung aufs New Yorker Börsenparkett will Facebook mit der Emission bis zu fünf Milliarden Dollar (3,80 Mrd. Euro) einsammeln. Es handelt sich um den größten Börsengang eines US-Technologieunternehmens. Das 2004 vom Harvard-Studenten Mark Zuckerberg gegründete Facebook verfügt heute weltweit über 845 Millionen Nutzer, 483 Millionen besuchen täglich die Facebook-Seite.

Im Dezember 2011 nutzten monatlich 425 Millionen Mitglieder Facebook über mobile Geräte wie Smartphones, Tablets oder Handys. Gefährlich wird es, wenn diese Nutzer beginnen, Facebook nur noch mobil zu nutzen, heißt es in den Börsen-Unterlagen. Es ist also nicht verwunderlich, dass dieser Bereich auch eine wichtige strategische Rolle spielt. "Wir glauben, dass wir bei den Monetarisierungs-Möglichkeiten noch Potenzial haben, wie zum Beispiel gesponserte Nachrichten im News Feed unserer mobilen Dienste", schreibt Facebook. Früher oder später wird es Werbung also auch in den Apps bzw. auf der mobilen Webseite geben. 

Zynga und Facebook: Eine Zwangs-Liebe

Als besonders starke Konkurrenten sieht Facebook Google, Microsoft und Twitter. "Unser Markt ist hart umkämpft und der Konkurrenzkampf ist eine anhaltende Gefahr für unseren Erfolg", steht in den Unterlagen. Ein großer Risikofaktor sitzt aber in den eigenen Reihen. So ist der Spieleentwickler Zynga (FarmVille, MafiaWars, etc.) für 12 Prozent der Umsätze von Facebook verantwortlich - ein Bruch mit dem langjährigen Partner könnte also sehr schmerzlich werden. Zynga hat im Dezember 2011 selbst den Sprung an die Börse geschafft und dabei eine Milliarde Dollar eingenommen - zu diesem Zeitpunkt der größte Börsengang eines US-Internet-Unternehmens seit Google.

Der Börsenwert von Zynga fiel jedoch deutlich niedriger aus als erwartet. Im Sommer 2011 war über einen möglichen Börsenwert von 15 bis 20 Milliarden Dollar spekuliert worden. Seitdem hat sich das Klima für Internet-Börsengänge allerdings deutlich eingetrübt. Die Aktien mehrerer Firmen wie die Schnäppchen-Webseite Groupon oder das Internet-Radio Pandora rutschten nach einem anfänglichen Kursfeuerwerk sogar unter den Ausgabepreis.

Risikofaktor Mark Zuckerberg

Facebook betrachtet aber auch den eigenen Gründer und Chef Mark Zuckerberg als Risiko. Er habe sehr viele Anteile, was die Macht in der Hand einer Person konzentriere. Beinahe persönlich klingender Nachsatz: "Wenn wir unsere Führungsriege verlieren, wie Zuckerberg und Sheryl Sandberg, würde uns das wirklich schädigen". 

Mark Zuckerberg: Facebook-Gründer, Weltvernetzer, Milliardär

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(sg)

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20 Kommentare
Gast: trompete3.0
03.02.2012 12:32
0 1


ich würde mich da nicht drübertrauen

denn dahinter steckt keine wertschöpfung, das ganze konzept steht und fällt mit den nutzern, ist facebook auf einmal out, was bei internetseiten generell schnell passieren kann, (siehe myspace) ist es wertlos

denn hinter dem unternehmen stecken nur dienstleistungen, absolut keine echte produktivität.

es kann natürlich sein, dass es facebook schafft sich zu etablieren, und dadurch wie google auf lange zeit fest im sattel sitzt, und die aktionäre so zu eventuellen kurssteigerungen kommen, dennoch wäre das ganze nichts für mich.

mein credo lautet in reine dienstleistungskonzerne nur dann zu investieren wenn diese sich grad in einer krise befinden (vorallem bei großbanken kann man so zu viel geld kommen), ist gerade ein hype um ein unternehmen im gange sollte man meines erachtens nach die finger davon lassen.

den gründern von fb kann man allerdings nur gratulieren, in derart jungen jahren so abzusahnen ist echt beneidenswert!

Gast: Argesauge
02.02.2012 22:02
1 0

Analyse

Nutzer geben ihren werbewert (ihre Zeit, aufmerksamkeit, freiheit) quasi gratis!

dann werden sie von jenen die ihre Daten en gros von FB aufkaufen mit "werbung" manipuliert quasi zugemüllt und kaufen überteuerte Produkte wie etwa
parfüms
markenklamotten
usw
um tlw über 100€, die in China um 1,2€ hergestellt werden - die Gewinne werden in steueroasen nicht versteuert

Wer das nicht durchschaut und glaubt er nutzt fb gratis irrt - er zahlt es jedesmal wenn er ein Coke, eine Lewis Jean oder ein fucci tascherl ersteht.

Viel Spaß

Gast: HB4242
02.02.2012 20:11
2 1

Facebooks Börsengang bietet einen raren Blick hinter die Kulissen ....

Also, auch mit mehreren Blicken hinter die Kulissen würde ich keinen einzigen Cent dafür investieren.

(wahrscheinlich wieder Mal so einen IT-Blase)

Gast: phj
02.02.2012 18:07
1 1

Blase

Kolportierter Wert 100.000.000.000,-$
Einige Experten meinen Wert liegt zwischen 35.000.000.000,- und 50.000.000.000,-
Für was braucht Zuckerberg & Co 5.000.000.000,-
Will er absahnen bevor er .....


Hype endet bereits.

Facebook scheint mir eher ein Hype zu sein, der bereits auf dem absteigenden Ast ist. Es ist wie bei einer großen Gruppe. Je mehr Leute, desto weniger interessante Dinge werden erzählt. Am Ende sind nur noch Neugiere da, und niemand mehr, der irgend etwas Interessantes postet.
Ich denke, mit Facebook wird es früher oder später steil bergab gehen. Mit dem IPO können die Gründer noch ordentlich die Kleinanleger abzocken. Würde da unbedingt ein Stop-Loss Limit einziehen, oder besser gar nicht zeichnen.

0 0

Re: Hype endet bereits.

Interessanter Vergleich mit der größer werdenden Gruppe. Für mich schaut es auch danach aus, dass die Firma am Zenit steht. Aber man kann es einfach nicht wissen. Es ist halt ein gewaltiges Risiko.

An der Stelle von Zuckerberg würde ich bis auf 10% Anteile alles verkaufen. Das ist massig Geld und wenn die Firma draufgeht, dann ist es nicht so tragisch und falls sie weiterwächst hat man immer noch genügend Anteil am Erfolg.

Antworten Gast: Argesauge
02.02.2012 22:05
1 0

Re: Hype endet bereits.

Wer ist so bloed und kauft fb Aktien??

Gast: Argesauge
02.02.2012 16:41
4 1

Lemminge

alle hinterher

UNGLAUBLICH !

Gast: willi1
02.02.2012 16:33
1 4

what a twisted mind this reporter has

unter all den hunderten Berichten die heute in den diversen Medien erscheinen ragt dieser heraus. Er ist der Einzige der es schafft sich auf das Negative zu konzentrieren, ja daraus sogar die Headline zu machen. Ein kleiner (gesetzlicher) Bestandteil jedes IPO Prospektes musz die Risiken auflisten (und dazu gehoert unter anderem, dasz Californien auf einer Erdbebenfaultline ist, ebenfalls nachzulesen in einem der letzten IPO Prospekte). Darauf den Artikel ueber das Facebook IPO aufzubauen ist die Kroenung des Negativismus. Presse schaeme Dich.

Facebook Eröffnungskurs und zuküftiger Kursverlauf

Nimmt man die Auktionspreise im vorbörslichen Handel zugrunde, dürfte der Eröffnungskurs wohl so um die 31 Dollar liegen. ( Wetten?)
In meinem Kaffeesatz !! lese ich , dass er am ersten Tag ziemlich hochgehyped werden dürfte, bis bei 35 Dollar die ersten wieder verkaufen.
Wichtig ist immer zu beachten, wann die Lock Up Periode für Mitarbeiter endet. Dann geht der Kurs meist in den Keller. Wenn man sich auskennt und die Zeit hat, sollte man sich zu Höchstkursen mit PUT Optionen eindecken, gerade wenn Lock Up Perioden enden.

Gast: mal eine Frage
02.02.2012 13:23
0 1

Identitätsdiebstahl

Bei facebook können ja unter falschem Namen Konten eröffnet werden. Mobber und Stalker vor allem machen das, oder Leute die mail-Adressen absaugen wollen. Kann man das irgendwie verhindern? Kann man sich schützen?

Re: Identitätsdiebstahl

Ja, nicht anmelden.

Re: Re: Identitätsdiebstahl

Ganz einfach: ebenfalls unter falschem Namen anmelden, Freemailadresse eigens dafür anlegen anlegen, keine Daten wie Adresse, Telefonnummer angeben und Profil, Statusmeldungen, Fotos und Freundesliste nur für Freunde zugänglich machen.
Mit einer E-Mailadresse wie schokokeksi224@beliebigerfreemailanbieter.com fängt sicher keiner was an ;).

Re: Identitätsdiebstahl

Ja, ganz einfach: eigene Daten nur für Freunde sichtbar machen und nur die Leute als Freunde akzeptieren, die man auch kennt.
Um das geht es ja bei einer solchen Platform, sich mit Freunden ausstauschen. Wenn man jeden als Freund hinzufügt ist man selber schuld ...

Antworten Antworten Gast: Gartenzwerg
02.02.2012 21:54
1 0

Re: Re: Identitätsdiebstahl

Mit wirklichen Freunden kann sich jeder auch ohne Facebook austauschen per Mail

Antworten Antworten Gast: mal eine Frage
02.02.2012 15:38
1 0

Re: Re: Identitätsdiebstahl

Danke für Ihre Antwort!
Im konkreten Fall wurde mit unserem (sehr seltenen ) Namen ein fb-account eröffnet und versucht Kontakte in unserem Berufsumfeld herzustellen und falsche Informationen zu verbreiten.

Re: Re: Re: Identitätsdiebstahl

Dagegen kann man nur im Nachhinein vorgehen, schützen kann man sich davor nicht. Wenn sich jemand mit gefälschtem Ausweis für eine andere Person ausgibt und in dessen Namen irgendwelche Straftaten begeht, kann man ja auch nichts machen.

1 0

Re: Re: Identitätsdiebstahl

Dafür muss man sich aber selbst dort anmelden. Wenn man das nicht will, dann kann man sich wohl nicht davor schützen resp. müsste bei jedem Einzelfall etwas dagegen unternehmen.

Gast: achtung
02.02.2012 09:47
1 0

da hat jemand Ahnung

Klar, 35 Risikofaktoren sind besser als 42 oder 55. Es sagt zwar gar nichts darüber aus, ob es sich dieselben Risikofaktoren handelt, bzw wie hoch die jeweiligen Risiken sind, aber weniger ist besser, soviel ist fix. ^^

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