Social Networks wie Facebook verharmlosen und fördern das Schwarzfahren, findet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). VDV-Geschäftsführer Oliver Wolff geht sogar so weit, dass er den Gesetzgeber auffordert, dieses "bandenmäßige Schwarzfahren" unter Strafe zu stellen. Damit meint er, dass dem VDV erlaubt werden solle, in solchen Fällen ein erhöhtes Beförderungsentgelt einheben zu dürfen. Die gesetzliche Obergrenze für die Geldbuße für Schwarzfahrer liegt in Deutschland derzeit bei 40 Euro - Wolff würde Facebook-Informanten aber lieber mit 60 bis 120 Euro bestrafen, berichtet Heise.
"Warnseiten werden überschätzt"
Bei den Wiener Linien sieht man das Thema entspannt. Informationen über Kontrollen - wenn auch nicht über alle - werden schließlich von dem Betrieb persönlich ausgesandt. "Ich würde den Befund der deutschen Kollegen nicht teilen", meinte ein Sprecher auf Anfrage von DiePresse.com. Schwarzfahrer würden immer wege finden, sich abzusprechen, das Medium sei dabei "mäßig relevant". Diverse Warnseiten würden im Reichweite und Wirkung deutlich überschätzt. Dennoch: In Wien werden die Strafen ab Mai teurer. Schwarzfahren kostet dann 100 statt wie bisher 70 Euro.
(sg)
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