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Saudi-arabischem Blogger droht die Todesstrafe

11.02.2012 | 10:15 |   (DiePresse.com)

Der Blogger Hamza Kashgari hat sich auf Twitter kritisch über den Propheten Mohammed geäußert.

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Der saudi-arabische Blogger Hamza Kashgari schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter drei kritische Beiträge über den Propheten Mohammed. Nun droht ihm in seiner Heimat die Todesstrafe, berichtet "Spiegel Online" Samstag Früh. Der 23-Jährige Autor wurde am Donnerstag auf dem Flughafen von Kuala Lumpur in Malaysia festgenommen und nach Saudi-Arabien ausgeliefert.

Kashgari hatte am 4. Februar, kurz vor einem islamischen Feiertag zu Ehren des Geburtstags des Propheten Mohammed, drei Nachrichten bei Twitter abgesetzt. Darin hatte er unter anderem geschrieben: "An Deinem Geburtstag werde ich sagen, dass ich den Rebellen in Dir geliebt habe, dass Du mir immer eine Quelle der Inspiration warst und dass ich Deinen göttlichen Heiligenschein nicht mag. Ich werde nicht für Dich beten."

Die drei Tweets lösten zunächst auf Twitter einen Sturm der Empörung aus. "The Daily Beast" zufolge gab es allein am ersten Tag mehr als 30.000 Antworten auf Kashgaris Äußerungen. In vielen davon wurde er der Blasphemie beschuldigt, oft sein Tod gefordert. Als der Blogger, offensichtlich erschrocken von der Welle der Reaktionen, die Tweets löschte und um Vergebung bat, war es schon zu spät.

Privatadresse veröffentlicht

Via YouTube-Video hatte jemand seine Privatadresse öffentlich gemacht, in seiner lokalen Moschee suchten aufgebrachte Gläubige nach ihm. Seine Kolumne in einer Tageszeitung wurde vom saudi-arabischen Informationsminister verboten, die Verbreitung seiner Arbeiten landesweit untersagt. Unter Tränen forderte der Geistliche Scheich Nasser al-Omar vom saudi-arabischen König, Kashgari wegen Apostasie, also der Abkehr vom islamischen Glauben, verhaften zu lassen. Auf dieses Vergehen steht in Saudi Arabien die Todesstrafe. Also flüchtete Kashgari nach Malaysia.

Anfang der Woche erließ König Abdullah Berichten zufolge einen Haftbefehl. Wie es mit dem 23-Jährigen nun tatsächlich weitergeht, ist zur Zeit allerdings unklar. Eine offizielle Stellungnahme der malaysischen Regierung, ob Kashgari an Saudi-Arabien ausgeliefert wird, steht noch aus. Ebenso ist unklar, was dort mit ihm passieren würde. Ginge es nach den Fundamentalisten im Land, müsste er nach der Scharia zum Tode verurteilt werden. Dem "Wall Street Journal" zufolge gibt es aber mindestens einen hohen Geistlichen, der erklärt habe, dem Blogger könnte vergeben werden.

(APA)

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18 Kommentare

Der "Prophet" ist eine zwielichtige Gestalt..

in der Kulturgeschichte. Ja, er hat den Glauben an den EINEN Gott ( arab. Wort ist Allah ) verkündet. Er hat prophezeit und gesagt, er Muhammad, diene dem Frieden ( was immer er darunter verstanden haben mag )

Und er, Muhammad, hat aber, um seine Ideen durchzusetzen, Macht-Politik mit dem Schwert in der Hand betrieben. M. hat Blut an den Händen und keinen "Ölzweig des Friedens".

Als er noch namens und im Auftrage seiner Kaufmanns-Ehefrau ( reiche, ältere Witwe ) Kamelkaravanen durch die Wüste trieb, war er ein friedfertiger, wissensdurstiger Mann, wenn auch Analphabeth --- dann erst gab es radikale Veränderungen in seinem Wesen ...

Und so hält er auch in keinster Weise einem Vergleich mit Jesus Christus stand ......

MALSI
14.02.2012 15:16
1 2

Islam respektieren

Man muß den Islam und seine Regeln respektieren.

Im Islam ist nun einmal die Tötung derjenigen vorgesehen, die den Propheten beleidigen. Der Prophet selbst ließ eine Sängerin, von der er sich verspottet fühlte und einen alten Mann, der ein kritisches Gedicht
schrieb, töten, weil er sich beleidigt fühlte.

Das alles geschah im Namen ALLAHS, dem ALLBARMHERZIGEN. Die Saudis erfinden nichts neu, sie leben einfach nach dem Vorbild Mohammeds. Sie können auch nicht die islamischen Regeln, die für die Ewigkeit gelten, einfach umschreiben... Der Text des Bloggers ist war erschreckend harmlos, aber so ist es nun mal. Vorschrift ist Vorschrift!

Also ein wenig mehr Respekt vor der islamischen Friedensreligion!

Re: Islam respektieren

@MALSI ... Zitat .. "sie leben nach dem Vorbild Muhammads" ( sie, das sind die Saudis )

... das ist ja das Schlimme!

Gast: GASTXYZ
12.02.2012 13:51
4 1

Ich bin beleidigt...

Wenn man bedenkt, dass es nicht einen Funken von Nachweis für die Existenz von Allah gibt und dass selbst wenn er existierte noch nicht ein Hauch von Grund dafür existiert, dass im Koran die Worte Allahs stehen, dann ist das Verhalten dieser Fundamentalisten noch schlimmer zu akzeptieren, als es ohnehin schon ist.
Wieso hält man Geistliche nicht dafür verantwortlich, was sie sagen und verlangt mehr Bescheidenheit der Religioten in ihren Äußerungen.
Der Koran enthält einiges an Fehlern und dennoch meinen diese Leute beleidigt sein zu dürfen....

Gast: Gartenzwerg
11.02.2012 16:34
0 1

welcher Glaube

Man glaube zumindest an irgend einen der Götter als an keinen. Das ist das Schlimmste.
Ein bischen heucheln kann das Leben retten.

Gast: GastA
11.02.2012 16:05
12 0

In Malaysia wurde er verhaftet? Deshalb?

Ein islamischer Staat ist wie der andere.

Unter Tränen hat der Geistliche die Festnahme gefordert, um ihn umbringen zu können? Und dieser Staat schickt solche Geistliche zu uns, und unsere Politikerln applaudieren da auch noch?
http://diepresse.com/home/panorama/religion/647934/Aufregung-um-SaudiZentrum-in-Wien

11 0

Wie war das noch...

mit dem Spindi und dem von den Saudis finanzierten „König-Abdullah-Dialogzentrum“ („für interreligiösen und interkulturellen Dialog“!) in Wien?

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/700947/Weihestunde-fuer-den-saudischen-Religionsdialog?from=suche.intern.portal

starshaper
11.02.2012 14:31
8 2

Die ,Gutis' schweigen.

Sie sind schließlich mit dem Islamismus im Bunde.

Gast: Pensador
11.02.2012 14:00
6 3

Was sagt die "Internationale Gemeinschaft"?

Na, wenn das im Iran vorkommen würde!
Was sagt denn eigentlich die "Intenationale
Gemeinschaft", mit ihrem Oberhaupt USA, dazu?

4 0

Re: Was sagt die "Internationale Gemeinschaft"?

Ich kann Sie beruhigen: Sowas kommt tatsächlich auch im Iran vor.

Alpha17
11.02.2012 13:56
15 0

Auf Spiegel de gibt es ein hysterisches Video über

den Umgang mit den NichtRechtgläubigen.

14 2

Ich kann...

gar nicht so viel fressen wie ich kotzen muss.

Gast: Papa Schlumpf
11.02.2012 11:25
7 7

Die Saudis sind die Guten - wie die Amis

Egal wie wenig dort die Menschenrechte gelten.

Wer die Macht hat ( USA ) bestimmt was wahr und falsch, was gut und böse etc. ist.

Antworten Gast: liberales Weißbrot
11.02.2012 14:43
1 3

Hätten Sie die Klammer samt Text darin weggelassen, wäre ihr Kommentar nur halb so saublöd wie er ist.


12 0

Das sind UNSERE Verbündeten im Nahen Osten


In Syrien, selbst damals im Irak gab es mehr Religionsfreiheit.

Antworten fefe
11.02.2012 14:52
4 1

Re: Das sind UNSERE Verbündeten im Nahen Osten

Der Westen will überall islamische Gottesstaaten etablieren. Sie tun es obwohl sie das Gegenteil sagen.

Resistance
11.02.2012 10:37
16 0

Könid Abdullah

erließ einen Haftbefehl?

Ist das nicht der, der in unseren Medien als "Reformer" eingestuft wurde?

Antworten Stephanos
24.05.2012 18:48
0 0

Re: Könid Abdullah

Gegen diejenigen, die sich einbilden, die Wahrheit gepachtet zu haben, ist er machtlos.