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ACTA: Die Revolte der Generation Download

18.02.2012 | 18:23 |  von Matthias Auer (Die Presse)

Seit Wochen protestieren in ganz Europa Zigtausende gegen das strittige Anti-Piraterie-Abkommen Acta. Droht nun tatsächlich das Ende des freien Internets, oder geht es nur um lieb gewonnene Gratis-Downloads?

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Es ist eine Schreckensvision von Europas Zukunft, die derzeit auf den Straßen des Kontinents verbreitet wird: An den Grenzen stehen demnach bald Beamte, die Laptops und Smartphones nach illegal aus dem Internet gesaugter Musik durchstöbern. Wer öfter als zwei Mal beim Download urheberrechtlich geschützter Werke erwischt wird, muss seine E-Mails künftig im nächsten Kaffeehaus schreiben. Internetprovider spähen als zwangsverpflichtete Vollstrecker der Film- und Musikindustrie ihre eigenen Kunden aus und erklären Teile des Internets auf Zuruf Hollywoods zur Sperrzone. Schuld daran ist Acta. So steht es zumindest auf den Plakaten zigtausender junger Europäer, die derzeit gegen den Pakt auf die Straße gehen.

Die Empörung über das internationale Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produktfälschungen und Onlinepiraterie ist mittlerweile so groß, dass etliche EU-Staaten die Ratifizierung wieder auf Eis gelegt haben. Selbst die EU-Justizkommissarin Viviane Reding will nun lieber erst vom Europäischen Gerichtshof geprüft wissen, ob das Abkommen nicht doch gegen Grundrechte der EU-Bürger verstößt. Gegen Acta sein ist neuerdings chic. Das gilt selbst für Politiker, die das Vertragswerk vor wenigen Wochen noch bedenkenlos unterschrieben haben.

Doch ist die Aufregung gerechtfertigt? Sind die Proteste der notwendige Bürgeraufstand gegen den – in dunklen Hinterzimmern ausgehandelten – Startschuss zur Internetzensur? Oder ist es doch nur die Revolte der Generation Download, die um ihre lieb gewonnene – aber auch heute schon illegale – Gewohnheit fürchtet, für Filme und Musik im Netz nichts bezahlen zu müssen?

Zensur durch die Hintertür? Eines vorneweg – Acta bringt auch Gutes mit sich: Wer könnte schon gegen besseren Schutz vor lebensgefährlichen Medikamentenfälschungen sein? Und auch das umstrittene Kapitel, das die Durchsetzung der Urheberrechte im Internet regelt, ist längst nicht mehr so scharf formuliert wie in früheren Versionen: So sind etwa routinemäßige Durchsuchungen von Laptops an den Flughäfen bereits seit mehreren Verhandlungsrunden vom Tisch.

Hintertür für Zensoren. Für die Gegner des 51 Seiten schlanken Pakts macht das keinen Unterschied. Sie fürchten dennoch, dass Acta Zensoren die Hintertür ins Internet öffnen könnte. Ein Dorn im Auge ist ihnen vor allem der Artikel 27 des Abkommens. Darin steht geschrieben, dass alle Vertragsstaaten (das sind neben der EU vor allem die USA und Japan) die nationalen Internetprovider zu einer erfolgreicheren Zusammenarbeit mit Rechteinhabern drängen sollen. Beschwert sich etwa ein Filmstudio bei einem Internetanbieter, dass einer seiner Kunden eben das jüngste Machwerk des Studios illegal heruntergeladen hat, wäre der Provider verpflichtet, die Kundendaten ohne richterlichen Beschluss herauszugeben. Wollen die Internetanbieter auf Nummer sicher gehen, könnte diese Kooperation aber auch so weit führen, dass sie ihren Kunden den Zutritt zu bestimmten Teilen des Internets gänzlich verbieten.

Generelle Sperrzonen wären dann wohl bald jene Ecken im Netz, wie Kim Dotcom sie geschaffen hat. Der selbst ernannte König der Internetpiraten ist der Gründer von Mega-Upload, einer Tauschbörse, die erst kürzlich vom FBI geschlossen wurde. Tatsächlich gelten diese sogenannten Filehoster als Hauptumschlagplätze für digitale Raubkopien. Von der Sperre betroffen wären Nutzer aber auch dann, wenn sie dort nur ihre Urlaubsfotos mit Nachbarn teilen wollen. Angesichts der schwammigen Formulierung im Acta-Text gehen die Befürchtungen noch weiter: Wird es künftig schon verboten sein, wenn Jugendliche ihr Lieblingslied auf YouTube nachsingen? Oder kommen sie erst dann mit dem Gesetz in Konflikt, wenn sie aus (urheberrechtlich geschützten) Videoschnipseln neue Werke kreieren?

Beschlossen vom EU-Agrarrat. „Niemand muss Angst haben“, beruhigt das heimische Justizministerium. Das Urheberrecht dürfe zwar auch im Internet „nicht sanktionslos gebrochen werden“. Konsumenten würden aber auch nach Acta nicht kriminalisiert werden. Im Grunde würde das Abkommen nur die bisher geltende Gesetzeslage bestätigen. Im Visier seien ausschließlich jene, die sich aus digitalem Diebesgut ein einträgliches Geschäft gemacht haben. Betrifft Acta also nur Menschen wie Kim Dotcom?

Zumindest in einem Punkt gibt es mit Sicherheit Entwarnung: Internetprovider können in der EU nicht dazu gezwungen werden, ihre Kunden dauerhaft zu überwachen. Das hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil vom vergangenen November unmissverständlich festgehalten.

Selbst wenn nicht alle Horrorszenarien rund um Acta reale Gefahren sind, wichtig sind die lautstarken Proteste der Netzaktivisten in jedem Fall: Denn die Verhandler selbst haben sich mit ihren Ergebnissen nicht unbedingt ins Rampenlicht gedrängt. Im Gegenteil: Seit 2007 feilschten die USA, EU, Japan und weitere Staaten hinter verschlossenen Türen mit Lobbyisten der US-Unterhaltungsindustrie um das Regelwerk. Ebenso lautlos nickte der EU-Agrar- und Fischereirat Acta kurz vor Weihnachten ab. Die Verhandlungsprotokolle sind bis heute nicht öffentlich. Am 26.Jänner schickten 22 EU-Länder, darunter auch Österreich, ihre Botschafter in Japan zur Unterzeichnung des Vertrags. Auch wenn vertrauliche Verhandlungen auf dem internationalen Parkett üblich sind, brandmarkt die Netzgemeinde sie als „undemokratisch und intransparent“ – und die Politiker hören zu. Reihenweise stoppen Regierungen die Ratifizierung des Vertrags, fühlen sich plötzlich selbst nicht gut informiert, wissen nicht, was sie unterschrieben haben.

Die Themen einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, sind im Mainstream angekommen. Mit ihnen auch die Frage: Können Gesetze aus der „alten Welt“ problemlos auf das Internet übertragen werden? Paradebeispiel – der Dauerbrenner Urheberrecht. Im Internet ist geistiges Eigentum Freiwild, klagen die Rechteinhaber. Da Bücher, Musik und Filme digital leicht kopiert und im Internet von jedermann verbreitet werden können, bangen sie um die Möglichkeit, mit ihren Werken weiter Geld zu verdienen. Viele Staaten hören diese Sorge und mühen sich, das Internet stärker zu regulieren: Acta ist nicht der einzige Vorstoß, Onlinepiraterie zu stoppen. Erst vor wenigen Wochen streikten Internetgrößen wie Wikipedia gegen drohende Netzsperren in den USA. Frankreich dreht seinen Bürgern nach dem dritten illegalen Download das Internet schon heute ab.

Digitale Erfolgsstorys. Doch all die Statistiken, mit denen die Musik- und Filmwirtschaft ihre Verluste durch illegale Downloads greifbar machen möchte, stoßen bei den Netzaktivisten auf taube Ohren. Ein Internet ohne vollkommen freien Datenaustausch können und wollen sie sich nicht mehr vorstellen. Das störende Urheberrecht erklären sie in seiner heutigen Form einseitig für tot und drängen die Industrie, längst veraltete Geschäftsmodelle einfach zu ändern.

Neue Chancen für Unternehmer bietet das Internet zuhauf. Bis heute steckt der Aufbau von legalen Film- und Musikangeboten im Internet noch in den Kinderschuhen. Dass es der Industrie gut tut, das World Wide Web nicht als Feindesland zu betrachten, beweist das Beispiel Apple. Während die alten Plattenbosse die ersten Nutzer von Musiktauschbörsen mit Klagen bekämpften, entwickelte Apple mit iTunes eine Software, die den Kauf von digitaler Musik so bequem wie möglich machen sollte. Heute ist Apple der größte Musikhändler im Netz.

In welche Richtung es weitergeht, haben die Staaten in der Hand: Ziehen sie zum Schutz alternder Geschäftsmodelle die Rollbalken im Internet herunter? Oder vertrauen sie darauf, dass ein freies Netz doch mehr Nutzen bringt?

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement
ist ein 51 Seiten starkes Abkommen zur besseren Bekämpfung von Produktpiraterie, Fälschungen und Verstößen gegen das Urheberrecht im Internet. Seit 2007 verhandelten die Europäischen Union, die USA, Japan, Australien, Kanada, Südkorea, Mexiko, Neuseeland, Singapur, die Schweiz sowie Marokko über Acta. In der EU wurde es bisher von 22 Staaten unterzeichnet – etliche zögern jedoch mit ihrer Unterschrift. Bevor Acta in Kraft treten kann, müssen das EU-Parlament und alle nationalen Parlamente das Abkommen ratifizieren. Eine Abstimmung des EU-Parlaments ist für den Sommer geplant. Neue Proteste werden am 25. Februar erwartet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2012)

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31 Kommentare
 
1 2
Gast: Kaspar Hauser
23.02.2012 09:10
0 0


J. E.
23.02.2012 07:33
0 0

Aktionismus

Wenn man die gleiche hektische mediale Aufgeregtheit bei neuen Steuern und der generellen Abzocke durch den Staat an den Tag legen würde, dann wäre Diskussion über neue politische Bewegungen sinnvoll. So aber fragt man sich wer wirklich dahinter steckt.

tomschi
22.02.2012 20:21
2 1

Darf man fragen,...

...wer diesen Artikel bezahlt hat? Die Universitätsprofessoren z.B., die gegen Acta unterschrieben haben, sind alle entweder zu dumm, um die Harmlosigkeit zu erkennen oder fürchten um die Gratis-Downloads? Dabei kann es sich doch nur um einen Witz handeln.

EU-aus
22.02.2012 14:01
1 0

Dilettanten bei der EU-Kommission

1. Wie soll der EuGH das ACTA-Abkommen aufheben, wenn es das EU-Parlament noch gar nicht beschlossen hat?
2. EU-Kommissarin Reding hätte juristische Hilfe schon vor der Beschlußfassung der EU-Kommission in Anspruch nehmen sollen, nicht erst danach.
3. Die EU-Überwachungsunion muß sofort gestoppt werden!

R. Marschall, Parteiobmann
http://www.euaustrittspartei.at/

emma48
20.02.2012 15:57
0 0

ACTA hat keinen wert solange China und Indien fehlen.


Gast: AIDS
20.02.2012 01:17
5 2

Wichtiger Medikamentenschutz?!?!?

Sie betonen: "Wer könnte schon gegen besseren Schutz vor lebensgefährlichen Medikamentenfälschungen sein?"
Doch in Warheit wird durch dieses Gesetz auch die Vorherrschaft einiger weniger Unternehmen in der Nahrungsmmittelproduktion gefestigt, da sie nun schnellere und effektifere Möglichkeiten haben "gefälschte" Getreidesamen zu VERNICHTEN. Und wir beklagen uns über Hungersnöte?!
Zudem wird durch den "Schutz" von Medikamenten der Kampf gegen AIDS in zb Afrika aufgehalten. Kein Aidserkrankter in Afrika kann sich die "originalen", pateniterten Aids Medikamente leisten. Die viel billigeren No-name medikamte waren für sie die rettung! Nun wird sie ihnen genommen, nur aus Profit"geilheit"... Traurig. Googeln sie mal AIDS und ACTA, dann werden sie die wahre Tragweite von ACTA verstehen. Das veraltete Urheberrecht muss reformiert werden, für das Internet, aber auch vorallem für das LEBEN anderer Menschen, und nicht den eigenen Profit!

4 0

Medienmitteilung der Piratenpartei Österreich (Auszug)


Wien, 19.02.2012
*Piratenpartei marschiert am 25. Februar vom Europaplatz zum Parlament*

Die PPÖ hat für kommenden Samstag zusammen mit den Grünen und etlichen anderen Organisationen zu einer weiteren Protest-Aktion gegen die Zensur durch die Hintertür via ACTA aufgerufen. Vorbehaltlich eines negativen polizeilichen Bescheids werden die Piraten um 14:00 Uhr mit einem Lautsprecher-LKW vom Europaplatz über die Mariahilfer Strasse und den Ring zum Parlament ziehen.
...

Außerdem: info@stopp-acta.at

Datum: 25.02.2012
Uhrzeit: 13:00-15:30 Uhr Treffpunkt:Stephansplatz
Route: Stephansplatz --> Rotenturmstraße --> Wipplinger Straße --> Schottenring --> Dr.-Karl-Renner-Ring

Gast: Gartenzwerg
19.02.2012 19:59
7 0

schöne Freiheit ade

Das hat doch Alles Tradition:
Metternich, Joseph Fouche, Gestapo, Stasi. McCarthy, CIA, NSA usw.
Jetzt werden wir in Zukunft von Robotern überwacht, früher waren es menschliche Spitzel und Denunzianten. Die Roboter sind zuverlässiger und schaffen mehr.
Da werden einige Agenten und Spitzel arbeitslos, wenn sie nicht sich selber Arbeit besorgen indem sie Terrorzellen gründen.

Gast: ichbinich0815
19.02.2012 17:27
10 0

normalerweise hätte ich mir soeinen Artikel von der Zeitschrift Österreich erwartet

ACTA umfasst NICHT nur das Internet, genausowenig wie der Protest dagegen nur von der jungen Generation ausgeht. Vielleicht hätte man sich vor dem schreiben des Artikels über ACTA informieren sollen. Die Überschrift des Artikels ist toll überlegt: Es impliziert, das unsere Jugend bewusst und als "ganz normal empfindend" illegalerweise Musik und Filme aus dem Internet herunterläd. Bitte liebe "Presse": informiert euch was ACTA ist, in welche Bereiche unseres Lebens dieses Abkommen vordringen kann und dann versucht es erneut - hoffentlich dann mit ein wenig Vernunft und nicht nur mit reisserischen Überschriften!

Antworten angros
20.02.2012 04:52
4 0

Re: normalerweise hätte ich mir soeinen Artikel von der Zeitschrift Österreich erwartet

Danke für diesen Post, treffend formuliert! Ich finde es maßlos enttäuschend, wie unseriös und pauschalisierend hier von der "Presse" vorgegangen wird.

Gast: gvj,gfde
19.02.2012 14:07
11 0

Was mich stört, ist, dass Acta eine Vielzahl an Menschen in ihrem Leben (nicht nur im Bezug auf das Internet) einschränkt, nur um einer Minderheit dabei zu helfen, noch mehr Profit zu machen.


Gast: ThePoint
19.02.2012 13:38
7 0

Abmahnhagel

Es gibt heute schon zahlreiche Anwälte und ganze Unternehmenstrukturen, die sich darauf spezialisiert haben, Personen und Kleinunternehmer im Internet zu jagen und aufgrund von Fehlern im Impressum oder den AGBs hin abzumahnen. Nicht selten führt dies aufgrund der hohen Kosten zur Geschäftsaufgabe. ( Auch gerne von der Konkurrenz initiiert. ) Wenn ACTA in dieser Form durchkommt, wird dieses zweifelhafte Geschäftsfeld auf eine ganz neue folgenreiche Ebene angehoben. Die Anwälte bestellen sich schon Ihren neuen Porsche und forschen im Internet.

Antworten kanel
19.02.2012 15:15
0 0

Re: Abmahnhagel

Da hilft nur eines: Aufs vorbeifahrende Boot aufspringen und mitfahren.

Gast: auweh
19.02.2012 12:49
0 0

Es gibt...

...kein gedankenverbrechen!!!

Antworten kanel
19.02.2012 13:34
6 1

Re: Es gibt...

Nein? Stichwort: Verbotsgesetz?

Antworten Antworten Gast: Kaspar Hauser
23.02.2012 09:14
0 0

Re: Re: Es gibt...

Naja, denken dürfen Sie ja. Nur gewisse Gedanken (so man die hat) nicht öffentlich in einer bestimmten Form aussprechen...

Gast: Michael Maier
19.02.2012 11:44
4 0

EU-Agrarrat?

Hat der Berlakovich wirklich gewusst, was er da im EU-Agrarrat mitbeschließt? Kann mir den vorstellen, dass der Bauernvertreter eine Ahnung vom Internet hat.

Gast: Klaus
19.02.2012 09:59
8 1

S.g. Herr "Journalist"

Haben wir keinen depperteren und reisserischeren Begriff für die Überschrift gefunden? Oder sind sie frisch von Krone, Kurier oder so einem Blattl zur Presse gewechselt?

0 2

Re: S.g. Herr "Journalist"

Äh, "Krone" und Kurier zählen Sie nicht zur Presse? Wozu denn dann?

1 0

Re: S.g. Herr "Journalist"

heutzutage eh alles dasselbe ...

josephXY
19.02.2012 07:32
4 0

allerhand Interessantes wird zu Acta

aus amerikanischer Sicht erzählt.
Hier gibt Harold Feld einen Einblick in die verrückte Rolle Hollywoods.
http://www.huffingtonpost.com/harold-feld/europes-acta-freak-out-ho_b_1284198.html?ref=media&ir=Media

(Harold Feld spielte mit seinen Fachkentnissen
und seinem Blog eine wichtige Rolle als Informant bei den Protesten gegen SOPA.
Der Blog: wetmachine.com)
Zur Interessenvertretung bestimmter grosser,
alter Studios Hollywoods gäbe es auch
allerhand wissenswertes.
Die MPAA, so heisst diese Organisation, ist
notorisch bekannt.
Ein bisschen googeln mit "MPAA" bringt dazu
schon mal ein bisschen was.
Bislang ist ja über die Lobbyisten und
Betreiber so gut wie gar nichts bekannt.
Und die Rolle mancher Medien, demonstrative
gar nichts davon zu wissen, und das gilt
weltweit, ist auch recht interessant.
Und in ein paar Wochen gibt es vielleicht
Geschrei wegen einer "Medienkrise".

Gast: Gasti
19.02.2012 07:26
0 0

Was ist ACTA?

Folgende Erklaerung ist vielleicht nicht uninteressant.

http://www.youtube.com/watch?v=yWqta3S9vcc

Bombur
18.02.2012 22:49
19 0

Legaler Download muss nur einfach genug sein. Itunes macht es vor.

Einst hies es Fernsehen würde Kinos zerstören und auch unser Kaiser war überzeugt das sich dieses "Auto" nicht durchsetzen wird.
Natürlich gibt es bei jedem Technologiewechsel verzweifelte Menschen die an den alten Dingen festhalten aber für Änderung gibt es ja uns junge Menschen. (auch wir werden einmal behaupten, was unsere Enkel da wollen ist blödsinn)

Aber oft ist es eine einfache Sache von Komfort.
Kaufe ich eine DVD heißt das nicht überspringbare Trailer, Warnungen das ich den Film nicht verbreiten/kopieren darf usw.
Lade ich ihn gratis runter heißt das 1:30 Film ohne Werbung oder sonst was.

Zu ACTA selbst kann ich nur sagen, dass der Text ansich nicht sonderlich böse klingt, die Gefahr ist nur das der Text sehr interpretationswürdig und viel Raum lässt um gefährlich zu werden.
Deshalb sollte man diese Lücken schließen und nicht einfach auf gut Glück unterschreiben.

Generation Download, is ja klar irgendwie muss man die Jungen ja anschwärzen und nachdem sie keine Autos anzünden (schade eigentlich damit wüsste die Regierung wenigstens umzugehen!) muss man sie halt als Raubkopierer darstellen die für nichts zahlen wollen.

Ich bin froh, dass sich so viele zusammenfinden um unseren Politikern etwas mehr auf die Finger zu schauen. Demokratie funktioniert nur wenn sich Menschen einmischen und Fragen stellen!

Wir sehen uns wieder beim Thema Vorratsdatenspeicherung!

0 8

Re: Legaler Download muss nur einfach genug sein. Itunes macht es vor.

"... hies es Fernsehen ..."
Danke, setzen. Weiter zu lesen schaffe ich beim besten Willen nicht. Ich bin aber überzeugt, es kommen noch mehr Schmankerln.

3 0

Re: Re: Legaler Download muss nur einfach genug sein. Itunes macht es vor.

Haben sie keine anderen Sorgen, Herr Professor? Der Inhalt ist das was hier zählt, nicht ob es perfekt geschrieben ist! wenn ihnen langweilig ist, kaufen sie sich ein Haustier!

Gast: ghtz
18.02.2012 22:43
14 0

ACTA ist sicher schon tod.

Leider ist zu befürchten, das unsere so unbestechlichen Politiker, irgendwann wieder heimlich, den gleichen Irrsinn unter anderen Namen, einfürhren wollen.

 
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