Neue Bedingungen: eBay kassiert Kaufpreis selbst

28.02.2012 | 14:19 |   (DiePresse.com)

Direkte Zahlungen werden nicht mehr erlaubt. Das Geld für verkaufte Artikel geht an eBay, die es dann erst an den Verkäufer weiterleiten. Privatleute müssen sieben Tage auf ihr Geld warten.

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Der Online-Marktplatz eBay ändert im Sommer seine Zahlungsabwicklung. Für Käufer bedeutet das einen größeren Schutz, private Verkäufer müssen allerdings länger auf ihr Geld warten, wie eine eBay-Sprecherin am Dienstag sagte. Denn in Zukunft zahlen Käufer den Preis für den von ihnen erworbenen Artikel direkt an eBay und nicht mehr an den Verkäufer. Die Online-Plattform leitet das Geld dann an den Verkäufer weiter. Bisher laufen die Geschäfte ohne die Zwischenstation eBay, Käufer und Verkäufer wickeln die Zahlung direkt miteinander ab.

eBay begründete die Neuerung mit einem größeren Schutz für die Käufer. Diese würden nun unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode voll abgesichert. Erhalte ein Käufer den Artikel trotz Zahlung nicht oder weiche der Artikel erheblich von der Beschreibung ab, zahlt eBay den Kaufpreis inklusive Versandkosten zurück.

Geld liegt sieben Tage bei eBay

Für Verkäufer bedeutet die Neuerung, dass sie informiert werden, sobald das Geld bei eBay angekommen ist. Damit werden Verkäufer dann auch zum Versand aufgefordert. Ihr Geld erhalten Verkäufer je nach ihrem Status ausbezahlt. Private Verkäufer müssen sieben Tage warten. Eine eBay-Sprecherin begründete die lange Frist damit, dass private Verkäufer häufig gebrauchte Artikel verkaufen und es hier die meisten Streitigkeiten über den Zustand der Ware gibt. Bisher erhalten private Verkäufer zuerst ihr Geld und verschicken dann die Ware.

Bei gewerblichen Verkäufern hängen die Fristen vom Status ab. Etablierte Verkäufer, die seit längerem bei eBay anbieten und solche, die die Mindest-Qualitätsstandards erfüllen, erhalten das Geld einen Tag nach dem Versand der Ware. Neue Anbieter und solche, die die Qualitätsansprüche nicht erfüllen, müssen ebenfalls sieben Tage warten.

Als Zahlungsmethoden stehen den eBay-Nutzern Zahlungen über die eBay-Tochter PayPal, Banküberweisung, Kreditkarte, Lastschrift sowie dem Zahlungsdienstleister Skrill zur Verfügung.

(Ag.)

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17 Kommentare
Gast: gast1984
29.02.2012 12:33
0

Adieu Ebay...


eBay wird zur Bank

Als nächstes gibt's dann eBay-Dollars.

Gast: mountbatten89
29.02.2012 06:55
1

sehr merkwürdige entwicklungen

neben den hohen provisionen, der unmöglichkeit von verkäufern ihre kunden negativ zu bewerten, nun auch die "zuhälterfunktion" und lange aufs geld warten.ebay sollte einmal übetrlegen woher das viele geld kommt.es kommt nämlich von den verkäufern und mir scheint, dass die hier wesentlich schlechter gestellt sind als die käufer.wie soll zB die selbstabholung funktionieren wenn ich ein moped verkaufe? muss ich die ware übergeben, der kunde verschwindet mit dem moped, reklamiert dann bei ebay und hat mein moped und erhält sein geld refundiert?

Re: sehr merkwürdige entwicklungen

er bekommt das moped, du bekommst von ebay dann das geld. wo ist das problem?

Re: Re: sehr merkwürdige entwicklungen

naja, für Betrüger nicht mehr ansprechend...

Gast: UKW
28.02.2012 20:29
6

Ebay war gestern

Wer tut sich das noch an, dort was zu verkaufen? Provisonen zahlen, verpacken, Fotografieren, einstellen, beschreiben, Fragen der potentiellen Käufer beantworten, zur Post tragen, Etiketten drucken. Und jetzt auch noch das. Dort tummeln sich ohnehin nur noch großteils Leute, die um 1 Euro was einstellen und selbst mitbieten falls der gewünschte Preis nicht erreicht wird.

Bei vielen Sachen ist es besser man verschenkt es im Freundes- oder Verwandtenkreis oder nützt gratis Plattformen. Schade um die Zeit.

Re: Ebay war gestern

stimmt, es gibt noch Ricardo, Hood, etc. Oder diverse kleinanzeigen wie kijiji, willhaben etc. !

Antworten Gast: duamitohren
28.02.2012 21:12
3

Re: Ebay war gestern

Soviele Wörter, sowenig Sinn.

Quatscherei eines Unwissenden, der wohl noch nie auf ebay richtig aktiv war, das bist du Wichtigtuer, und sonst nichts.

Antworten Antworten Gast: international_
29.02.2012 12:43
1

Re: Re: Ebay war gestern

ich war dabei und kann behaupten, dass es sich für seriöse anbieter nicht mehr rechnet.

auszahlen tut sich ebay nur mehr für scheinprivate, die zwar regelmäßig verkaufen, aber trotzdem keinen gewerbeschein haben und somit schon 20% umsatzsteuer nicht zahlen.
wer seriöse preise hat und alle steuern zahlt kommt bei den kosten und dem erforderlichen aufwand nicht mehr auf seine rechnung.

Gast: Exebayer
28.02.2012 17:11
17

ebay wird immer seltsamer

macht nur so weiter bei ebay. Zuerst die Gebühren horrend erhöhen und dann das.
Schlauer Schachzug weil
1. ebay dann genau weiss welcher Betrag tatsächlich bezahlt wurde = Provisionshöhe
(man konnte das bisher auch übergehen)
2. ebay zu einer Art Bank wird und gratis Zinsen kassiert.

LMA ebay

Gast: 123vv
28.02.2012 17:10
11

Nach...

der Paypal Abzocke, wo ebay nicht nur schöne Zinsen kassiert, sondern sich auch noch zusätzlich zu den 9,5% noch 4,5% holt kommt jetzt auch noch sowas, wobei ebay nun zusätzlich über die Hausbank fette Zinsen kassieren wird. Das hat rein gar nichts mit Kundenfreundlichkeit zu tun, eher mit Abzocke!

Noch mehr Kontrolle ACTA lässt grüßen

Danke ebay für diese Änderung.
Jetzt gibst nur mehr Willhaben!!Aber Gratis


Gast: der kommentar
28.02.2012 16:07
16

eine woche zinsen - ein schönes körberlgeld !


Selbstabholung

das ist für Selbstabholung wohl das Ende für ebay.

Gast: ex-ebayer
28.02.2012 14:46
18

Auf Nimmerwiedersehen Ebay

Die Gebühren für Ebay sind eine Frechheit, vorallem die horrende Verkaufsprovision von 9%.

Re: Auf Nimmerwiedersehen Ebay

So kann man agieren, wenn keine Konkurrenz da ist!

Re: Re: Auf Nimmerwiedersehen Ebay

Amazon Marketplace z.B. ist schon lange Konkurrenz. Teilweise auch Kleinanzeigenportale wie willhaben.at, usw.

Ich war eBay-Nutzer der ersten Stunde, aber ich habe einmal versucht dubiose Artikel zu melden. Seit dem ich weiß, wie eBay mit Benutzern (nicht) umgeht, verzichte ich dankend auf diese Firma.

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