Das Social Network Facebook hat auf eine Datenschutzbeschwerde aus Österreich reagiert. Mit dem "erweiterten Archiv" erhalten Nutzer nun mehr Einsicht darin, was Facebook über sie weiß. Schon bisher konnten Profilinformationen und Fotos heruntergalden werden. Nun wurden, wie Facebook selbst berichtet, weitere Daten wie IP-Adressen, von denen aus man Facebook genutzt hat und alte Freundschaftsanfragen integriert. Die Funktion werde allmählich für alle Nutzer ausgeliefert, heißt es.
Maßnahme noch nicht genug
Den Beschwerdeführern ist das aber nicht genug. Wie die Gruppe "Europe vs. Facebook", bei der der Wiener Jus-Student Max Schrems federführend ist, selbst auf Facebook bekannt gibt, sei das noch nicht genug, um Nutzern "vollen Zugriff" auf die Informationen zu geben, die Facebook über sie gespeichert hat. Aufgrund dieser Intransparenz hatten sich Schrems und seine Mitstreiter bei der irischen Datenschutzbehörde beschwert, die für Facebook zuständig ist. Selbst die erweiterte Funktion biete nur 39 von insgesamt 84 Datenkategorien, die Facebook bei jedem Nutzer anlege, kritisiert die Gruppe.
Archiv dauert
Zu erreichen ist das erweiterte Archiv über die Konto-Einstellungen. Dort findet sich ein Link, um die eigenen Informationen herunterzuladen. Ein großer Button bietet nur ein kleines Archiv an, allein Informationen, die Facebook bereit stellt, sind unter dem kleinen Link "erweitertes Archiv" zu finden. Dessen Zusammenstellung dauert allerdings eine Weile. Der Nutzer wird per E-Mail informiert, wenn das Paket bereit für den Download ist.
(db)
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