"Street Ghosts": Street-View-Fotos als Kunstprojekt

Ein Künstler hat von Google für sein Street View zufällig fotografierte Menschen ausgedruckt und an den Aufnahmeort angebracht.

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(c) Paolo Cirio

Ein US-Künstler hat Googles Maps-Ergänzung Street View zu einem neuen Projekt umgestaltet. Der Webkonzern hat beim Abfotografieren der unterschiedlichsten Straßen der Welt auch mehrere Menschen auf diesen Straßen abgelichtet. Der in New York ansässisge Paolo Cirio hat diese Personen mit ihren unkenntlich gemachten Gesichtern hergenommen, ihr Abbild in Lebensgröße ausgedruckt, und an den originalen Aufnahmeplätzen plakatiert. Das Projekt nennt sich Street Ghosts und umfasst die unterschiedlichsten Menschen in den unterschiedlichsten Situationen.

In der Bildergalerie des Projekts sind Menschen mit Einkaufstaschen zu Entdecken und solche, die gerade eifrig telefonieren. Ein Mann, der gerade in einem Straßencafé Zeitung liest ist genauso enthalten wie ein Vater, der gerade einen Kinderwagen schiebt. Cirio beschreibt die Aufnahmen als "digitaler Schatten, der die echte Welt heimsucht". Die gezeigten Körper seien ein "Kollateralschaden" im Kampf zwischen Unternehmen, Regierungen, Zivilisten und Algorithmen. Googles Datensammlungen seien Teil des Alltags geworden, ihre Quelle sei aber die private Information von Individuen, erinnert Cirio.

(Red.)

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