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Google beugt sich: Brasilianisches YouTube-Video gesperrt

28.09.2012 | 07:14 |   (DiePresse.com)

Kurz nachdem der Brasilien-Chef verhaftet wurde, wurde das Video entfernt. Grund dafür ist ein Gesetz aus dem Jahr 1965. Google bedauert die Situation und pocht auf freie Meinungsäußerung.

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Google hat sich einem brasilianischen Gerichtsbeschluss gebeugt und ein umstrittenes YouTube-Video blockiert. Brasiliens Google-Chef Fabio Jose Silva Coelho erklärte in einer Aussendung, sein Unternehmen sei "tief enttäuscht", nicht die Gelegenheit gehabt zu haben, um darzulegen, dass das Video unter freie Meinungsäußerung fällt. Grund für das Video-Verbot war ein Gesetz aus dem Jahr 1965, das die Schmähung von Kandidaten bei einer Wahl verbietet. Das besagte Video richtet sich gegen einen Bürgermeisterkandidaten.

Brasiliens Google-Chef verhaftet

Coelho war kurz zuvor verhaftet und nur wenige Stunden nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten konnte der Top-Manager die Polizeistation am späten Mittwochabend (Ortszeit) wieder verlassen, nachdem er sich schriftlich bereit erklärte, auf Verlangen vor Gericht zu erscheinen. Coelho war am Mittwoch wegen eines umstrittenen Videos auf der Internet-Plattform YouTube festgenommen worden.

Gericht: Absolut für freie Meinungsäußerung

Google hatte sich trotz Gerichtsbeschlusses geweigert, ein zweifelhaftes Wahlvideo vom YouTube-Portal zu entfernen, in denen ein Lokalpolitiker heftig attackiert wird. Der verantwortliche Richter Flavio Saad Peron sagte: "Wir sind absolut für die freie Meinungsäußerung, und es war auch nicht das, was zu der angeordneten Festnahme geführt hat." Der Grund sei gewesen, dass Google den gerichtlich erlassenen Auflagen zur Entfernung des Videos nicht nachgekommen sei.

(APA/dpa/Reuters)

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