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Google vs. EU: Verknüpfte Nutzerdaten ärgern Behörden

16.10.2012 | 08:15 |   (DiePresse.com)

Google führt seit März die Daten mehrerer Dienste wie YouTube und Gmail zusammen. Das stört 24 der 27 EU-Datenschützer.

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Google hat mit seiner Verknüpfung von Nutzerdaten erneut die Behörden auf den Plan gerufen. Der Suchmaschinenbetreiber verstößt damit gegen Regeln zum Schutz der Privatsphäre, wie aus einem Schreiben von EU-Datenschützern hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag. Die Behörden fordern darin den US-Internetkonzern zu Änderungen auf.

"Die Sammlung von persönlichen Daten in solch einem großen Umfang stellt hohe Risiken für die Privatsphäre der Nutzer dar", heißt es in dem Dokument, das 24 von 27 EU-Datenschutzbehörden plus denen von Kroatien und Liechtenstein unterzeichnet haben. Aus diesem Grund solle Google seine Praktiken ändern. Die Behörden stuften die Vorgehensweise jedoch nicht als illegal ein. Sie verlangen von Google aber zudem, seine Nutzer besser über die Verwendung der persönlichen Daten zu informieren. Bei Google war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Frankreichs Datenschützer CNIL hatten im Februar Ermittlungen gegen Google aufgenommen. Die Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Datenschutzbehörden vorangetrieben. Bis Mitte März wurde Google ein Fragen-Katalog zur Beantwortung vorgelegt.

Neue Google-Datenschutzregeln seit März

Im Jänner hatte Google erklärt, seine Datenschutzpolitik zu vereinfachen. Seit dem 1. März gilt eine neue Regelung, die 60 verschiedene Vorgaben von Google-Angeboten wie YouTube, Gmail und Google+ zusammenfasst. Sie ermöglicht es dem Unternehmen, alle Daten zu verknüpfen, die es von einem Nutzer über die einzelnen Dienste erhält. Google begründete die Neuerung damit, seine Suchergebnisse besser auf die Bedürfnisse des einzelnen Nutzers zuschneiden und Angebote optimieren zu können.

Die Rüge kommt für den Konzern zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die US-Aufsicht FTC und die EU-Wettbewerbsbehörde ermitteln bereits gegen das Unternehmen. Dabei geht es um den Verdacht, dass Google seine dominante Stellung auf dem Suchmaschinenmarkt zulasten der Konkurrenz ausnutzt.

(APA/Reuters)

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1 Kommentare
Gast: Unbesorgter_Surfer
22.10.2012 17:01
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Immer diese ewige Datenschutz Diskussion

Es steht doch jedem frei, die 60 von Google kostenlos zur Verfügung gestellten Dienste zu nutzen - oder das eben bleiben zu lassen.

Wenn ein Familienvater, Pfarrer, Grundschullehrer etc. bei seinem Google-Mail Account plötzlich Sex-Seiten Werbung angezeigt bekommt, weil er an anderer Stelle sowas bei Google angesurft - ist der doch selbst schuld.

Ich persönlich bin froh über personalisierte Werbung (mit der diese Dienste finanziert werden) und freue mich wenn ich keine Schrott-Werbung sehen muss.

Uninteressante Werbung = wenig Klicks = wenig Werbe-Einnahmen = kostenloser Dienst eingestellt. Auf Wiedersehen YouTube, GMail, Earth, Maps, Routenplaner, Kalender, Docs und Co.... Oder will jemand eine Monats-/Jahres-Gebühr für jeden dieser kostenlosen Dienste?? Dann doch lieber personalisierte Werbung.