Microsoft "sehr überrascht" von Googles Gmail-Änderung

18.12.2012 | 09:44 |   (DiePresse.com)

Google dreht ab 30. Jänner die Unterstützung für Kalender- und Kontakt-Synchronisierung bei Windows Phone und Windows 8 ab. Microsoft empfiehlt den Umstieg von Gmail auf Outlook.com.

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Microsoft war auf Googles Vorhaben, demnächst Synchronisierung von Kontakten und Kalendern in Windows Phone und Windows 8 nicht mehr zu unterstützen, nicht vorbereitet. Wie ein Mitarbeiter in einem Blogeintrag schreibt, sei man "sehr überrascht" über die Entscheidung. Google will das Microsoft-Protokoll Exchange Active Sync mit 30. Jänner nicht mehr unterstützen, weshalb dann nur noch Gmail-Nachrichten auf Windows Phones und Geräte mit Windows 8 geleitet werden können. Kontaktdaten und Kalendereinträge bleiben außen vor. Allerdings auch nicht mehr sofort nach Eintreffen, sondern nur alle 15 Minuten.

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Tipp: Zu Outlook.com wechseln

Microsoft "Lösung" für das Problem: Man solle doch zu den Millionen von Nutzern auf Outlook.com wechseln, dem eigenen kostenlosen Online-Dienst für E-Mail, Kontakte und Kalender. Gleichzeitig gibt das Unternehmen Tipps dafür, wie man seine E-Mails aus Gmail nach Outlook.com weiterleiten und Kontakte verknüpfen kann. Naturgemäß unterstützt der Online-Dienst das Microsoft-Protokoll für den Datenabgleich zwischen verschiedenen Geräten.

Update könnte Funktionen wieder herstellen

Google stellt die Gmail-Informationen auch weiterhin zur Verfügung, allerdings nur noch über die Protokolle IMAP (für E-Mail), CardDAV (für Kontakte) und CalDAV (für Kalendereinträge). Diese werden etwa in Apples iPhone-Betriebssystem iOS genutzt, um ein Google-Konto mit dem Gerät zu verbinden. Derzeit ist nicht bekannt, ob Microsoft diese Protokolle mit einem Update für Windows Phone und Windows 8 auch unterstützen will. Wie The Verge in Erfahrung gebracht haben will, soll Microsoft sich zuerst alle technischen Möglichkeiten ansehen, bevor hier eine Entscheidung gefällt wird. Der Hersteller dürfte tatsächlich von Google unvorbereitet erwischt worden sein.

(Red.)

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