Im Streit mit Google setzt die EU-Kommission dem Internet-Konzern eine Frist bis Jänner, um Bedenken gegen seine Geschäftspraktiken auszuräumen. Bis dahin müsse die US-Firma nach den Fortschritten der bisherigen Schlichtungsgespräche detaillierte Kompromissvorschläge unterbreiten, forderte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Dienstag nach einem Treffen mit Google- Verwaltungsratschef Eric Schmidt.
Anschließend würden diese geprüft und möglicherweise nach einem Markttest in verbindliche Zusagen umgewandelt.
Suchergebnisse manipuliert?
Brüssel wirft dem Konzern den "Missbrauch von Marktmacht" vor und mahnt deshalb die Änderung seiner Geschäftspraktiken an. Nach Ansicht der Kommission benachteiligt das Unternehmen unter anderem konkurrierende Firmen bei der Anzeige von Suchergebnissen und nutzt die Inhalte anderer Suchanbieter ungefragt für eigene Zwecke.
"Seit Aufnahme unserer vorläufigen Gespräche im Juli haben wir unsere Meinungsverschiedenheiten deutlich reduziert", sagte Almunia. Mit einer einvernehmlichen Lösung könnte Google mögliche Geldstrafen durch die EU-Wettbewerbshüter abwenden.
(APA/sda)
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