Marktmacht missbraucht? EU macht Druck auf Google

19.12.2012 | 09:08 |   (DiePresse.com)

Bis Jänner hat Google jetzt Zeit, die Bedenken auszuräumen. Der Konzern soll die Konkurrenz in Suchergebnissen benachteiligen.

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Im Streit mit Google setzt die EU-Kommission dem Internet-Konzern eine Frist bis Jänner, um Bedenken gegen seine Geschäftspraktiken auszuräumen. Bis dahin müsse die US-Firma nach den Fortschritten der bisherigen Schlichtungsgespräche detaillierte Kompromissvorschläge unterbreiten, forderte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Dienstag nach einem Treffen mit Google- Verwaltungsratschef Eric Schmidt.

Anschließend würden diese geprüft und möglicherweise nach einem Markttest in verbindliche Zusagen umgewandelt.

Suchergebnisse manipuliert?

Brüssel wirft dem Konzern den "Missbrauch von Marktmacht" vor und mahnt deshalb die Änderung seiner Geschäftspraktiken an. Nach Ansicht der Kommission benachteiligt das Unternehmen unter anderem konkurrierende Firmen bei der Anzeige von Suchergebnissen und nutzt die Inhalte anderer Suchanbieter ungefragt für eigene Zwecke.

"Seit Aufnahme unserer vorläufigen Gespräche im Juli haben wir unsere Meinungsverschiedenheiten deutlich reduziert", sagte Almunia. Mit einer einvernehmlichen Lösung könnte Google mögliche Geldstrafen durch die EU-Wettbewerbshüter abwenden.

(APA/sda)

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1 Kommentare

"Der Konzern soll die Konkurrenz in Suchergebnissen benachteiligen"

Welche Konkurrenz?

Google hat bei uns in Europa einen Marktanteil von mehr als 96%. Yahoo & Bing werden hier kaum genutzt.

Genau genommen geht es um die Verdrängung von Unternehmen aus den Top-Rankings für die Platzierung der eigenen Services ; ) damit sich die Adwords Kassen füllen.
Und das, aufgrund der Reverse Charge Lücke, mit Steuerschuldumkehr beim Verbraucher, wodurch der milliardenschwere Suchmaschinen-Monopolist seine Gewinne auch noch steuerfrei aus Europa abzieht.

Die größten Kunden sind im übrigen Banken und Versicherer.

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