Chromebook Pixel: Googles neuer Touchscreen-Laptop

22.02.2013 | 08:26 |   (DiePresse.com)

Das neue Notebook mit dem Internetbetriebssystem ist teuer, aber Google ist überzeugt: "Die Leute werden dafür das MacBook Air aufgeben".

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Google treibt seine Vision des Netz-Computers auf die Spitze: Das neue Modell Chromebook Pixel hat eine extrem hohe Auflösung, einen Touchscreen und einen hohen Preis. Mit seinem schlichten Aluminium-Gehäuse nimmt es klar Apples MacBook-Computer ins Visier. "Die Leute werden dafür das MacBook Air aufgeben", sagte Google-Manager Sundar Pichai bei der Präsentation.

Google riskiert einen ungewöhnlichen Vorstoß in die Laptop-Oberklasse mit einem Internet-basierten Touchscreen-Notebook. Das neue Chromebook Pixel kostet in den USA ab 1299 Dollar (985 Euro). Es spielt damit fast in der Preisklasse von Apples MacBook-Modellen mit ähnlich hoher Bildschirm-Auflösung. Allerdings ist das Google-Gerät anders als die meisten anderen Notebooks: Es funktioniert mit dem Betriebssystem Chrome OS, bei dem Programme und Dateien direkt aus dem Internet abgerufen werden. Das Gerät ist dann weitgehend nur noch das Portal zu Googles Servern. Chromebook Pixel Neuer TouchscreenLaptop

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Weil die Internet-Verbindung bei diesem Konzept eine Schlüsselrolle spielt, soll es im April auch eine Version mit eingebautem superschnellem LTE-Datenfunk geben - für 1499 Dollar. Bisherige Chromebook-Modelle waren mit etwa 250 Dollar deutlich günstiger. Allerdings bekommt man mit dem Kauf des Pixel auch einen Terabyte Netzwerk-Speicher bei Google für drei Jahre gratis.

Das Chrome-Betriebssystem entstand aus dem gleichnamigen Internet-Browser. Als Vorteile nennt Google, dass die Computer sofort einsatzbereit sind und sie sollen durch den hohen Schutz der Google-Server auch sicherer sein. Die radikale Idee des Cloud-Computers gewinnt aber nur langsam Anhänger, die Marktanteile sind bisher gering.

Touchscreen: Apple sträubt sich

Nach Microsoft mit Windows 8 setzt damit auch Google auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm im Notebook. Apple sträubt sich bei seinen Macs bisher dagegen und argumentiert, dass die Nutzungs-Szenarien bei Tablets und Personal Computern unterschiedlich seien.

Mit einem minimalistischen Gehäuse aus Aluminium zielt das Chromebook Pixel ziemlich klar auf Apple-Notebooks als Rivalen. Zudem bewirbt Google das Gerät als Laptop mit der höchsten Bildpunkt-Dichte auf dem Display. Es hat eine Auflösung von 2560 mal 1700 Pixeln bei einer Diagonale von 12,85 Zoll (32,6 cm). Das ähnliche große MacBook Pro in der Ausführung mit dem besonders scharfen "Retina"-Display kommt auf 2560 mal 1600 Pixel.

 

(APA/dpa)

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10 Kommentare
14 0

ist ja lustig

google klaut uns unsere daten um sie gewinnbringend an werbende zu verkaufen. super geschaeft.

und dann wollen sie fuer einen pseudo rechner (mit dem sie ueber chrome noch mehr daten ueber uns bekommen und damit noch mehr umsatz machen) geld? und noch dazu derart unverschaemt viel?

oh leute...
das ist ja nicht einmal mehr lustig.

?

Der 1. April kommt doch erst oder?

28 2

Da nimmt wieder einer den Mund sehr voll

Das Ding kann weniger als ein iPad, kostet mehr und soll eine Konkurrenz zu einem vollwertigen Computer wie dem MacBook Air sein? Das ist lächerlich. m(

Das ist doch alles von Apple und Microsoft geklaut...

Die sollten einmal eigene Ideen entwickeln.

3 4

Re: Das ist doch alles von Apple und Microsoft geklaut...

Das ist tatsächlich mal eine eigene google-idee. nur halt keine gute.

Re: Re: Das ist doch alles von Apple und Microsoft geklaut...

Ein Clone eines MacBook Air mit einer von Windows 8 geklauten Oberfläche? Wirklich keine gute Idee!

Wenn Google das MacBook Air angreift ...

dann sollte man sich einmal das MacBook Air genauer ansehen.

20 2

Kaum zu glauben,

dass ich alle meine Daten u. Dateien Google anvertrauen würde.

Re: Kaum zu glauben,

Das sehe ich genauso. Und wenn mal die Verbindung zum inet ausfällt, dann ist das Teil nur noch ein Briefbeschwerer - manche Firmen haben schon perverse Ideen.

16 0

Sehe ich ähnlich

So sehr ich die Möglichkeit schätze, jederzeit Informationen und Services im Internet nutzen zu können, so sehr lehne ich den Zwang ab, es tun zu müssen.

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