Seit dem heutigen Montag versucht ein neues Web-Startup Google das Fürchten zu lehren. "Cuil" rühmt sich, dreimal so viele Webseiten zu durchsuchen wie Google. Der Suchneuling ist ein Projekt von Stanford-Professor Tom Costello und seiner Frau Anna Patterson, die bereits für die Such-Architektur bei Google zuständig war.
120 Milliarden Webseiten hat Cuil im Index - 40 Milliarden sind es bei Google. Das behauptet Costello gegenüber CNet. Laut einem Eintrag im offiziellen Google-Blog vergangene Woche, will der Such-Gigant jedoch Ergebnislisten bis zu einer Billion (1.000.000.000.000, in Amerika "Trillion") URLs liefern. Die Autoren des Artikels gestehen jedoch ein, dass davon viele ident oder automatisch generiert sind.
Wer nun tatsächlich mehr Suchergebnisse liefern kann, wird vorerst wohl ungeklärt bleiben. Viel wichtiger ist die Frage, nach welchen Gesichtspunkten die Ergebnisse geordnet werden, denn: Wer klickt schon bis ans Ende einer 1-Billionen-URL-Ergebnisliste. Google sortiert bekanntlich nach "Relevanz", die sich aus der Anzahl an Links ergibt, die auf anderen Webseiten auf die URL verweisen ("Pagerank").
Cuil verwendet ein komplett anderes System: Die Suchergebnisse werden kontextbasiert in Gruppen geteilt, die in Tabs dargestellt werden. Das bedeutet, dass eine Suche nach "Wien" etwa in "Sehenswürdigkeiten", "Flughafen", etc. unterteilt wird. So können die Ergebnislisten, die aufgrund des schnellen Web-Wachstums immer länger werden, wieder auf nutzerfreundliche Länge gebracht werden.
(sg)

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