Die Video-Plattform YouTube muss immer seltener Video-Clips entfernen, die gegen das Copyright verstossen. Firmen wie CBS, Universal Music und Electronic Arts haben ihren Umgang mit den illegalen Clips geändert: Nun werden solche Inhalte einfach mit einem Copyright-Hinweis ausgestattet - und mit Werbung.
Das Medienunternehmen Viacom führt noch immer einen Millarden-Prozess gegen YouTube-Mutter Google wegen Urheberrechts-verletzenden Videos auf der Internet-Plattform. Der Schwesterkonzern CBS sieht hingegen wie einige andere Firmen von einem langwierigen und kostenintensiven Verfahren ab: Die "illegalen" Clips erreichen schließlich Millionen an Nutzern und sind somit eine gute Plattform für Werbebanner. Da es sich um eigenes Material handelt, kann dort auch noch gratis geworben werden.
So wurde etwa das Musikvideo "Disturbia" von Rihanna mit Werbung ausgestattet, berichtet News.com. Das Video wurde zuvor von einem YouTube-Nutzer hochgeladen und erreichte innerhalb von drei Wochen 1,2 Millionen Views. Der Nutzer erhielt eine E-Mail-Benachrichtigung, dass Universal Music ihm gestattet, das Video zu benutzen. Als Gegenleistung wird Werbung in dem Clip platziert und Universal Music als Copyright-Inhaber ausgewiesen. Die Erlöse aus den Werbeeinschaltungen werden zwischen Google und den Medienunternehmen geteilt.
(Red.)

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