04.07.2009 12:51 | Meine Presse Merkliste0

Internet-Browser von Google ist bereits verfügbar

02.09.2008 | 21:07 |   (DiePresse.com)

Eine Testversion von Googles Browser "Chrome" ist bereits online. Bei der Entwicklung wurde vor allem auf Geschwindigkeit und Tab-Funktionen geachtet.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Internet-Konzern Google wird mit einem eigenen Web-Browser die Dominanz von Microsofts Internet Explorer angreifen. Die neue Software mit dem Namen Google Chrome kann hier heruntergeladen werden.

Das Ziel sei ein Browser, der schneller, benutzerfreundlicher und sicherer ist als heutige Programme.

Der Google-Browser bedient sich laut dem offiziellen Unternehmensblog "Google Blogoscoped" der Rendering-Engine Webkit, die etwa auch Apples Safari-Browser nutzt. "Chrome" soll außerdem besonders auf die Nutzung von Web-Applikationen ausgerichtet sein und deshalb mit einer besonders leistungsstarken JavaScript-Engine laufen. Die entsprechende virtuelle Maschine wurde eigens entwickelt und sorgt dafür, dass Tabs als eigene Prozesse geführt werden. Das wiederum hat den Vorteil, dass Fehler auf ein Tab beschränkt bleiben, wodurch der Browser stabiler läuft. Eine ähnliche Funktionalität haben auch die Tabs des neuen Internet Explorer 8.

Die Tabs des Google-Browsers sollen allerdings noch eigenständiger eingesetzt werden können. So wird jede Registerkarte eigene Kontroll-Buttons und eine eigene URL-Zeile haben.

Marktführer Microsoft

Die Konkurrenz am Browser-Markt nahm zuletzt deutlich zu. Meistgenutzte Software ist Microsofts Internet Explorer. Sein Marktanteil beträgt derzeit laut Marktforschern etwa 73 Prozent - nach mehr als 90 Prozent noch vor einigen Jahren. Auf Platz zwei folgt mit knapp 20 Prozent das Open-Source-Programm Firefox. Ein wichtiger neuer Konkurrent ist auch Apples Browser Safari, der unter anderem mobil im Handy iPhone zum Einsatz kommt. Der Quellcode von Chrome werde wie bei Firefox offen sein, betonte Google. Das heißt, die Software kann von Programmierern frei weiterentwickelt werden.

Google wagt mit dem Start eines eigenen Browsers einen großen Schritt. Microsoft hatte erst vor wenigen Tagen die zweite Testversion seines neuen Internet Explorer 8 vorgestellt. Zuvor hat Mozilla die dritte Version des Firefox veröffentlicht und mit acht Millionen Downloads einen Weltrekord ins Leben gerufen.

 

(Ag./Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: guruz
03.09.2008 09:36

Blogoscoped.com ist NICHT das Google Firmen-Blog.

Blogoscoped.com ist NICHT das Google Firmen-Blog.

http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Blogoscoped

Systemanalytiker
02.09.2008 23:50

Die Nutzungsbedingungen sind interessant

Das ist der erste Browser, wo solche Nutzungsbedingungen zu akzeptieren sind.

Auszug:
Punkt 20.7:

"20.7 Die Bedingungen sowie die Beziehung zwischen Ihnen und Google gemäß den Bedingungen unterliegen den Bestimmungen der englischen Gesetzgebung. Sie und Google stimmen zu, sich zum Zwecke der Klärung sämtlicher rechtlichen Angelegenheiten, die sich aus den Bedingungen ergeben, der ausschließlichen Zuständigkeit der englischen Rechtsprechung zu unterwerfen. Dessen ungeachtet stimmen Sie zu, dass es Google weiterhin freisteht, in einer beliebigen Gerichtsbarkeit eine einstweilige Verfügung (oder eine Verfügung ähnlicher Art) anzustreben.
15. August 2008"

Ich habe diesen sogenannten Browser sofort deinstalliert.


Gast: CoTaX
02.09.2008 11:29

Pro Google ist kostenlos contra datensammlung

Google ist mit abstand der einfrigste Datensammler der Welt, mit einem eigenen Internetbrowser ist Google in der Lage jede Tasteneingabe, jede Mausbewegung und jedes zeitliche Verhalten seiner Nutzer aufzuzeichnen und auszuwerten. Google weis: was sie suchen, mit wem Sie Kontakt haben, über welche Themen Sie in ihrem Blog schreiben, welche Themen Sie interessieren, wo Sie wohnen, wie Sie aussehen, welchen Browser bzw. welche Internetverbindung Sie nützen, wie alt Sie sind, ob Sie das Zehnfingersystem beherschen, welche Bildung Sie besitzen.

In ein paar Jahren wird Google in der Lage sein, mir zu sagen, was ich jetzt suchen will, wie meine Traumfrau (mann) aussieht und wann ich wahrscheinlich sterben werde.

Doch Google ist kostenlos und ergänzt seine Produktpalette fast täglich mit neuen Services. Außderdem sind fast alle Quelltexte von Google offen und können so kontrolliert werden.

Alles in allem will Google auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen bevor sie entstehen.

Gast: winwin
02.09.2008 09:35

Marktanteile

Nach http://www.w3schools.com/browsers/browsers_stats.asp liegt der Anteil der IE-Mitbewerber im August 2008 bereits bei 49,9% mit steigender Tendenz.
Insbes. ist beim IE7 seit 2 Monaten ein stark rückläufiger Trend zu erkennen.
Somit könnte die Marktführerschaft der IEs im September 2008 gebrochen werden.


Gast: malino
02.09.2008 09:18

Super ...

... dann wissen die Jungs von Google sogar wann ich auf¿s Klo gehe! Langsam aber sicher werden mir die unheimlich.

Antworten Gast: Tux
02.09.2008 12:36

Re: Super ...

Außerdem ist Chrome Open Source... Google wird doch nicht so blöd sein und da Spyware-Funktionalität einbauen!

Antworten Gast: Daeng
02.09.2008 10:54

Re: Super ...

Es zwingt dich niemand bei Google vorbei zu schauen, oder sonnst einen Service von Google zu brauchen!

Schlagzeilen Tech

  • Apple: SMS-Sicherheitsleck im iPhone bestätigt
    Im SMS-Programm von Apples Kult-Handy steckt eine gefährliche Schwachstelle. Angreifer könnten ihre Opfer über das iPhone abhören und lokalisieren. Einen Patch soll es erst Ende des Monats geben.
    Windows 7: Microsoft plant "Familienlizenz" für drei PCs
    Windows 7 könnte es ab Oktober auch in einer Familienversion geben, die auf drei verschieden Rechnern in einem Haushalt installiert werden darf. Auch Apple bietet solche Familien-Pakete.
    Twitter: Beobachter können gekauft werden
    Wer sich auf Twitter unbeachtet fühlt und lieber mit einem großen Publikum protzen möchte, kann "Followers" zukaufen. Das Unternehmen USocial bietet Pakete von bis zu 100.000 Abonnenten.
  • Kids sind im Web zu freigiebig mit ihren Daten
    Die Herausgabe von persönlichen Daten ist bei einer Studie auf Platz eins der größten Web-Risiken für Kids in Europa gelandet. Gefolgt von Kinderpornos, Gewaltinhalten und Mobbing.
    Robocup 2009: Der Mensch ist Zuschauer
    Ob auf dem Spielfeld, zu Hause oder auf hoher See – die Roboter zeigen, was sie können. Die TU Graz hat den Robocup, den weltgrößten Roboter-Fußball-Bewerb, erstmals nach Österreich geholt.
    IP-Telefonie: Telefonieren ohne Telefonnetz
    Telefonieren im Web lockt Private und Unternehmen. Dank Flatrate und immer höherer Bandbreiten macht Skype nicht nur dem traditionellen Festnetz Konkurrenz, sondern wird zunehmend auch auf Internethandys genutzt.
  • The Pirate Bay will Nutzer fürs Filesharing bezahlen
    Der neue Besitzer der weltgrößten Filesharing-Plattform will die Rechteinhaber mit Geld zufrieden stellen, das Pirate-Bay-Nutzer zuvor verdient haben. Was übrig bleibt, dürfen die Nutzer behalten.
    Facebook erleichtert Schutz der Privatsphäre
    Die weltgrößte Online-Community soll für Mitglieder leichter bedienbar werden. Kompliziert verstreute Einstellungen können künftig zentral vorgenommen werden.
    iPhone: Apple kämpft mit Kinderporno-Apps
    Eine neue Anwendung für das iPhone lässt minderjährige Mädchen bewerten. Entwickler haben Wege gefunden, den Prüfprozess von Apple zu umgehen und illegale Inhalte nachträglich "einzuschmuggeln".
  • EU kippt umstrittene Steuer auf Handys
    Die schwedische EU-Präsidentschaft hat am ersten Tag ihrer Amtszeit die Steuerpläne für TV- und Navi-Handys vom Tisch gefegt. Geplant waren Aufschläge von bis zu 14 Prozent.
    Firefox 3.5: Fünf Millionen Downloads in 24 Stunden
    Die neue Version des Internet-Browsers Firefox ist erfolgreich gestartet. Bis Mittwoch-Abend wurde er bereits rund fünf Millionen Mal geladen. In Österreich immerhin rund 50.000 Mal.
    Windows Mobile 6.5 landet Ende September bei A1
    Das lange erwartete neue Windows für Smartphones kommt im Herbst auch nach Österreich. Das Touchscreen-Handy Omnia II von Samsung wird eines der ersten 6.5er-Modelle sein.