Traditionelle Nachrichtendienste müssen immer stärker gegen die Internet-Konkurrenz wie zum Beispiel Google News ankämpfen. Sowohl das Wall Street Journal als auch Associated Press (AP) wollen gegen Gratisangebote vorgehen - notfalls vor Gericht. Heftige Worte fand der Herausgeber des Wall Street Journal, Robert Thomson laut The Australian: "Gewisse Webseiten kann man am Besten als Parasiten oder technische Bandwürmer in den Gedärmen des Internets bezeichnen." Google und Co. seien der "falschen Auffassung", dass Inhalte gratis zu sein hätten.
AP ist "verdammt sauer"
Ins selbe Horn stieß AP-Vorstand Dean Singleton in einer Presseaussendung: "Wir sind verdammt sauer und werden das nicht mehr hinnehmen." Konkret heißt es, dass AP mit aller Härte gegen Onlinedienste vorgehen will, die Inhalte ohne Lizenzgebühren verbreiten. Dazu soll ein System entwickelt werden, das illegal verwendete Artikel aufspürt. Gleichzeitig hieß es, AP werde die Gebühren für Abonnenten senken, um einen Anreiz zu schaffen, die Inhalte legal zu erwerben.
Google: "Wir sind Lösung, nicht Problem"
Google wehrt sich in einem eigenen Blogeintrag vehement gegen die Vorwürfe. Besucher von Google News würden auf die Angebote der traditionellen Medien umgeleitet werden. Dort würde Google ihnen über diverse Anzeigenprogramme noch dazu helfen, Geld zu machen. Noch dazu sehe man sich von der AP-Kritik nicht direkt betroffen, habe man doch ein Kooperations-Programm mit dem Nachrichtendienst. Google besteht darauf, nicht das Problem, sondern Teil der Lösung zu sein, um in der Krise zu überleben.
(db)
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