Die britische Datenschutzbehörde ICO sieht keine Handhabe, dem Internetkonzern Google detaillierte Darstellungen von Straßen und Häusern auf seinem virtuellen Rundgang "Street View" zu verbieten. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, den Dienst in einer Welt zu sperren, "in der viele Leute twittern, bloggen und bei Facebook sind", entschied das Information Commissioner's Offce (ICO) am Donnerstag in London. Es wies damit eine Beschwerde der für den Schutz der Privatsphäre eintretenden Organisation Privacy International zurück.
Insgesamt gingen laut ICO 74 Beschwerden ein, die allesamt abgelehnt wurden, weil die Privatsphäre nur geringfügig verletzt werde. Google macht auf seinen Street-View-Bildern Autokennzeichen und Gesichter unkenntlich oder entfernt auf Wunsch auch beanstandete Fotos. Seitens Google begrüßte man die Entscheidung der britischen Behörde.
Goolge Street View wird es auch für Österreich geben, ein Starttermin steht vorerst nicht fest. Allerdings sind Google-Autos schon seit Wochen unterwegs sind. Mit einem speziellen Kamera-Aufsatz fotografieren sie Straßenzüge so ab, dass der User später am PC einen kurzen virtuellen Rundgang unternehmen kann.
(Ag.)
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