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Griechenland verbietet Google Street View

12.05.2009 | 22:55 |   (DiePresse.com)

Die Wahrung der Privatsphäre sei durch die detaillierte Darstellung von Straßen und Häusern nicht gewährleistet. Street View veröffentlicht Panorama-Ansichten von Städten im Internet.

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  • Google Street View

Griechenland hat dem Internetkonzern Google die detaillierte Darstellung von Straßen und Häusern - das sogenannte Street View - verboten. Zur Begründung erklärte die Datenschutzbehörde des Landes am Dienstag, die Wahrung von Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten sei nicht garantiert. Auch in Österreich fahren derzeit die umstrittenen Google-Autos durch die Straßen, um Umgebungsfotos für Street View anzufertigen.

Mit dem Street-View-Dienst stellt Google Panorama-Ansichten von Städten im Internet zur Verfügung. Der Konzern hatte versichert, Gesichter und Autokennzeichen auf den Bildern unkenntlich zu machen. Den griechischen Behörden reicht das aber nicht aus. Google müsse darlegen, wie die gesammelten Daten gespeichert und vor Missbrauch geschützt werden.

Google: "Nehmen Schutz der Privatsphäre ernst"

Eine Google-Sprecherin erklärte, das Unternehmen nehme den Schutz der Privatsphäre sehr ernst und werde das Angebot entsprechend anpassen. Der Street-View-Dienst besteht seit dem Jahr 2007 und wird inzwischen für mehr als 100 Städte in aller Welt angeboten. Auch in anderen Ländern gab es bereits Beschwerden. Der EU-Datenschutzbeauftragte hatte den Dienst im vergangenen Jahr scharf kritisiert.

Die britische Datenschutzbehörde hingegen lehnte es im April ab, Street View zu verbieten. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, den Dienst in einer Welt zu sperren, "in der viele Leute twittern, bloggen und bei Facebook sind", entschied die Behörde. Ob und wann der Dienst auch in Österreich angeboten wird, ist noch offen. Anfang April bestätigte der Suchmaschinen-Gigant jedenfalls, auch hierzulande Aufnahmen zu machen, nachdem einige der Kamera-Autos in Innsbruck und Wien gesichtet wurden.

Google Street View
Street View ist eine Erweiterung für Google Maps, die die Umgebung auf Basis von Fotografien dreidimensional begehbar macht. Die Aufnahmen der Straßenzüge und Häuser werden mit auf Autos montierten Kameras gemacht. Google muss für diesen Dienst immer wieder heftige Kritik von Datenschützern einstecken.
So funktioniert Street View

(Ag./Red.)

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7 Kommentare
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datenschutz ist richtig und wichtig

wenn man allerdings eine liste von prioriäten in diesem bereich erstellen würde:

street view käme wohl auf einen der letzten plätze!

wufl
13.05.2009 12:47
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www.norc.at

ich weiß nicht, was die Datenschützer alle haben. Wien ist doch schon "lange" fotografiert und online einsehbar --> www.norc.at

Gast: wurdejazeit
13.05.2009 12:31
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Endlich

Endlich hat ein Land den Mut sich Google entgegenzustellen!!!
Dieser Wahnsinn muss endlich ein Ende haben!!!

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Das Scheinheil der Datenschützer!

Es wird, ganz sicher, die Zeit kommen, in der jede Stadt sich glücklich schätzt, alle Informationen bereitzu stellen, die Besuch, Ansiedlung und Geschäftstätigkeit entscheiden.

Ob ich bei der Aufnahme gerade über die Straße ging oder nicht bleibt keinem Passanten verborgen - wieso sollte ich das scheuen?

Die Ausspähung der Türen und Fenster ist ein hilfloses Argument, weil das an Ort und Stelle besser funktioniert.

Redlicher wäre es, Parteivermögen und Amtsaktivitäten öffentlich zu machen, wenn es nur Funktionäre im Dienst betrifft.

Ich stelle mir den Skandal vor, wenn LehrerIn in Heimarbeit am Tennisplatz, oder Hr. Richter am Golfplatz in der Arbeitszeit gezeigt wird.

Ist das die Furcht der Datenschützer?

jta
13.05.2009 05:29
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das ist doch blahblah

... plötzlich stellen sich auf so einer banalen nebenfront die ärgsten datenflederer als grosse schützer der privatsphäre im internet vor.

aber alle telefone wollen sie abhören, die emails mitlesen und das surfverhalten im netz studieren.

ach ja, auf so einem foto könnte der nachte popo von einem einjährigen kind drauf sein und die kinderpornowelt verwöhnen.

ich glaube man sollte endlich die weltweite diktatur der psychosen abbrechen und zur normalität übergehen.

die wäre, dass jede strasse der welt anscheuen kann, wobei ich keinen unterschied sehe, dass ich dort hinfahre oder im netz ein paar bilder sehe.

wenn sich dann institutionen, die keinerlei vorbilder in sachen datenschutz darstellen, aufpudeln, dann fragt man sich doch ...


Gast: Tiger
12.05.2009 23:43
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Bravo! Von dieser Datenschützbehörde sollten sich die Kollegen im Westen mal was abschauen


Antworten Georgius
13.05.2009 11:21
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Re: Bravo! Von dieser Datenschützbehörde sollten sich die Kollegen im Westen mal was abschauen

Welche Personenbezogenen Daten sehen sie gefährdet?