In San Francisco findet am Mittwoch und Donnerstag die hauseigene Entwicklerkonferenz von Google statt. Dort gewährte der Internet-Gigant einen kleinen Vorgeschmack auf Android 2.0 - die nächste Version seines Handy-Betriebsystems. Außerdem wurden rund 4000 Google-Handys an die Teilnehmer verschenkt. Aber auch daheim Gebliebene dürfen sich freuen: Noch heuer rechnet Google mit rund 18 neuen Android-Geräten von verschiedenen Herstellern. Die meisten davon werden offenbar früher in Europa als in den USA zu haben sein.
Die neuen Google-Handys werden von acht oder neun Herstellern kommen, meinte Andy Rubin, Android-Chef bei Google. Welche genau, wollte er noch nicht verraten. HTC und Samsung werden jedenfalls dabei sein. HTC zeichnete sich bereits für die ersten beiden Android-Smartphones G1 und Magic verantwortlich und Samsungs erstes Android-Handy steht kurz vor dem Marktstart. Dass die Geräte in der Regel rascher am europäischen Markt zu haben sind, liegt am Mobilfunkmarkt, der hier wesentlich offener ist. In den USA wollen die Provider individuelle Geräte anbieten, während in Europa ein Gerät über mehrere Anbieter vertrieben werden kann, erklärte Rubin. So ist beispielsweise das aktuelle HTC Magic in Europa bereits zu haben, während sich US-Kunden noch gedulden müssen.
Vorhang auf für die Entwickler
Die Vorschau auf Android 2.0 zeigte eine überarbeitet Suchfunktion und zwei Funktionen, die Entwickler für Zusatzanwendungen nutzen sollen: Eine ermöglicht, in einer Musik-Liste zu einem bestimmten Lied zu springen, in dem man den Anfangsbuchstaben auf das Display zeichnet. Die zweite verwandelt getippten Text in gesprochene Worte, die über den Lautsprecher des Handys audgegeben wird.
Gleichzeitig wurde die Entwicklergemeinde wieder zu neuen Höchstleistungen aufgerufen. Bei der zweiten Android Developer Challenge geht es wieder um die besten Zusatzanwendungen, die Entwickler über den "Android Market" anbieten können. Bei der letzten Challenge war unter den Siegern auch der Österreicher Philipp Breuss-Schneeweiß, der mit seiner vielbeachteten Augmented-Realtity-Anwendung Wikitude punkten konnte. Heuer erhält das Siegerteam 250.000 Dollar. Die Gewinner werden allerdings erst im November bekanntgegeben.
(sg)
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