Forscher der Harvard University haben errechnet, dass Google mit Tippfehlern 497 Millionen US-Dollar (rund 368 Millionen Euro) jährlich verdient. Grund dafür sind sogenannte geparkte Domains, die kaum Inhalte bieten und bis auf kleine Fehler fast gleich lauten wie bekannte Angebote. Gibt ein Websurfer etwa versehentlich "dieprese.com" statt "diepresse.com" ein, landet er auf einem reinen Werbungs-Verteiler. Laut den Harvard-Forschern sollen pro Tag mindestens 68,2 Millionen Besucher solche "Vertippsler-Seiten" aufrufen.
57 Prozent mit Google-Anzeigen
Wie die Studie weiter berichtet, verfügen 57 Prozent dieser Seiten über Anzeigen, die von Google betrieben werden. Zwar lässt Google keine Zahlen veröffentlichen, die Forscher berechnen aber Einnahmen in Höhe von 497 Millionen Dollar pro Jahr, die Google dank Anzeigen auf solchen Seiten generiert. Dabei wurden aber nur die 100.000 beliebtesten Websites und deren vertippte Varianten für die Berechnung herangezogen. Google entfernt solche Anzeigen, sollten sich Besitzer der fehlerfreien Domain beschweren.
0,7 Prozent der Websurfer verirren sich
Um die beliebtesten Websites zu ermitteln, haben die Harvard-Forscher den Webdienst Alexa geprüft. So ist etwa google.com selbst die Nummer eins mit 425 Millionen Besuchern pro Tag, gefolgt von yahoo.com, youtube.com und facebook.com. Rund 0,7 Prozent der Benutzer verirren sich auf geparkte Domains mit der vertippten Variante.
(db)
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