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Viacom vergleicht YouTube mit illegalen Tauschbörsen

19.03.2010 | 10:03 |   (DiePresse.com)

Der Medienkonzern Viacom und Google sorgen vor Gericht für scharfe Wortgefechte. Stein des Anstoßes sind Urheberrechts-Verletzungen auf der Video-Plattform YouTube.

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Der US-Medienkonzern Viacom und Google tragen vor Gericht scharfe Wortgefechte aus. Viacom will der Google-Tochter YouTube nachweisen, urheberrechtlich geschütztes Material von der Video-Plattform nicht rechtzeitig zu entfernen und Urheberrechts-Verletzungen gar zu fördern. Die Gründer hätten mit YouTube lediglich ein Video-Äquivalent zu der illegalen Musik-Tauschbörse Napster geschaffen, wetterte Viacom laut Cnet. Youtube schießt zurück: Viacom hätte über Jahre heimlich selbst Videos veröffentlicht, um anschließend Verletzungen des Urheberrechts zu melden.

 "Sie haben nicht weniger als 18 verschiedene Marketingagenturen angeheuert, um ihre Inhalte auf die Seite hochzuladen", schrieb Youtube-Chefjustiziar Zahavah Levine am Donnerstag im firmeneigenen Weblog. Levine warf Viacom vor, die Videos derart verfälscht zu haben, dass sie wie gestohlenes Material ausgesehen hätten. "Letztlich sind einige der Clips, für die uns Viacom aktuell verklagt, von ihnen selbst hochgeladen worden."

Der Medienriese, zu dem unter anderem der Musiksender MTV gehört, hatte seine Klage gegen YouTube und Google schon vor drei Jahren angestrengt. Viacom verlangt 1 Milliarde Dollar (732 Mio. Euro) Schadenersatz, weil Youtube nicht ausreichend gegen unberechtigt hochgeladene Videos vorgegangen sei.

 

(Ag. / Red.)

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