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Google: WLAN-Datenerfassung war schwerer Fehler

15.05.2010 | 14:16 |   (DiePresse.com)

Google sammelte mit seinen Street-View-Autos, die Straßenzüge fotografierten, auch "unabsichtlich" Daten aus öffentlich zugänglichen WLAN-Netzen. Dabei fingen die Google-Autos auch Teile privater Daten

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Da gibt sich selbst der Internet-Gigant Google ganz kleinlaut: Dass in den vergangenen vier Jahren weltweit rund 600 Gigabyte an Daten aus öffentlichen WLAN-Netzen gesammelt wurden, ist den Managern des Suchmaschinenkonzerns sichtlich peinlich. Sie entschuldigten sich am Freitag öffentlich. Auf das Problem sei man erst durch Hinweise des deutschen Verbraucherschutzministeriums aufmerksam geworden. "Uns ist klar, dass wir schwer versagt haben", erklärte einer der Cheftechniker von Google, Alan Eustace.

Die Erfassung der Daten sei unabsichtlich erfolgt, betonte Google. Es werde alles getan, damit sich so etwas nicht wiederhole. "Die Aufrechterhaltung des Vertrauens der Menschen ist grundlegend für alles, was wir machen", erklärte Eustace im Firmen-Blog. "In diesem Fall haben wir das nicht geschafft."

Google-Autos sammeln E-Mail-Fragmente

Google musste eingestehen, dass in den vergangenen Jahren Fragmente von E-Mails und Surf-Daten erfasst wurden, wenn die Kommunikation über öffentliche WLAN-Netze erfolgte. Gesammelt wurden die Daten mit Google-Fahrzeugen, die für den Dienst Street-View Bilder von Straßenansichten machten. Dabei wurde auch registriert, ob sich WLAN-Netze in der Nähe befinden. Was Google nach eigenen Angaben nicht wusste, war, dass zudem noch eine experimentelle Software eingesetzt wurde, die die über die öffentlichen WLAN-Netze gesendeten Daten sammelte, wenn das Google-Fahrzeug gerade in Reichweite war. Es seien aber immer nur kleinste Fragmente gewesen, da die Erfassungsgeräte fünf Mal in der Sekunde den Kanal wechselten.

Daten werden gelöscht

Google betonte, die gesammelten Daten seien weder in der Suchmaschine noch in anderen Diensten verwendet worden. Sie würden komplett gelöscht, sobald das Einverständnis der Regierungen der 30 betroffenen Länder vorliege. Google deutet damit an, dass dem Unternehmen bewusst ist, dass mit dem wenn auch unabsichtlichen Sammeln der Daten auf jeden Fall eine ethische Grenze überschritten wurde.

Das Bundesverbraucherministerium hatte Google Ende April aufgefordert offenzulegen, welche Daten bei der Erstellung des umstrittenen Programms Street View gesammelt würden. Anlass waren Beschwerden von Datenschützern, der Konzern filme nicht nur Straßenansichten, sondern kartographiere sämtliche WLAN-Netze von Unternehmen und Haushalten.

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42 Kommentare
 
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Teschnische Erklärung WARUM Google ...

die Daten überhaupt aufgezeichnet hat:

http://blog.koehntopp.de/index.php?url=archives/2860-Wie-man-aus-Versehen-WLAN-Daten-mitschneidet.html

... erst lesen, dann jammern und schimpfen...


1 0

Einfach nur lächerlich...

>>Was Google nach eigenen Angaben nicht wusste, war, dass zudem noch eine experimentelle Software eingesetzt wurde...<<

Selten so eine dämliche Ausrede gehört. Google sind wohl die letzten, die nicht wissen, welche Software sie am Laufen haben. Jetzt brauchen sie uns nur noch erklären, dass bloß ein paar Cyberkids die Streetview-Autos gehackt haben. Dann passt es schon wieder... ;)

Wortmann
16.05.2010 19:27
5 0

BIG BROTHER IS F.....G YOU

Big Brother wühlt bereits in Deiner Privatsphäre, in Deinen Finanzen, in Deinen Gewohnheiten und betreibt einen schwungvollen Handel mit Deinen persönlichen Daten. Da ist nicht die Zukunft. Das ist der graue Alltag.

Gast: wer
16.05.2010 17:47
6 0

...

peinlich war ihnen nur erwischt zu werden!! das war kein zufall!

Gast: gast
16.05.2010 14:36
3 0

das war nur der probelauf

für eine totale überwachung hier wird systematischer datenklau vorbereitet

Antworten Gast: gast
16.05.2010 19:39
0 0

Re: das war nur der probelauf

Wen anno 2010 immer noch ein unverschlüsseltes WLAN hat, ist selbst schuld.
Und aus.

Gast: hbm
16.05.2010 12:36
1 0

wenn sich jemand die mühe machen würde, da weiter zu recherchieren, würden sich abgründe auftun.

(wär das nicht die aufgabe der justiz?)
ich hoffe auf engagierte journalisten ;-)

google erfasst WLAN netzwerke.
da stellt sich die frage, welche: öffentliche oder private?
was wollen die mit den privaten?

in der praxis werden die konkreten identifikationsadressen erfaßt.
wozu und in wessen auftrag?
angeblich um illegale downloads einer wohnadresse zuordnen zu können.
wer hat daran interesse? doch sicher nicht google.
man muß also folgern daß behörden den auftrag gegeben haben, diese WLAN adressen zu sammeln, um die bürger lückenlos ausspionieren zu können.
das heißt, die behörden haben google beauftragt in unsere privaten funknetzwerke einzudringen.

wir haben ein gesetzliches telekommunikationsgeheimnis und die behörden mißachten das.


Antworten Georgius
17.05.2010 03:01
0 0

Re: wenn sich jemand die mühe machen würde, da weiter zu recherchieren, würden sich abgründe auftun.

<google erfasst WLAN netzwerke.
da stellt sich die frage, welche: öffentliche oder private?
was wollen die mit den privaten?>

Um ohne GPS möglichst genau die Position festzustellen. Augenblicklich geht das bei den Handys über die Funkzellen. Dadurch weiß Googlemaps auf meinem Handy sofort auf ca 100-2000m wo es ist, dadurch findet auch das GPS schneller. WLAN-Zellen sind kleiner und daher genauer

Antworten Antworten Gast: hbm
17.05.2010 12:51
0 0

Re: Re: wenn sich jemand die mühe machen würde, da weiter zu recherchieren, würden sich abgründe auftun.

wenn du mein privates funknetz verwendest um dein handy zu finden oder um dich von google finden zu lassen, werde ich dir eine rechnung schicken. fremdenführung ist gewerbliche nutzung.

Gast: bigbrother
16.05.2010 12:16
2 0

Exempel statuieren und Grenzen setzen

Es wird Zeit , die gesammelten Daten von Google zu beschlagnahmen und zu analysieren . Datenschutz ist kein durch die Hintertür zu umgehendes Bagatelldelikt - auch wenn das Management versucht sich seriös zu geben .....

0 0

Re: Exempel ?

Beispiel: 2 Studenten kaufen sich teure Server und Internetanbindung & Bandbreite vom feinsten. Sie verdrängen damit den Marktführer bei Suchmaschinen innerhalb zweier Jahre.
USA = Land der unbeschränkten Möglichkeiten ( wenn die NSA dazu das Geld gibt )

Google = Echelon mit Gewinnausschüttung.

Und mit WLAN kann man ohne GPS punktgenaue Zielsteuerung machen.

Antworten Gast: wer
16.05.2010 17:48
0 0

Re: Exempel statuieren und Grenzen setzen

nicht analysieren! löschen!!

Saskatoon
16.05.2010 06:59
2 0

wie dumm ist der mensch

sehr, sehr, dumm
bei google macht er einen aufschrei, stellt sich auf die barrikade
aber bei facebook will er unbedingt dabei sein, wenn der staat überwacht wegen angeblicher terroristen ist er auch damit einverstanden.....
und und und...

Gast: gast
15.05.2010 20:42
3 2

an alle die sich grade so eifrig aufregen

ALLES was Google an Infos hat und verwertet haben wir Google FREIWILLIG GEGEBEN indem wir es auf unsere Webseiten geschrieben haben (die die Google-Bots eingesammelt haben..) Indem wir Google-Services benutzen. Indem wir offene WLANs haben usw.

Da gibt nur eine Antwort: SELBST SCHULD!

Ende.

Antworten Gast: unechter gast
15.05.2010 20:56
1 0

Re: an alle die sich grade so eifrig aufregen

Blödsinn:

Googles Tracking-System Analytics ist nicht freiwillig, oder woher soll ein User wissen, ob es auf einer Webseite eingebaut ist?

Eine über GMail zugesandte Mail zu bekommen ist auch nicht freiwillig!

Antworten Antworten Gast: gast
16.05.2010 10:32
0 0

Re: Re: an alle die sich grade so eifrig aufregen

Nix Blödsinn.

Das Tracking-System auf Webseiten dient div. Auswertungen - keine Frage. Aber solange man damit keine namentlichen Services benutzt, weiß das System nicht WER ich bin.

Bei GMail ging es mir um die Infos die der Inhaber eines GMail-Accounts in seinen Mails hat, die bei Google gehostet werden. Genauso wie die Dokumente in Google Docs oder auch deine Routen die man in Google Maps gespeichert hat usw.

Viel schwerer wiegen allerdings ohne Frage all die Daten die in div. Webseiten, Foren udgl. eingetragen sind und von den Google-Bots eingesammelt und verknüpft werden.

Hier gilt Eigenverantwortung.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
16.05.2010 14:37
0 0

Re: Re: Re: an alle die sich grade so eifrig aufregen

was bistn du für einer

Gast: Gast
15.05.2010 19:58
3 1

Wo kann ich Anzeige erstatten?

Nach Paragraf 148 Absatz 2 des Telekommunikationsgesetzes ist Google ILLEGAL in Funknetzwerke eingedrungen und hat personenbezogene Daten abgegriffen!

Wo kann ich nun Anzeige erstatten?

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Re: Wo kann ich Anzeige erstatten?

laut § 187 Absatz 666 meines eigenen Gesetzbuchs, sollten Sie's in ein Sackerl reden, dieses gut zubinden und mit einer Brieftaube nach Rom schicken. Dort wird sich dann der Papst Ihrer Sache annehmen.

Antworten Gast: echter gast
15.05.2010 20:37
1 1

Re: Wo kann ich Anzeige erstatten?

Unwissender!

1. Ist Google nirgends "eingedrungen" - Das Wort impliziert, dass es eine "Sperre" gab - hier gehts aber nur um offene Netze.

2. ob es "personenbezogene Daten sind" ist nicht gesagt. Vielmehr ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass überhaupt TATSÄCHLICH personenbezogene Daten dabei sind.
Die Inhalte von Webseiten oder ähnliches sind keine pers.bezogenen Daten.

Namen, Geburtsdaten, Gesundheits-Parameter udgl. DAS sind personenbezogene Daten...

Antworten IronicMan
15.05.2010 20:18
0 0

Re: Wo kann ich Anzeige erstatten?

jedenfalls nach dieser Bestimmung nicht in Österreich... ;-)

Antworten Antworten Gast: Der Henker
15.05.2010 20:32
1 1

Re: Re: Wo kann ich Anzeige erstatten?

Ich werde meine Spitzhacke erst niederlegen, wenn ich diesen Herrn Google am Galgen baumeln sehe!


JoL
15.05.2010 19:48
4 0

Die meinten wohl eher:

Uns ist klar, dass wir schwer versagt haben [das geheim zu halten]

Es werde alles getan, damit sich so etwas nicht wiederhole [also uns wieder erwischen lassen].

W-LAN Datenerfassung war ein schwerer Fehler [so stümperhaft dabei vor zu gehen]

Gast: opolis
15.05.2010 19:14
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absolutely amazing...

... but hopefully a wake-up call. - in case that fragments of e-mails were accidentally stored by google, then users have an opportunity to protect themselves against any (! hic) interfrence. - just use encrypted emails, which is even offered for free, such in the case of opolis secure mail or other providers.

Gast: Gast-0-8-15
15.05.2010 18:58
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Technische Frage:

Wieviel Daten können via WLAN innerhalb einer 1/20 Sekunde übertragen werden bzw. reicht ein so kurzes Zeitfenster um einen sinnvollen Brocken Einer Kommunikation aufzufangen?

Vielen Dank im Voraus für eine sachliche & konstruktive Antwort!

Gat_0-8-15

Antworten Gast: gast
15.05.2010 20:45
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Re: Technische Frage:

Daten wurden nur von offenen Netzen gesammelt.
Wer über ein offenes WLAN sensible Daten bewegt, dem ist eh nicht mehr zu helfen...

 
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