Offenbar mit vollem Ernst schlägt Google-CEO Eric Schmidt vor, dass Jugendliche ihren Namen ändern dürfen, sobald sie volljährig sind. Auf die Weise soll vorgebeugt werden, dass dämliche Jugendfotos auf Facebook sich etwa bei der Jobsuche negativ auswirken, erklärt Schmidt in einem Interview mit dem Wall Street Journal. "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft versteht, was passiert, wenn alles verfügbar, kenntlich und von jedem jederzeit aufgezeichnet wird", sagt der Google-Chef. "Ich meine, wir müssen über diese Dinge als Gesellschaft wirklich nachdenken."
Gesichtserkennung nicht eingerechnet
Dabei übersieht Schmidt allerdings einen wichtigen Punkt. Bereits jetzt ist es möglich, anhand von Gesichtserkennung Personen herauszufiltern. Facebook hat bereits eine derartige Funktion im Programm. Aber auch Googles eigener Dienst Picasa kann ab Version 3.5 Gesichter erkennen. Sofern Schmidt nicht auch noch eine kosmetische Operation für Jugendliche vorschlägt, wäre die Namensänderung auch nicht die Lösung des Problems. Die Tatsache, dass Teenager zu sorglos mit ihren privaten Daten umgehen, wird sich dadurch nicht ändern. Und sobald jemand dumme Fotos mit dem alten Namen eines neu benannten Kollegen oder Freundes findet, beginnt ohnehin wieder alles von vorne.
Viel heiße Luft bei Social Networks
Facebook selbst betrachtet Schmidt sehr positiv und nennt das Portal ein "konsequentes Unternehmen". Zwar würde es derzeit eine Menge heiße Luft rund um das Thema Social Networks geben, im Endeffekt würden aber einige wenige "konsequente Unternehmen" bestehen bleiben. Ob Google auch dazu gehören will, sagt Schmidt nicht. Gerüchten nach plant das Unternehmen aber selbst eine Art Gegenpol zu Facebook.
(db)

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