Google+ kreist 20 Millionen Nutzer in drei Wochen ein

22.07.2011 | 08:29 |   (DiePresse.com)

Googles Facebook-Rivale entwickelt sich schneller als bisherige Angebote. Demnächst könnten Spiele wie "Farmville" auf Google+ starten. Firmen ärgern sich über nicht vorhandene Unternehmensseiten.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Googles neuestes Experiment im Bereich Social Networks besitzt inzwischen 20 Millionen Nutzer. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Comscore wurde dieser Wert nur drei Wochen nach dem Start des Dienstes Google+ erreicht. Erst vor einer Woche konnte das Angebot des Webkonzerns die 10-Millionen-Marke überschreiten. Bei Google+ handle es sich um das schnellste Wachstum eines Online-Dienstes auf 20 Millionen Nutzer, den er je beobachtet hat, sagt Comscore-Analyst Andrew Lipsman zur LA Times. Das Angebot, das mit "Kreisen" auf eine simple Organisation von Kontakten setzt, hatte auch in Testberichten positive Reaktionen ausgelöst.

Firmen ärgern sich über Behandlung

Selbst mit 20 Millionen Nutzern ist Google+ aber noch weit vom großen Rivalen Facebook entfernt. Dieser hatte vor kurzem bekannt gegeben, bereits 750 Millionen aktive Nutzer verzeichnen zu können. Und Google+ kämpft derzeit mit einem Problem. Firmen und Organisationen können kein Profil anlegen. Wenn sie es doch tun, werden sie gelöscht, wie auch DiePresse.com leidvoll erfahren musste. Vic Gundotra, Leiter des Projekts Google+, entschuldigte sich in einem Gespräch mit TechCrunch. Die Art und Weise, wie Marken und Unternehmen behandelt worden seien, sei "vermutlich ein Fehler" gewesen.

Google+ vs. Facebook: Welches Social Network kann was besser?

Alle 19 Bilder der Galerie »

Spiele im Anmarsch

Mit Spannung warten Beobachter auf Googles nächste Schritte. Eine umfassende Integration der schon vorhandenen Web-Anwendungen "Text & Tabellen" sowie "Kalender" mit Google+ wird erwartet. Und demnächst sollen auch Spiele Einzug auf die Plattform erhalten. Wie All Things Digital berichtet, steht das Vorhaben kurz vor dem Abschluss. Um Entwickler anzulocken, will Google weniger als 30 Prozent des Umsatzes für sich behalten. Damit würde das Unternehmen den von Apple und Facebook etablierten de-facto-Standard unterbieten. Es könnte nach dem Bericht nicht mehr lange dauern, bis "Google+ Ville" startet. Immerhin ist Google einer der größten Investoren hinter Zynga, der Entwicklerfirma hinter dem extrem erfolgreichen Facebook-Spiel "Farmville".

(db)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

1 Kommentare
Gast: eh wahr
25.07.2011 08:29
0

einfach besser

Der Erfolg ueberrascht mich nicht, bei Google+ kann man selber darueber bestimmen wer was sehen oder lesen kann. Bei Facebook entscheidet das Mark Zuckerberg.

» Mehr Tech-Jobs auf Karriere.DiePresse.com

AnmeldenAnmelden