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Eine zweite Chance für Google TV

11.01.2012 | 08:13 |   (DiePresse.com)

Google hatte bisher wenig Erfolg beim Verschmelzen von Internet und Fernsehen. Nach einem Neustart haben Sony und LG nun neue Geräte vorgestellt.

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Google TV wagt 2012 einen Neuanfang. Bisher war Googles Vermittlungsversuch zwischen Internet und dem klassischen Fernsehen eher glücklos. Vor eineinhalb Jahren gestartet, scheiterte es in den USA an dem Widerstand der Fernsehsender und die Geräte verkauften sich so schlecht, dass Logitech den Einsatz von Google TV als Fehler bezeichnete, der nicht wiederholt wird. Auf der wichtigen Hightech-Messe CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas haben einige Hersteller nun aber doch wieder Geräte mit Google TV vorgestellt. 

Sony - Google-TV-Partner der ersten Stunde - stellte einen neuen Blu-Ray-Player und eine Set-Top-Box vor. Die beiden Geräte sollen bereits Mitte des Jahres auch in Europa erscheinen - Preise stehen noch keine fest. LG stellt alle Smart-TVs der Serie G6 auf Google TV um und auch Vizio und Samsung haben Geräte in Aussicht gestellt. Google selbst hat vergangenen Herbst den entscheidenden Schritt getan, um Google TV eine zweite Chance zu geben. 

Suche: Google in seinem Element

Die Plattform wurde komplett auf Android umgestellt - jenes Betriebssystem, das Google auch für Smartphones und Tablets erfolgreich einsetzt. Damit können Entwickler ihre Android-Apps - und davon gibt es derzeit rund 400.000 - relativ einfach für TV-Geräte optimieren. Das System wird zudem durch eine Suchfunktion ergänzt, die gleichzeitig das aktuelle TV-Programm, das Internet, diverse Video-Dienste und das Heimnetzwerk durchsucht. Das ist es, was Google eigentlich will und was Google auch am besten kann: Durch eine starke Suchfunktion Ordnung ins On-Demand- und Streaming-Chaos zu bringen.

Die perfekte Steuerung

Die neue Internet-Fernseh-Kombination stellt die Hersteller vor ein weiteres Problem: Die klassische Fernbedienung stößt an ihre Grenzen, kann weder einen Cursor lenken, noch bietet sie eine komfortable Texteingabe. Viele Hersteller bieten für ihre Smart-TVs daher eigene Smartphone-Apps, langsam setzen sich aber auch ungewöhnliche Fernbedienungen durch. (c) Sony

(c) Sony

Sony zum Beispiel bietet ein Gerät, das beinahe an ein Handy erinnert und ein großes Touchpad auf der einen Seite und eine Volltastatur auf der Kehrseite bietet. LG setzt auf eine Fernbedienung, mit der Gesten in die Luft gezeichnet werden können (siehe Video) und eine separate Tastatur. Auch Sprachsteuerung soll in Zukunft eine Rolle spielen - die ist aber noch nicht ausgereift. Zu oft muss der Befehl deutlicher und lauter wiederholt werden. Möglich, dass hier Apple mit seinem kolportierten iTV den notwendigen Impuls setzen wird. Ob Apple auf Anhieb gelingt, wofür Google mehr als ein Jahr gebraucht hat, wird sich zeigen.
FINDERLY.COM AUF DER CES
Das österreichische Startup Finderly.com fotografiert und filmt für DiePresse.com die neuesten Gadgets und Geräte auf der weltgrößten Hightech-Messe in Las Vegas.

> Mehr zu LG auf der CES bei Finderly

 

(sg)

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2 Kommentare
Gast: MönchMaier
11.01.2012 13:51
1 2

He he

Bald muss man wohl auch noch die Fernsteuerung vorher streicheln, um einen Film zu sehen? Am besten finde ich die Wegwerfgeste, insbesondere, wenn man die entsprechende Beschleunigung auch auf den Gegenstand (TV) überträgt.

Die Frage, die sich stellt ist doch: Warum soll man Geld in ein Gerät investieren, dass einem medial beeinflusst und die Sicht vernebelt?

Antworten Gast: Bernd80
05.04.2012 19:26
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Re:

Warum? Weil man es will!
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Ich find's gut!!
Wenn es haltet was es auf der google.com/tv/ Seite verspricht.

Auch wenn die Setup Boxen etwas an Geld kosten kann man mit ihnen normal im Internet surfen und es ist der neueste flash-player mit an Board.
Weiters sind die ach so tollen Apple Geräte doch immer noch nur Designer Stücke welche überteuert sind und welche durch teure iTunes kosten immer und immer wieder an Geld einspielt...