Vor drei Jahren sorgte Google für einen Aufreger unter Hobby-Archäologen und Verschwörungstheoretikern. Sie hielten Spuren auf einem Bild von "Google Earth" für die angeblich vor mehr als 11.000 Jahren versunkene Stadt Atlantis. Tatsächlich war scheinbar ein Netz aus Straßen oder Kanälen zu sehen. Google selbst winklte damals schnell ab, es handle sich lediglich um Artefakte, die durch die Vermessung des Meeresbodens durch Schiffe entstanden seien. Und jetzt hat der Konzern den Spekulationen endgültig den Nährboden entzogen: Bei einem Routine-Update wurden die Bilder ersetzt und die Linien sind verschwunden.
Das Update wird von Forschern der University of California beschrieben, die für die Datensammlung verantwortlich waren. Die neuen Bilder werden erst nach und nach für alle Nutzer sichtbar.
Luftfahrttechniker entdeckt Linien-Netz
Mit Google Earth kann man seit einigen Jahren auch virtuell die Meeresböden abwandern. Bei einer solchen Exkursion fand ein britischer Luftfahrttechniker Anfang 2009 im Atlantischen Ozean, westlich von Westafrika, nordwestlich von den Kanarischen Inseln, das Netz von Linien. Schnell fand sich ein Archäologe, der den Fund für "faszinierend" erklärte: Diese Gegend komme für das von Platon beschriebene Atlantis in Frage.
Tatsächlich hat Platon das – laut seiner Erzählung vor circa 11.300 Jahren – untergegangene Atlantis "jenseits der Säulen des Herakles", also jenseits von Gibraltar im Atlantischen Ozean geortet und genau beschrieben: als Reich, das größer als Libyen (Nordafrika) und Asia (das damals bekannte Vorderasien) gewesen sei, reich an Gold und Silber. Dort sei unter anderem ein riesiger Tempel des Poseidon – des Vaters des Atlas, des ersten Herrschers in Atlantis – gestanden, und Elefanten hätten dort gegrast. Platon wusste auch von breiten, schiffbaren Kanälen, die die Insel höchst fruchtbar gemacht hätten.
(Red. )
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