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Google: Mehrere Mitarbeiter wussten von WLAN-Schnüffelei

13.06.2012 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Googles Kamera-Autos fotografierten nicht nur Straßenzüge, sie zeichneten auch private Daten aus WLANs auf.

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Dass Googles Kamera-Autos unerlaubt private Daten aus WLANs sammelten, wussten offenbar mehrere Mitarbeiter des Konzerns. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass die angeblich unbeabsichtigte Daten-Schnüffelei auf einem Fehler in einem Projekt eines Mitarbeiters basierte und auch nur dieser Mitarbeiter Kenntnis davon hatte. Aus Dokumenten der US-Telekomaufsicht FCC geht nun hervor, dass zwar mehrere Ingenieure versäumt hätten, ein vorhandenes Projekt-Papier zu den WLAN-Aufzeichnungen zu überprüfen. Zumindest zwei Google-Mitarbeiter - darunter ein Manager - hatten aber wohl Kenntnis von der eingesetzten Technologie. Eine Sprecherin von Google stellte im Gespräch mit der "New York Times" aber klar, "dass es sich um eine Projekt-Panne handelt."

E-Mails aufgezeichnet

Die Kamerawagen von Google, die Aufnahmen für den Straßenatlas Street View machten, speicherten von 2008 bis 2010 auch WLAN-Informationen auf ihren Fahrten. Eigentlich sollten nur die Seriennummern (MAC-Adressen) und Namen (SSID) der Hotspots aufgezeichnet werden. Tatsächlich zeichnete der WLAN-Scanner von Google aber auch den unverschlüsselten Datenverkehr aus den drahtlosen Netzwerken auf, so dass E-Mail-Fragmente und andere sensible Daten auf den Google-Festplatten landeten.

Daten angeblich nie verwendet

Die Affäre wurde im Mai 2010 durch eine offizielle Anfrage des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar publik gemacht. Google sprach damals von einem Fehler eines einzelnen Mitarbeiters, der lange nicht aufgefallen sei. Die Daten seien nie verwendet worden. In dem Fall ermittelt auch die Hamburger Staatsanwaltschaft, weil Google in der Hansestadt sein Deutschland-Büro hat. Zum Ermittlungsstand konnte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch keine neuen Angaben machen.

In den nun veröffentlichten FCC-Unterlagen befinden sich eidesstattliche Erklärungen von Personen, die offensichtlich als Ingenieure bei Google arbeiten. Ihre Namen sind in den Unterlagen geschwärzt. In den Stellungnahmen erklären mehrere Personen, sie hätten von dem WLAN-Aspekt zwar im Allgemeinen gewusst, könnten sich aber nicht daran erinnern, das dazugehörige Projekt-Papier gelesen zu haben. Den FCC-Dokumenten zufolge waren zwei Ingenieure darüber konkret informiert worden, dass auch unverschlüsselter Datenverkehr ausgezeichnet wird. Darunter sei auch ein Google-Mitarbeiter in einer Management-Position gewesen.

(Ag. )

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1 Kommentare

Google ist wirklich der letzte Dreck!

Das einzige was die können ist kopieren und unsere sensiblen Daten aufzuzeichnen und weiterzuverkaufen. Wahrscheinlich wusste eh jeder, auch von der Chefetage her, dass die Daten von unschuldigen Menschen aufgezeichnet werden! Nach meiner Ansicht gehört Google vor Gericht!