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Map Maker: Österreich darf Google Maps mitgestalten

19.06.2012 | 14:52 |   (DiePresse.com)

Nutzer können in Google Maps Grundrisse von Golfplätzen und Parks hinzufügen oder Infos ergänzen. Das funktioniert ähnlich wie bei der Wikipedia.

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Google lässt Nutzer seinen beliebten Kartendienst Maps mitgestalten. Ab sofort ist der "Map Maker" auch in Österreich verfügbar, kündigte der zuständige Entwickler im offiziellen Blog an. Ziel ist es, das wissen Einheimischer zu nutzen, um die Karten noch detailreicher zu machen. Denkbar sind etwa Grundrisse für Golfplätze und Parks oder die Umrisse von Sehenswürdigkeiten und Gebäuden. ursprünglich war der Map Maker vor allem für Gebiete gedacht, für die es nur wenige Daten gibt und die lange Zeit weiße Flecken in Google Maps waren - etwa Pakistan. Dort haben die Einwohner Straßen, Wege und Gebäude eingetragen.

Doppelt geprüft hält besser

Im Prinzip funktioniert der Map Maker ähnlich wie die Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia. Nutzer können neue Wege - zum Beispiel Wander- oder Radwege - zeichnen, Umrisse von Gebäuden und Wasserflächen ziehen und Informationen eintragen. Dann landet der Neuzugang in einer Art Zwischenwelt: Im Map Maker ist die Änderung sichtbar, muss aber erst von anderen Nutzern bestätigt werden. Dann muss der Beitrag noch von einem Google-Mitarbeiter freigeschaltet werden. Erst dann wird die Neuigkeit Teil der allgemeinen Maps. 

 

(sg)

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1 Kommentare
Gast: Maecenas
20.06.2012 16:40
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Die Wikipedia der Karten heißt OpenStreetMap

Der Vergleich mit Wikipedia hilft bei der Veranschaulichung der Idee, aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Beiträge zu Wikipedia gehören der Allgemeinheit. Beiträge zu Google Maps gehören ... Google.

Anders als bei der Wikipedia darf niemand außer Google die durch die Arbeit der Freiwilligen entstandenen Karten verbreiten. Wer die Daten in großem Stil nutzen will, muss dafür zahlen. Für Gelegenheitsnutzer hat Google selbstredend schöne und kostenlose Seiten zu bieten - aber darauf hat derjenige, der jetzt unbezahlte Arbeit für Google leistet, keinen Anspruch. Google kann das nach Gutdünken ändern, wenn es eines Tages nicht mehr ins Geschäftsmodell passt.

Das Gegenstück zur Wikipedia in der Welt der Kartendaten ist daher nicht Google Maps, es ist OpenStreetMap.org. Diese freie Weltkarte ist heute sicher noch nicht so ansehnlich wie die kommerzielle Konkurrenz, wie es auch bei der Wikipedia lange Zeit der Fall war. Aber das Wachstum in unseren Landen schlägt Google um Längen und auch die Grundlagen stimmen: Das Projekt wird von einer Non-Profit-Stiftung getragen, nicht von einer einzelnen Firma kontrolliert. Und wer dort mithilft, hat die Gewissheit, dass das Ergebnis seiner Bemühungen für alle frei ist und auf alle Zeit frei bleibt.