Smartphones sind inzwischen aus dem US-amerikanischen Militär nicht mehr wegzudenken. Sie liefern GPS-Daten, beinhalten wichtige Kontaktinformationen und sind mit Apps ausgestattet, die für diverse militärische Anwendungen genutzt werden. Viele der Geräte werden aber auch privat genutzt. Ein Verlust derselben stellt also ein Sicherheitsrisiko dar. Der Forschungszweig des US-Verteidigungsministerium, die Defense Advanced Research Agency (DARPA), hat nun 21 Millionen Dollar an Fördergeldern dem Sicherheitsunternehmen Invincea gegeben. Es soll Android-Smartphones und -Tablets der US-Soldaten absichern und gewissermaßen uneinnehmbar machen.
3000 Soldaten nutzen Software bereits
Das erste Projekt für Invincea zielte auf den Schutz von verlorenen oder gestohlenen Geräten ab, wie die New York Times berichtet. Die von dem Unternehmen entwickelte Software verschlüsselt Teile des Betriebssystems und füllt den Speicher mit zufällig generiertem Datenmüll. Das soll verhindern, dass jemand, der das Gerät findet, gelöschte Informationen wiederherstellen kann. Mehr als 3000 US-Soldaten in Afghanistan sollen diese Sicherheitssoftware bereits nutzen.
System abschotten
Der nächste Schritt zielt darauf ab, einzelne Apps zum Rest des Systems abzuschotten. So sollen etwa potenziell gefährliche Apps, wie etwa Facebook oder Spiele, die konstante Datenverbindungen benötigen, in einer virtuellen Umgebung, auch "Sandbox" genannt, laufen. Selbst wenn Schadsoftware versucht, sich über diese Anwendungen einzuschleichen und etwa an Kontakte oder GPS-Daten heranzukommen, soll ein solcher Angriff ins Leere laufen. Damit soll auch vermieden werden, dass das Betriebssystem attackiert werden kann.
(db)
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