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"Mahdi"-Trojaner infiziert Unternehmen im Nahen Osten

18.07.2012 | 08:20 |   (DiePresse.com)

Die meisten betroffenen Computer stehen im Iran. Der Schädling dürfte im Unterschied zu Stuxnet und Flame aber von Amateuren stammen.

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Der Iran und vier weitere Staaten im Nahen Osten sind Sicherheitsexperten zufolge seit mindestens acht Monaten einem Cyberangriff ausgesetzt. Wie das israelische Unternehmen Seculert und die russische Firma Kaspersky Lab am Dienstag mitteilten, handelt es sich um den ersten derartigen Angriff, bei dem die verwendeten Computerprogramme persische Formulierungen enthalten. "Aber wir wissen nicht, woher diese Leute stammen", sagte Seculert-Technologiechef Aviv Raff. Die genauen Ziele des "Mahdi" genannten Trojaners nannten die Unternehmen nicht. Die meisten betroffenen Rechner stünden im Iran.

Server ebenfalls im Iran

Insgesamt seien etwa 800 Personen und Organisationen Opfer der Angriffe, darunter Finanzdienstleister, Botschaften, Versorgungsunternehmen und Maschinenbau-Studenten, hieß es. Mit "Mahdi" lassen sich demnach Dateien stehlen, E-Mails mitlesen, Räume abhören, Schnappschüsse vom Desktop anfertigen und Textbotschaften abfangen. Vermutlich seien mehrere Gigabyte Daten von den befallenen Rechnern heruntergeladen worden. "Jemand versucht im großen Umfang ein Dossier zu erstellen", sagte Raff. "Wir wissen nicht, was sie am Ende vorhaben." Laut Seculert hat der Trojaner ursprünglich mit einem Server in Kanada kommuniziert - mittlerweile würden die Daten aber auf einen Server im Zentrum von Teheran geleitet, hieß es. 

Vermutlich von Amateuren

Hinter früheren Angriffen mit anderen Computerviren wie "Stuxnet", "Flame" oder "Duqu" werden staatliche Stellen vermutet. "Mahdi" greift zwar ähnliche Ziele wie diese Schädlinge an, ist aber laut den Experten nicht so hoch entwickelt und kompliziert. Die Programmier-Methoden würden eher an Amateure denken lassen, sagte ein Kaspersky-Vertreter. 

(APA/Reuters/Red. )

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3 Kommentare
Gast: nahabedieehre
18.07.2012 11:23
0 0

sehr perfide und absolut undurchschaubar

komplizierte und hochentwickelte viren werden staaten und geheimdiensten zugeschrieben.
na welche staaten und geheimdienste das sind, darüber brauchen wir ja nun wirklich nicht zu spekulieren.
übrigens gelten dort derlei angriffe als "kriegserklärung".

jetzt tauchen plötzlich nicht so hoch entwickelte viren auf.
das müssen also amateure sein.

dass gewisse staaten ihre offensichtlichen angriffe dadurch etwas verschleiern wollen, ist natürlich undenkbar.

bin wieder auf linie. danke liebe medien.

Vermutlich die

demokratisch-iranische Opposition und es ist gut so!

Re: Vermutlich die

Oder doch?