Im Fall des Sony-Hacks von 2011 wurde ein zweiter Verdächtiger verhaftet. Raynaldo Rivera hat sich am Dienstag den Behörden im US-Bundesstaat Arizona gestellt, berichten US-Medien. Die Anklage beschuldigt den 20-Jährigen des Einbruchs in einen geschützten Computer. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
Hacker der Gruppe "LulzSec" haben 2011 Sony-Websites geknackt und haben die Daten von Millionen Nutzern im Internet veröffentlicht. Für das Unternehmen wird der Schaden auf mehr als 600.000 Dollar geschätzt. In der Anklage wird neben Rivera auch der 24-jährige Cody Kretsinger genannt, der sich bereits im April schuldig bekannt hatte.
LulzSec, eine Abspaltung der bekannteren Gruppe Anonymous, hat sich zuvor bereits dazu bekannt, außer bei Sony auch in Internetseiten von Regierungen eingedrungen und Daten gestohlen zu haben. Nach Angriffen auf die Websites von Kreditkarten-Konzernen wie MasterCard und Visa waren führende Mitglieder der Gruppe Anfang März festgenommen worden.
Die Hacker hatten sich ursprünglich im Kampf gegen eine Regulierung des Internets zusammengefunden. Ende 2010 verschärften sie ihre Gangart und gingen in einem selbsterklärten "ersten Cyber-Krieg" massiv gegen Versuche staatlicher Stellen vor, Wikileaks stillzulegen. Mastercard und Visa hatten unter dem Druck der Behörden Spendenüberweisungen an die Enthüllungsplattform unterbunden.
(Red.)
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