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Leih-PCs als Spione: Sexfotos per Webcam gemacht

28.09.2012 | 07:25 |   (DiePresse.com)

Eine eigentlich als Diebstahlschutz gedachte Software griff alle zwei Minuten persönliche Daten ab und schickte sie weiter. Mehrere "PC Rental Agents" wurden jetzt von den US-Behörden erwischt.

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Nutzer von gemieteten Computern in den USA dürften einen mächtigen Schrecken bekommen haben: Die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC machte öffentlich, dass mehrere Leasingfirmen ein Spionageprogramm installiert hatten. Es konnte Passwörter, Bankdaten oder E-Mails abrufen. Das Programm verschaffte sich auch Zugriff auf die Webcam. In zahlreichen Fällen seien Fotos von Kindern, leicht bekleideten Erwachsenen oder auch Paaren beim Sex in die falschen Hände geraten, erklärte die FTC.

420.000 PCs mit umstrittener Software

Die Behörde schob dem Treiben nun einen Riegel vor. Sieben Leasingfirmen und der Hersteller der Software hätten sich verpflichtet, künftig keine Kunden mehr auszuspionieren, teilte die FTC am Dienstag in Washington mit. Den Angaben der Wettbewerbshüter zufolge hatten zum Stichtag August 2011 insgesamt 1617 Leasing-Geschäfte in den USA, Kanada und Australien das Programm namens "PC Rental Agent" lizenziert. Weltweit sei die Software auf rund 420.000 PC installiert worden.

Diebstahlschutz als Spionagesoftware

Die Leasingfirmen nutzen das Programm, um ihre vermieteten Computer nach einem Verlust oder einem Diebstahl wieder aufzufinden. Auch lassen sich die Rechner sperren, wenn die Mieter mit ihren Raten im Rückstand sind. Seit mindestens 2007 gibt es der FTC zufolge die Zusatzfunktion "Detective Mode". Nach deren Aktivierung übermittelt die Software alle zwei Minuten persönliche Daten der Kunden, etwa Tastatureingaben oder Screenshots - ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Die Datenübertragung lief dabei über den Hersteller des Programms.

Die "New York Times" kommentierte den Fall am Mittwoch in ihrem Technologieblog "Bits" leicht süffisant mit den Worten: "Beim Schreiben an einem gemieteten Computer sollten Sie wohl besser ihr Hemd anlassen."

(APA/dpa)

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6 Kommentare

"Sieben Leasingfirmen und der Hersteller der Software hätten sich verpflichtet, künftig keine Kunden mehr auszuspionieren, teilte die FTC am Dienstag in Washington mit."


...na dann, samma wieder gut, gell ?!

1 0

Re: "Sieben Leasingfirmen und der Hersteller der Software hätten sich verpflichtet, künftig keine Kunden mehr auszuspionieren, teilte die FTC am Dienstag in Washington mit."

Ja, schwachsinnig. Nicht alles ist entschuldbar. Die Verantwortlichen gehören vor Gericht und von diesem verurteilt.

Gast: (>^_^)(>O_o)>
28.09.2012 14:04
11 0

Unglaublich, aber so typisch für den Westen

Die Behörde schob dem Treiben nun einen Riegel vor. Sieben Leasingfirmen und der Hersteller der Software hätten sich verpflichtet, künftig keine Kunden mehr auszuspionieren, teilte die FTC am Dienstag in Washington mit.

Tausendfach überlst die Privatsphähre verletzt, und nix is, ist schließlich eh schon ein (staatliches) Kavaliersdelikt.

So, und jetzt laden sie doch einmal ein einzelnes Musikstück illegal runter.....

Antworten Gast: yoshi1
28.09.2012 16:41
3 0

Re: Unglaublich, aber so typisch für den Westen

Typisch wäre es eher, wenn nun ein findiger Anwalt Klienten für eine Sammelklage einsammelt und das betroffene Unternehmen Millionen zahlen muss.

Gast: iSpy
28.09.2012 11:37
5 0

Wurden auch erstellte Dateien übermittelt?

Wurden auch erstellte Dateien und somit persönliches, geistiges Eigentum übermittelt?

Das wäre gerade in den USA eine ausgezeichnete Klage!

Antworten Gast: Musikm.f.a
29.09.2012 02:01
2 0

Re: Wurden auch erstellte Dateien übermittelt?

Nur wenn es um die Interessen der Musik-"Industrie" geht, gäbe es Erfolgsaussichten.

Wenn es nur um das Fussabtretervolk geht, dann ist es völlig wurscht!